Rohstoff-ETCs: Goldbestände auf immer neuen Hochs


25.10.19 15:46
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gold bestimmt weiter den ETC-Handel, die weltweiten Bestände von physisch hinterlegten Goldfonds steigen und steigen, so die Deutsche Börse AG.

Der Bestand von Xetra-Gold sei mittlerweile auf über 190 Tonnen angewachsen - ein neues Allzeithoch.

In den letzten Wochen habe der Goldpreis allerdings etwas nachgegeben und liege am Donnerstagmorgen bei 1.491 US-Dollar je Feinunze, vor einem Monat seien es noch 1.524 US-Dollar gewesen. Auch in Euro koste die Feinunze mit aktuell 1.340 Euro etwas weniger als vor vier Wochen. "Zuletzt wurden Lösungen sowohl beim Handelskonflikt zwischen den USA und China als auch beim Brexit wieder etwas wahrscheinlicher, was den Goldpreis drückte", erkläre Analystin Dora Borbély von der DekaBank. Die Unsicherheit belaste aber weiter Weltwirtschaft und Finanzmärkte - wovon die Goldnotierung tendenziell profitiere.

Cornelia Schübel von der Unicredit Group berichte von Käufen und Verkäufen von Gold-ETCs, etwa dem WisdomTree Physical Gold, dem UBS Gold, Xetra Gold und dem Xtrackers Physical Gold in Euro (ISIN DE000A1E0HR8 / WKN A1E0HR). Carsten Schröder von der Commerzbank melde für diesen Monat erst Zuflüsse in Gold-ETCs, zuletzt aber Abflüsse. "Nur breit streuende Edelmetallfonds wie der WisdomTree Daily Hedged Precious Metals wurde schon Anfang Oktober verkauft."

Viele gehandelt werde, wie die Umsatzstatistik der Börse Frankfurt für die vergangenen vier Wochen zeige, auch der Invesco Physical Gold, der WisdomTree Physical Gold und der Gold Bullion.

Die anderen Edelmetalle hätten ihre Höchststände ebenfalls hinter sich gelassen. So werde Silber aktuell zu 17,56 US-Dollar gehandelt gegenüber 18,65 vor einem Monat, Platin zu 924 nach 958 US-Dollar. Laut Schübel sei der Handel mit Silber-ETCs ausgeglichen, Platin-ETCs wie der db Physical Platinum Euro Hedged würden hingegen gekauft.

Der Preis für ein Barrel Brent-Öl pendele wieder um 60 US-Dollar, nach den Anschlägen auf die Erdölinfrastruktur Saudi-Arabiens Mitte September seien es kurzzeitig 69 US-Dollar gewesen. "Die Kapazität der Raffinerie konnte überraschend schnell wiederhergestellt werden", berichte Borbély. "Dass noch nicht einmal eine erhöhte Risikoprämie zurückgeblieben ist, verdeutlicht, wie stark die Sorgen um die globale Nachfrage den Ölmarkt beherrschen."

Schübel melde einen Kaufüberhang für WTI-ETCs wie dem WisdomTree WTI Crude Oil und Käufe und Verkäufe gleichermaßen für Brent-ETCs, Schröder Zuflüsse in den WisdomTree-ETC.

Während die meisten Industriemetalle in diesem Jahr günstiger geworden seien oder ähnlich viel kosten würden wie Ende 2018, habe sich Nickel massiv verteuert. Wie Mobeen Tahir von WisdomTree erkläre, würden die Nickelbestände in einem signifikanten Angebotsdefizit verharren. "Wir gehen davon aus, dass die Enge auf dem Nickelmarkt anhalten wird", erkläre der Rohstoffexperte mit Blick auf das auf Anfang 2020 vorverlegte Exportverbot für Nickelerz in Indonesien und die Stilllegungen einiger Minen auf den Philippinen. Nickel-ETCs wie der WisdomTree Nickel (ISIN DE000A0KRJ44 / WKN A0KRJ4) würden bei der Unicredit Group ohne Trend gehandelt. Gut an komme Schröder zufolge hingegen der breit streuende Rohstoff-ETC ComStage Commerzbank Commodity ex-Agriculture. (Ausgabe vom 24.10.2019) (25.10.2019/fc/a/e)






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