Preiskampf zwischen Schieferöl und dem Öl der Scheichs erhöht den Spread zwischen Brent und WTI


15.02.18 12:29
WisdomTree Europe

London (www.fondscheck.de) - Die Drosselung der Fördermengen durch die OPEC sorgt für eine Reduzierung der übervollen Ölbestände und treibt die Ölpreise nach oben, wodurch die Backwardation-Situation bei Öltermingeschäften anhält, so die Experten von WisdomTree Europe.

Da 2018 verschärfte Angebotsbedingungen erwartet würden, würden sich die Ölpreise wahrscheinlich auf einem hohen Niveau und oberhalb des Trends halten.

Doch nicht alle Ölpreise würden sich gleich entwickeln. Tatsächlich übertreffe Brent WTI seit Juni 2017, was zu einer Erhöhung des Brent/WTI-Spreads auf 6 USD geführt habe - der höchste Stand seit 2015.

Durch den steigenden Spread würden sich Handelschancen für Ölinvestoren bieten. Wie könnten Short and Leveraged Öl-ETPs bei einem effizienten Handel der Ölpreisbewegungen eingesetzt werden?

Der Brent/WTI-Spread sei aufgrund einzigartiger Einflussfaktoren auf Angebot und Nachfrage - sowohl für Brent als auch für WTI - einer der am häufigsten gehandelten Spreads auf dem Rohstoffmarkt. Bei Brent handle es sich typischerweise um Öl aus der Nordsee, es werde jedoch auch als Referenz für die Ölpreise in Europa, Afrika und dem Nahen Osten herangezogen. Bei WTI handle es sich hingegen um in Nordamerika gefördertes und raffiniertes Öl. Naturgemäß reagiere Brent dadurch im Gegensatz zu WTI empfindlicher auf geopolitische Risiken, vor allem im Nahen Osten. In der Vergangenheit sei dies ein Haupteinflussfaktor bei der Erhöhung des Brent/WTI-Spreads gewesen.

Der Arabische Frühling, der im Dezember 2010 seinen Anfang genommen habe, sei ein Paradebeispiel für ein Ereignis, das zu einer Erhöhung der Spreads führen könne. Die Spreads hätten sich 2011 aufgrund der Sorge über die Auswirkungen einer regionalen politischen Instabilität auf das Angebot und den Transport von Brent auf über 20 USD pro Barrel erhöht. Heute würden die fortgesetzten Spannungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien den Aufpreis von Brent gegenüber WTI untermauern.

Die Drosselung der Fördermengen durch die OPEC habe ebenfalls starken Einfluss auf die Erhöhung des Brent/WTI-Spreads, da sich die verschärften Angebotsbedingungen im Preis für Brent niederschlagen würden. Im Gegensatz dazu bekämen die WTI-Preise Gegenwind von einem durch Schieferöl verursachten Überangebot, bei dem sich keine Entspannung abzeichne. Zusammen mit der Wiedereinführung von US-Ölexporten gegen Ende 2015 sei WTI jetzt so reichlich vorhanden wie nie zuvor. Dies werde wahrscheinlich zu erhöhter Besorgnis um ein Überangebot von US-Öl führen und einen hohen Brent/WTI-Spread aufrechterhalten.

Angesichts dieser unterschiedlichen Preisdynamiken biete die Divergenz der Brent- und WTI-Ölpreise Handelschancen für Investoren. Der Schaden, den Hurrikan Harvey den Ölraffinerien an der Golfküste von Mexiko zugefügt habe, habe sich stark auf die Kapazität von US-Raffinerien ausgewirkt, wodurch die Nachfrage nach WTI zeitweilig geschwächt worden sei. Gleichzeitig sei es bei Brent zu einem leichten Anstieg der Nachfrage gekommen, da europäische Raffinerien die Unterdeckung aus der US-Benzinproduktion ausgeglichen hätten. Folglich seien die Brent-Ölpreise während des Hurrikans um fast 2,5% mehr gestiegen als die WTI-Preise.

Investoren hätten die Erhöhung des Spreads mithilfe einer einfachen Paarstrategie handeln können: Bei Brent long und bei WTI short gehen. Investoren, für die die Kapitalerhaltung eine Rolle spiele, könnten Short and Leveraged ETPs in Betracht ziehen, bei denen gegenüber einer Position ohne Hebeleffekt typischerweise nur ein Bruchteil des Kapitals erforderlich sei.

Dies zeigt, dass eine Strategie, bei der gegensätzliche Positionen in Brent und WTI mithilfe von Short and Leveraged ETPs kombiniert werden, die Spot-Preis-Renditen verstärken kann, während Kapital erhalten bleibt. Solche Strategien können entwickelt werden, um entweder eine Erhöhung oder eine Senkung des Brent/WTISpreads auszunutzen.

Eine Strategie, bei der gegensätzliche Positionen in Brent und WTI mithilfe von Short and Leveraged ETPs kombiniert würden, könne die Spot-Preis-Renditen verstärken, während Kapital erhalten bleibe. Solche Strategien könnten entwickelt werden, um entweder eine Erhöhung oder eine Senkung des Brent/WTISpreads auszunutzen.

Die folgenden Produkte könnten für Investoren von Interesse sein, wenn sie Ölpreis-Spreads handeln möchten:

Boost WTI Oil 3x Leverage Daily ETP
Boost WTI Oil 2x Leverage Daily ETP(ISIN DE000A2BGQ05 / WKN A2BGQ0)
Boost WTI Oil 1x Short Daily ETP
Boost WTI Oil 2x Short Daily ETP
Boost WTI Oil 3x Short Daily ETP
Boost Brent 3x Leverage Daily ETP (ISIN DE000A133ZT6 / WKN A133ZT)
Boost Brent 3x Short Daily ETP (15.02.2018/fc/a/e)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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DE000A2BGQZ2 A2BGQZ 76,07 € 15,56 €
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