DWS Invest SDG Global Equities LD-Fonds: 03/2022-Bericht, Positionen im Gesundheitssektor leicht ausgebaut


02.05.22 09:40
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aktienfonds DWS Invest SDG Global Equities LD investiert in Unternehmen, die einen positiven Beitrag zur Erreichung mindestens eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, sog. SDG) leisten, so Paul Buchwitz, Fondsmanager bei DWS.

Im Gesamtportfolio des Fonds werde angestrebt, dass durchschnittlich 50% der Unternehmenserträge zur Erreichung der 17 Ziele beitragen würden. Alle im Fonds enthaltenen Unternehmen würden zusätzlich die definierten ESG - Standards der DWS erfüllen.

An Unsicherheitsfaktoren für die Aktienmärkte habe es im Monat März nicht gemangelt. Der bewaffnete Konflikt und das menschliche Leid in der Ukraine seien leider unvermindert weiter gegangen. Auch auf der wirtschaftlichen Seite seien die Verwerfungen spürbar, allen voran in der Form von weiter ansteigenden Energie- und Rohstoffpreisen. Dies wiederum führe zu hohen Inflationsraten in den meisten Volkswirtschaften. Aus diesem Grund habe sich die US-Zentralbank für die erste Zinserhöhung von 0,25% entschieden und weitere Schritte angekündigt. Der Aktienmarkt habe sich aber im abgelaufenen Monat von alle dem nicht beeindrucken lassen und zum Teil deutliche Kurszuwächse verzeichnet. Die Treiber seien Hoffnungen auf einen Waffenstillstand in der Ukraine und die spürbaren Kursverluste am Anleihemarkt gewesen.

Der US-amerikanische Aktienmarkt, gemessen am S&P 500 Index, habe einen Anstieg von 3,7% verzeichnet. Für den wachstumsorientierten NASDAQ Index sei es um 3,4% heraufgegangen (beide in US-Dollar). In Europa sei die Entwicklung hingegen deutlich moderater ausgefallen. Der MSCI Europe habe einen Aufschlag von lediglich 0,96% verzeichnet. Der DAX sei gar um 0,3% (beide in Euro) gefallen. Die relativ größere Verbindung der europäischen Wirtschaft mit dem russischen Markt habe dabei sicherlich eine Rolle gespielt.

Der japanische Markt, gemessen am Topix, habe hingegen die Anleger mit Kurssteigerungen von 4,2% (in Yen) erfreut. Belastet von der Kursschwäche bei chinesischen Werten hätten Entwicklungsländer Verluste von 2,5% (in US-Dollar) verzeichnet. Die Verwerfungen an den Rohstoffmärkten und Sorge vor möglichen Engpässen hätten vor allem den Energie- und Rohstoffwerten zu einer relativ besseren Entwicklung verholfen. Gleichzeitig sei auch das Thema "Stabilität" stärker im Fokus gewesen, was zu einer überdurchschnittlichen Entwicklung bei Anbietern von Gesundheitsprodukten sowie bei Versorgern und Immobilienwerten geführt habe. Relative Verlierer seien hingegen Finanz- und Industriewerte als auch Anbieter von Basiskonsumgütern gewesen.

Bei der Konstruktion des Portfolios werde neben dem Renditeziel berücksichtigt, dass die Unternehmen, an denen sich die Experten beteiligen würden, einen möglichst hohen Umsatzbeitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) leisten würden. Im Durchschnitt würden die Experten anstreben, dass jeder zweite Euro an Umsatz, der generiert werde von ihren Portfoliobeteiligungen, potenziell zu den genannten Zielen beitrage. Im Versorger-, Industrie- und Gesundheitssektor gebe es besonders viele Unternehmen die einen sehr hohen potenziellen Beitrag leisten würden, deshalb seien diese Sektoren im Fonds auch tendenziell stärker gewichtet.

Grundsätzlich liege der Fokus auf Aktien von Firmen mit nachhaltigen, wachstumsorientierten Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen, starken Managements und attraktiven Bewertungen. Darüber hinaus werde darauf Wert gelegt, dass diese Unternehmen einen signifikanten Beitrag zu den UN- Nachhaltigkeitszielen leisten könnten. Da die Experten die Gefahr sehen würden, dass aufgrund des Inflationsumfelds die Zinsen weiter steigen könnten, hätten sie Unternehmen deren Geschäftstätigkeit davon tendenziell negativ beeinflusst werde reduziert. Dazu würden zum Beispiel Unternehmen aus dem Bausektor gehören.

Unternehmen die von steigenden Zinsen profitieren würden, zum Beispiel Banken oder Versicherer, hätten die Experten aufgestockt. Sie würden beispielsweise Anteile an Aegon NV halten. Der Kranken- und Lebensversicherer trage potenziell zur Erreichung des UN Nachhaltigkeitsziel 1 "Keine Armut" bei. Zudem hätten die Experten ihre Positionen im Gesundheitssektor leicht ausgebaut, insbesondere bei großen Pharmaunternehmen wie Abbvie oder Pfizer. Diese würden potenziell zur Erreichung des UN Nachhaltigkeitsziels 3 "Gesundheit und Wohlergehen" beitragen.

Der DWS Invest SDG Global Equities habe im März 3,75% an Wert gewonnen und damit vor dem MSCI Welt all country (total return, in Euro) gelegen, der im gleichen Zeitraum 3,35% an Wert gewonnen habe. Ein Teil dieser Differenz sei durch die unterschiedlichen Bewertungszeitpunkte am Monatsbeginn zu erklären. Die relative Wertentwicklung des Fonds sei im Berichtsmonat sowohl durch die Sektorallokation als auch die Einzeltitelselektion beeinflusst worden. Das Übergewicht des Gesundheitssektors, sowie die Selektion innerhalb des Sektors hätten sich im März ausgezahlt. Insbesondere große Pharmaunternehmen hätten überzeugen können. Auch die Titelauswahl innerhalb des Industrie- und des Energiesektors, sowie beim Nicht-diskretionären Konsum hätten sich letzten Monat ausgezahlt.

Zudem sei das Untergewicht des Finanz- und des Kommunikationsdienstleistungssektors, sowie die Selektion innerhalb der Sektoren von Vorteil gewesen. Auf der anderen Seite hätten die Werte der Papier- und Verpackungsindustrie die zum Roh-, Hilfs- & Betriebsstoffsektors gehören würden eine relativ schwache Kursentwicklung ausgewiesen. Insbesondere die Gefahr, dass sich Konsumenten aufgrund der angestiegenen Inflation zurückhalten würden, habe zu Gewinnmitnahmen im Sektor geführt. Diese habe es auch bei Nicht-Basiskonsumgüter gegeben, insbesondere bei Unternehmen deren Produkte von der Entwicklung des Häusermarktes abhängig seien. Investoren hätten sich gesorgt, dass es aufgrund von gestiegenen Zinsen die Nachfrage zurückgehen könnte. Damit habe die Titelauswahl innerhalb des Sektors keinen positiven relativen Wertentwicklungsbeitrag leisten können.

Auch wenn sich die geopolitische Lage zuletzt deutlich eingetrübt habe aufgrund der Ereignisse in der Ukraine bleibe das Gesamtbild verhalten konstruktiv. Die Entwicklung der Covid-19-Pandemie sowie der Virusvarianten werde weiterhin beobachtet und könne wie im Jahr 2021 zu Schwankungen an den globalen Aktienmärkten führen. Durch den weltweiten Impffortschritt sowie grundsätzlich höhere Immunisierungsraten bestehe Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen.

Zusätzlich würden sowohl fiskalpolitische als auch geldpolitische Maßnahmen die Weltwirtschaft weiterhin unterstützen, auch wenn es seitens der US-Zentralbank zur ersten Zinserhöhung gekommen sei und weitere Schritte zu erwarten seien. Entscheidend für das globale Wachstum würden die Effektivität der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus und die Dauer dieser Krise sein. Die Hoffnungen auf eine konstruktive Lösung im globalen Handelsstreit würden bestehen bleiben. In Europa bleibe die Situation genau zu beobachten, da mögliche Auswirkungen und der weitere Verlauf des Konfliktes in der Ukraine noch unklar seien.

Die Schwellenländer stünden weiterhin vor großen Herausforderungen, sollten jedoch aller Voraussicht nach ein, wenn auch eher mittelfristiger Treiber der Weltkonjunktur bleiben. Kurzfristige Schwankungen bei Schwellenländer-Investments würden sicher auch für die Zukunft zu erwarten sein. Ein anderer Aspekt komme hinzu: Trotz des jüngsten Anstiegs der langfristigen Rendite würden die Zinsen historisch gesehen weiterhin niedrig bleiben. Für Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden Aktien daher aus Mangel an Anlagealternativen notwendig bleiben und könnten zumindest strategisch die Aktienmärkte weiter unterstützen. Voraussetzung dafür sei eine weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken. Entsprechende Zuflüsse zu Aktienfonds oder Änderungen der Vermögensallokation bei Versicherungen und Pensionsfonds seien deswegen weiterhin genau zu beobachten. (Stand vom 31.03.2022) (02.05.2022/fc/a/f)





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