Brent- und WTI-ETCs: Rohöl für alle Anlagehorizonte - ETC-Analyse


28.11.18 11:01
ZertifikateReport

Gablitz (www.fondscheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateReport" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe vier ETCs der BNP Paribas auf Öl vor.

Seit den Tiefständen Anfang 2016 hätten sowohl Brent als auch WTI kontinuierlich zulegen können, bis sie Anfang Oktober dieses Jahres auf 85 bzw. 76 US-Dollar gehandelt hätten. Doch in den letzten sechs Wochen hätten beide Ölsorten jeweils etwa 25 US-Dollar (!) verloren und damit mehr als die Performance der letzten zwölf Monate.

Wer das aktuelle Niveau zum Einstieg nutzen wolle, könne dafür Exchange Traded Commodities (ETCs) nutzen - aufgrund der Besonderheiten des zugrunde liegenden Futures-Marktes lohne sich ein Blick auf das differenzierte Angebot. Denn bei allen physisch lieferbaren Rohstoff-Futures sollten Investoren die Gestalt der Terminkurve kennen: Entweder würden die Preise der einzelnen Futures-Fälligkeiten mit ihrer Laufzeit ansteigen (Contango) oder die Preise würden in den längeren Laufzeiten fallen (Backwardation). Im Gegensatz zu Financial Futures (wie etwa dem DAX-Future) würden Rohstoff-Futures also sehr wohl eine Markterwartung für die jeweilige Fälligkeit widerspiegeln - ob diese aber tatsächlich eintrete, sei jedoch ebenso ungewiss.

Der nächstfällige Futures-Kontrakt reagiere oftmals am stärksten auf preisbeeinflussende Faktoren. Wer etwa von einer rapiden Preiserholung ausgehe, könnte auf einen ETC (ISIN DE000PS701L2 / WKN PS701L, für Brent Crude Oil; ISIN DE000PS7WT17 / WKN PS7WT1, für WTI; Verwaltungsentgelt 0,9 Prozent p.a.) setzen, der schlicht den Preis des nächstfälligen Kontrakts abbilde. Kurz vor Fälligkeit eines Futures "rolle" das Produkt automatisch - verkaufe also etwa den Dezember-Kontrakt und kaufe dafür den Januar. In einem Contango-Markt bedeute dies, dass aus dem Verkauf des alten Kontrakts weniger Geld erlöst werde als für den Kauf des neuen nötig sei - der Ölpreis müsse also schon steigen, nur um die Rollkosten einzuspielen. In einem Backwardation-Markt erziele man dagegen bereits mit konstantem Preisniveau Gewinne.

Wer längerfristig investiere, könnte auf die rolloptimierten Varianten (ISIN DE000PB6R1B1 / WKN PB6R1B, für Brent; ISIN DE000PB6R1W7 / WKN PB6R1W, für WTI; Verwaltungsentgelt 1 Prozent p.a.) setzen. Hier würden Anleger nicht nur in den nächsten Futures-Kontrakt investieren, sondern in eine repräsentative und liquide Auswahl aus allen Fälligkeiten. Das reduziere die Auswirkungen der Terminkurve und die Rolltransaktionen.

Die ETCs würden Anlegern einen einfachen, liquiden und transparenten Zugang zum Ölmarkt ermöglichen. Da Öl-Futures weltweit in US-Dollar abgerechnet würden, die Produkte aber in Euro notieren würden, würden Anleger ein Wechselkursrisiko tragen, das in der Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar bestehe. Alle ETCs der BNP seien besichert; das bei Zertifikaten übliche Emittentenrisiko entfalle damit. (28.11.2018/fc/a/e)





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DE000PS701L2 PS701L 77,56 € 50,25 €
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