Apus Capital Marathon-Fonds: 03/2022-Bericht, Wertzuwachs von 2,0% - Fondsanalyse


02.05.22 12:45
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Ziel der Anlagepolitik des Apus Capital Marathon Fonds ist es, im Rahmen einer aktiven Strategie langfristig einen attraktiven Wertzuwachs zu erwirtschaften, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds werde aktiv gemanagt und orientiere sich nicht an einem Vergleichsmaßstab. Die Aktienauswahl erfolge diskretionär anhand der nachfolgend beschriebenen Strategie: Anlageschwerpunkt des Fonds würden nationale und internationale Aktien mit attraktivem Rendite-Risiko-Profil bilden. Die Titelselektion erfolge über einen substanzorientierten Investmentprozess. Derivate Instrumente und Techniken könnten sowohl zu Absicherungs- als auch zu Investitionszwecken eingesetzt werden. Der Fonds könne in bestimmten Marktphasen auch Liquidität halten. Attraktive Unternehmensanleihen könnten beigemischt werden.

Im März hätten sich die europäischen Aktienmärkte nach der deutlichen Korrektur im Vormonat stabilisieren können. Aufkommenden Hoffnungen auf eine Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg hätten steigende Inflationszahlen, insbesondere im Energiebereich, gegenübergestanden. Während die EZB mit Blick auf die kriegsbedingte Rezessionsgefahr nur kleine Schritte zu einer restriktiveren Geldpolitik angekündigt habe, plane die amerikanische FED mit Blick auf die boomende US-Konjunktur hingegen deutlich ausgeprägtere Zinsschritte. Die Abwertung des Euro im Vergleich zum US-Dollar (4% seit Jahresanfang) habe sich daher im März weiter fortgesetzt.

In diesem Umfeld habe der DAX einen leichten Abschlag von -0,3% verzeichnet. Ähnlich gewesen sei die Entwicklung mit -0,6% beim EURO STOXX 50. Der TecDAX habe hingegen mit +2,1% ein positives Monatsergebnis erzielen können, während der MDAX (-2,7%) wie auch der SDAX (-1,6%) nochmals Verluste hätten verbuchen müssen. Deutlich positiver gewesen sei die Entwicklung an den US-Börsen, wo der S&P 500 im abgelaufenen Monat um 3,6% und der NASDAQ 100 sogar um 4,2% hätten zulegen können.

Der APUS Capital Marathon Fonds habe im Berichtsmonat mit +2,0% im Vergleich zum stagnierenden Gesamtmarkt ein gutes Ergebnis erzielt. Der Fonds habe davon profitiert, dass sich langfristige Wachstumswerte zum Teil wieder von den spürbaren Korrekturen zum Jahresanfang erholt hätten. Damit habe der Fonds die im bisherigen Jahr entstandene negative Performance verringern können. Diese müsse allerdings auch vor dem Hintergrund des sehr guten Vorjahres (+28%) gesehen werden. Zudem weise der Fonds seit seiner Auflage im Oktober 2017 eine Performance von 43% auf, während der DAX im gleichen Zeitraum nur knapp 10% habe zulegen können.

Bei den Einzelwerten hätten insbesondere ALK Abelló, GTT, Siegfried Holding, Demant, Linde und Dassault Systèmes positiv zum Monatsergebnis beigetragen. Demgegenüber hätten Esker, Gerresheimer, Strix, Nexus, Medios und Worldline mit negativen Performancebeiträgen belastet.

Aufgrund eines Managementwechsels hätten die Experten von Aramea Asset Management ihr Engagement in CEWE Stiftung reduziert. Darüber hinaus hätten sie ihre Positionen in Gerresheimer und Wavestone vollständig aufgelöst. Demgegenüber hätten die Experten bei ALK Abelló, GTT und Össur Zukäufe vorgenommen. Neu ins Portfolio aufgenommen worden seien der Gesundheitssoftwareanbieter CompuGroup, das IT-Serviceunternehmen GFT, das finnische Technologieunternehmen Detection Technology sowie das Pharmaunternehmen Sanofi. Die liquiden Mittel des Fonds hätten zum Monatsende 29,5% des Fondsvolumens betragen.

Der anhaltende Krieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen auf zahlreiche Rohstoffmärkte, die damit einhergehende beschleunigte Inflation und zunehmende Befürchtungen über eine merkliche wirtschaftliche Abkühlung in Europa dürften kurzfristig die Stimmung an den Aktienmärkten belasten. Hinzu kämen weiter erhebliche Lieferprobleme aus Asien durch COVID-bedingte Lockdowns in China und absehbare Zinsanhebungen der Amerikanischen Zentralbank. Angesichts der nur schwer einschätzbaren Rahmenbedingungen würden sich zudem zahlreiche Unternehmen deutlich vorsichtiger zu ihren weiteren Aussichten äußern. Die Gewinnschätzungen der Analysten dürften damit weiter nach unten revidiert werden.

Vor diesem Hintergrund sähen die Experten von Aramea Asset Management aktuell noch keinen Grund von ihrer vorsichtigen Markteinschätzung abzuweichen. Sie würden daher ihre hohe Cash-Position beibehalten. Für eine Trendwende an den Aktienmärkten benötige es nach Meinung der Experten von Aramea Asset Management klare Anzeichen für eine Entspannung im Ukrainekrieg. Mittelfristig würden die Experten aber weiter optimistisch bleiben. Sollten sich die aktuellen geopolitischen und COVID-bedingten Belastungsfaktoren auflösen, dürfte sich das weltweite Wirtschaftswachstum deutlich beschleunigen, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Unternehmen, die in diesem Umfeld als Marktführer von langlaufenden Megatrends profitieren und über gute Margen und hohe Cashflows verfügen würden, sollten dabei zu den Gewinnern gehören. Die Experten von Aramea Asset Management sähen den APUS Capital Marathon Fonds mit seinem Fokus auf diese "Langläufer an den Börsen" daher weiter gut positioniert. (Stand vom 31.03.2022) (02.05.2022/fc/a/f)





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