Candriam Equities L Australia Fonds: Rohstoffe und Wirtschaftswachstum - Down Under rückt ins Blickfeld


03.05.22 10:00
Candriam

Brüssel (www.fondscheck.de) - Australien befindet sich mit einer Entfernung von etwa 15.000 Kilometern - je nachdem, von wo man rechnet - fast auf der entgegengesetzten Erdhälfte, so Paul Xiradis, Head of Equities bei der Boutique Ausbil Investment Management, die den Candriam Equities L Australia verwaltet.

Doch nun rücke der Kontinent wieder ins Blickfeld der Anleger: Der australische Aktienindex habe mit Stand Ende Februar den Großteil der anderen Märkte übertroffen und mit 2,1 Prozent im Plus gelegen. Auch im Hinblick auf Wirtschaftswachstum, Geldpolitik, Währung und die Möglichkeiten, die verschiedene Sektoren der Wirtschaft bieten würden, sei Australien für Investoren spannend. Und: Der Kontinent zeige gegenüber Angebotsschocks, wie sie durch den Ukrainekrieg verursacht würden, eine hohe Widerstandsfähigkeit.

Bevor die Covid-19-Pandemie eine Rezession ausgelöst habe, habe Australien den Rekord für das längste ununterbrochene Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gehalten. Fast 30 Jahre habe die Konjunktur nur eine Richtung gekannt: Aufwärts. Dank beispielloser Stimuli und Erfolge bei der Pandemiebekämpfung sei die Volkswirtschaft schon wieder auf dem Wachstumspfad. Australiens Regierung rechne damit, dass die Wirtschaft im Jahr 2022 um 4,25 Prozent und im Jahr 2023 um 2 Prozent wachsen werde. Unsere eigenen Schätzungen gehen sogar noch weiter; wir gehen davon aus, dass die aufgestaute Nachfrage das BIP um 4,9 Prozent nach oben katapultieren wird, so Paul Xiradis von Ausbil Investment Management.

Auch bei den Unternehmen sei die Stimmung gehoben. Das würden Wirtschaftsindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende, aber auch das Dienstleistungsgewerbe zeigen, die beide auf eine wirtschaftliche Verbesserung hindeuten würden. Die Einzelhandelsumsätze hätten ebenfalls positiv überrascht und seien um 1,8 Prozent gestiegen, womit sie die Konsenserwartung um 0,8 Prozentpunkte übertroffen hätten. Zudem glaube Paul Xiradis von Ausbil Investment Management, dass die Marktmeinung das Gewinnwachstum australischer Unternehmen unterschätze. In der aktuellen Berichtssaison hätten 47 Prozent der im australischen Aktienindex ASX 200 gelisteten Unternehmen ihre Umsatzprognosen übertroffen und 44 Prozent hätten ihre Erwartungen für den Gewinn je Aktie übertroffen. Und auch der Verschuldungsgrad der Unternehmen liege auf einem historischen Tiefpunkt.

Förderlich für das Wirtschaftswachstum sei zudem die Geldpolitik der australischen Notenbank. Angesichts der hohen Inflation und sinkender Arbeitslosenzahlen normalisiere die Reserve Bank of Australia (RBA) allmählich die Geldpolitik. Die quantitative Lockerung sei beendet, und man erwarte, dass die Notenbank ihren Zinserhöhungszyklus im Februar 2023 oder früher beginne. Dabei sollten die wohlüberlegten und klar signalisierten Zinsschritte die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen nicht erschweren. Ganz im Gegenteil: Steigende Zinssätze und eine Inflation, die sich innerhalb der von der Notenbank vorgegebenen Bandbreite bewege, würden vor dem Hintergrund eines starken Wirtschaftswachstums ideale wirtschaftliche Bedingungen schaffen - zumindest mittelfristig.

Australien sei definitiv einer der Gewinner der aktuellen Situation. Auch wenn mit fast 72 Prozent des BIP der Dienstleistungssektor Australiens Wirtschaft dominiere, seien Rohstoffe kaum als Wirtschaftszweig wegzudenken. Mit Rohstoffen verknüpfte Industrien wie Metallverarbeitung und Chemie sowie die Herstellung von Baumaterialien würden zu den wichtigsten Branchen zählen. Landwirtschaft und Bergbau seien die wichtigsten Exportsektoren des Landes und diese beiden Sektoren würden dank der explodierenden Rohstoffpreise das Wachstum antreiben und hätten australische Indices in die Höhe katapultiert. Mit einem Plus von 133,1 Prozent im Geschäftsjahr 2022 habe der Energiesektor den besten Gewinnwachstumsausblick unter allen Sektoren.

Doch nicht nur der Energiesektor profitiere vom aktuellen Umfeld. Zahlreiche andere Rohstoffe würden nicht nur von der starken Erholung nach der Coronakrise getragen, sondern auch von strukturellen Trends, die durch die Pandemie beschleunigt worden seien, etwa der Dekarbonisierung. Dazu würden Elektrofahrzeuge, Batterien, Erneuerbare Energien und die Elektrifizierung der Dinge zählen. So seien die Erwartungen für das Gewinnwachstum bei Metallen und beim Bergbau um 3 Prozent nach oben angepasst worden. Ebenso hätten jene Stoffe eine gute Performance gezeigt, die für die Herstellung von Batterien benötigt würden, wie zum Beispiel Lithium oder seltene Erden. Stahl verzeichne ein Gewinnwachstumsplus von 120,2 Prozent für das aktuelle Geschäftsjahr, ebenso wie Baustoffe, für die ein Gewinnzuwachs von 30,3 Prozent im Geschäftsjahr 2022 erwartet werde.

Neben Rohstoffen gebe es in Australien viele weitere Branchen, die gerade jetzt interessant würden. Dazu würden Zykliker wie Banken, allgemeine Versicherer und andere Unternehmen gehören, die von einer expandierenden Wirtschaft profitieren würden. Aber auch Qualitätsunternehmen, die in ihren Sektoren führend sind, über bedeutende Preissetzungsmacht verfügen und somit gegen Inflationseffekte geschützt sind, zählen zu unseren Favoriten, so Paul Xiradis von Ausbil Investment Management. Dabei setze man auf führende Unternehmen im Gesundheitssektor und in der IT, die den gegenwärtig wenig optimistischen Sektordurchschnitt übertroffen hätten.

Gleichzeitig investieren wir in Branchen, denen die Wiederöffnung der Wirtschaft wieder Leben einhauchen dürfte: Der Reise- und Unterhaltungssektor, private Krankenhäuser oder führende globale Unternehmen, die nachweislich über eine hohe Ertragssicherheit verfügen, so Paul Xiradis von Ausbil Investment Management. Langfristig würden die Themen Dekarbonisierung, erneuerbare Energien, Elektrofahrzeuge, Kreislaufwirtschaft und fokussierte globale Infrastrukturausgaben den australischen Markt auf dem Weg ins Jahr 2022 weiterhin stützen, insbesondere Unternehmen aus dem Rohstoffsektor. (03.05.2022/fc/a/f)





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