Metzler Eastern Europe-Fonds: Q1/2022-Bericht, Kasseposition aufgebaut - Fondsanalyse


02.05.22 11:35
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Eastern Europe-Fonds investiert breit diversifiziert in osteuropäische Aktien - ein heterogener Wirtschaftsraum mit länderspezifischen Besonderheiten, so die Experten von Metzler Asset Management.

Der Fonds fokussiere sich dabei auf Unternehmen, die von strukturellen Entwicklungen in ihren Märkten profitieren würden und in der Lage seien, durch konsistente Unternehmensführung den Firmenwert nachhaltig zu steigern. Unternehmen mit niedriger bis mittlerer Marktkapitalisierung würden dabei zusätzliches Alphapotenzial in der Portfoliokonstruktion bieten. Ziel des Fonds sei es, eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen.

Das erste Quartal 2022 habe im Schatten des russischen Einmarschs in der Ukraine gestanden. Dies habe gravierende Folgen für die gesamte Anlageregion gehabt. Die Europäische Union, die USA und weitere Staaten hätten weitreichende Sanktionen gegen Russland verhängt. In der Folge habe der Russische Rubel deutlich abgewertet und die Regierung habe Kapitalkontrollen erlassen. Nach rund drei Wochen habe die Moskauer Börse wieder geöffnet. Es sei Ausländern jedoch verboten gewesen, lokale russische Aktien zu verkaufen. Der Handel sei nicht nur an der russischen Börse ausgesetzt gewesen, auch hätten die Anteilscheine in London oder New York nicht mehr gehandelt werden können.

In Anbetracht der wachsenden geopolitischen Risiken hätten die Experten von Metzler Asset Management vor Kriegsausbruch eine signifikante Kasseposition von ca. 12% im Portfolio aufgebaut. Zusätzlich sei der Anteil an defensiven Werten in Zentralosteuropa (unter anderem Orange Polska, PZU, Moneta Money Bank) und in Griechenland (unter anderem Jumbo, Mytilineos) im Portfolio erhöht worden.

Die Zentralbanken Osteuropas - mit der Ausnahme der Türkischen Zentralbank - hätten seit dem Sommer 2021 die Leitzinsen deutlich angehoben, um den Anstieg der Verbraucherpreise einzudämmen. In puncto glaubwürdiger Geldpolitik hätten die Zentralbanken der zentralosteuropäischen Länder ein Beispiel gesetzt, indem sie sehr frühzeitig auf den Inflationsdruck reagiert hätten. Dagegen habe die Türkische Zentralbank weiterhin an ihrer lockeren Geldpolitik festgehalten. Die Inflation habe in der Türkei weiter an Fahrt gewonnen, auch getrieben durch die global steigenden Energie- und Lebensmittelpreise. Im März hätten die Konsumentenpreise um 61,6% im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, wogegen der Leitzins unverändert bei 14% gelegen habe. Die türkische Regierung habe sich Zeit durch die Einführung der währungsgesicherten Einlagenkonten in Lira erkauft, damit jedoch nicht die strukturellen Probleme der unorthodoxen Geldpolitik in der Türkei adressiert. Die Experten von Metzler Asset Management seien daher defensiv positioniert geblieb und hätten exportorientierte Unternehmen bevorzugt, die gegen eine weitere Währungsabwertung geschützt seien. (Stand vom 31.03.2022) (02.05.2022/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
68,83 € -   € -   € - 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IE0000111876 577999 129,60 € 62,99 €