DNCA Invest Venasquo-Fonds: 03/2022-Bericht, Wertminderung von 0,64% - Fondsanalyse


05.05.22 12:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Venasquo strebt eine positive Performance an, die über dem folgenden zusammengesetzten Index liegt: 50% EURO STOXX 50 Net Return + 50% EONIA, so die Experten von DNCA Investments.

Das Team des Anlageverwalters ("Team") bemühe sich, dieses Ziel über den empfohlenen Anlagezeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Volatilität von rund 10% unter normalen Marktbedingungen zu erreichen. Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Die Aktienmärkte seien im März weiter gefallen, so auch der EURO STOXX 50, der im Laufe des Monats 0,5% verloren habe. Dieser Rückgang möge begrenzt erscheinen, sei jedoch mit einem starken Anstieg der Volatilität in der ersten Hälfte des Monats einhergegangen. Der Krieg in der Ukraine habe in der Tat mehrere Kettenreaktionen ausgelöst: Hohe Volatilität bei den Rohstoffpreisen, weitere Störungen der Lieferketten und eine vorhersehbare Verschlechterung des Vertrauens der Wirtschaftsakteure. Diese Verschlechterung des Umfelds, sowohl auf der Angebots- und Nachfrageseite als auch bei der Inflation, habe sich in einer Abflachung der Zinskurven niedergeschlagen (US 2-10 Jahre -40 Bp) und die Märkte veranlasst, die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten Quartalen zu erhöhen.

Die Volatilität in den konjunkturabhängigsten Sektoren dürfte in den kommenden Wochen hoch bleiben, aber die Experten von DNCA Investments würden bezweifeln, dass die defensiven Sektoren immun seien. Die Bewertung einiger dieser Sektoren (Konsumgüter) werde durch den Anstieg der langfristigen Zinsen (10-jährige US-Staatsanleihen +50 Bp im März) beeinträchtigt, während der Anstieg des Anleihenmarktes in den letzten zehn Jahren ihre Hauptstütze gewesen sei. Aus Bottom-up-Sicht würden die Experten von DNCA Investments beginnen, erste Gewinnwarnungen zu sehen, die hauptsächlich auf kurzfristige Lieferprobleme und Befürchtungen über Preisverschiebungen auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten zurückzuführen seien. Diese Meldungen seien jedoch nicht allgemein verbreitet und viele Branchen sprächen weiterhin von einer soliden Nachfrage und keinen Lagerbeständen.

Zusammenfassend lasse sich sagen, dass sich der Horizont in den letzten Wochen deutlich verdunkelt habe und die Interpretation des Umfelds noch nie so komplex gewesen sei. Die Unternehmen würden sich Mitte April wieder zu Wort melden und könnten ihre Aussagen gegebenenfalls anpassen. In diesem Zusammenhang werde die Solidität der Geschäftsmodelle (Preisgestaltung, operative Exzellenz, Management), in die die Experten von DNCA Investments investieren würden, weiterhin ihre erste Regel sein.

VENASQUO falle im März um -0,64% gegenüber -0,64% für seinen Referenzindex (50% EURO STOXX 50/50% €ster). Die Bewegungen seien schwer zu lesen, aber man könne folgende Beobachtungen machen:

Auf der positiven Seite hätten die Experten von DNCA Investments marginal von Positionen in den Sektoren Verteidigung (Thales +10,7%) und Gesundheit (AstraZeneca +11,8%) profitiert. Im Zuge der Markterholung in der zweiten Märzhälfte hätten die Experten stärker von ihren Positionen in den Bereichen IT-Dienstleistungen (Cap Gemini +7,5%, Sopra +5,6%) und Industrie (Schneider-Electric +8,9%) profitiert. Man könne nicht sagen, dass es bei diesen Unternehmen eine besondere Aktualität gegeben habe, sondern einfach, dass die Nachfrage fest geblieben sei (bestätigt von Accenture).

Auf der negativen Seite seien die Experten von DNCA Investments vor allem durch ihre Positionen in den Sektoren belastet worden, die als die "early cyclical" angesehen würden: Automobil und Medien.

Stellantis sei im Monatsverlauf um 9,2% gefallen. Die Experten von DNCA Investments verstünden die Nachfragesorgen, da die Haushaltsbudgets für nichtdiskretionäre Ausgaben belastet würden, seien aber nach wie vor der Ansicht, dass die Chancen in dem Dossier weitaus größer seien. Kurzfristig möchten die Experten von DNCA Investments auf folgende Punkte hinweisen: 1. Die potenzielle Abschwächung der Nachfrage erfolge vor dem Hintergrund fehlender Lagerbestände. Die Auswirkungen wären daher weit weniger stark als in einer klassischen Rezession; 2. Nordamerika mache zwei Drittel der Gewinne aus und scheine den Experten heute der Markt mit dem geringsten Risiko zu sein; 3. Die Bewertung (PE 3,0x; EV/EBIT 1,0x; FCF Yield 12% in der Investitionsphase) stelle bereits einen deutlichen Abschlag auf die Historie von Fiat und PSA, auf den Automobilsektor und noch deutlicher auf Industrieunternehmen dar, die in der Lage seien, zweistellige Margen zu erzielen.

Im Mediensektor litten wir vor allem unter dem Kursrückgang von Publicis (-7,3%) in Erwartung künftiger Kürzungen der Werbebudgets, so die Experten von DNCA Investments. Zum jetzigen Zeitpunkt würden die Experten diese Befürchtungen nicht teilen, da die Umsätze von Publicis immer stärker vom Werbemarkt abgekoppelt seien, die Vertragsgewinne in diesem Jahr unterstützend wirken würden und die Aussagen der Kunden und der Medien diese Erwartung nicht bestätigen würden.

Die wichtigsten Bewegungen in diesem Monat seien der Ausbau des Engagements in den USA (Relx, Ashtead, CRH) gewesen. Die Experten hätten ihre Position in Unilever angesichts des bevorstehenden Warnrisikos (Marge) reduziert.

Unser Nettoexposure erreichte am Monatsende 58%, so die Experten von DNCA Investments. Die nächsten Wochen würden angesichts der zahlreichen Unwägbarkeiten, die es unmöglich machen würden, ein klares Szenario für die Märkte festzulegen, weiterhin volatil sein. Kurzfristig würden die Experten von DNCA Investments das Portfolio maximal auf ihre Überzeugungen mit qualitativ hochwertigen Basiswerten straffen (Pricing Power, Rentabilität, Cash-Generierung, solide Bilanzen). (Stand vom 07.04.2022) (05.05.2022/fc/a/f)