db x-trackers LPX MM Private Equity ETF: Das Private-Equity-Geschäft lohnt sich - ETF-Analyse


24.03.14 09:35
Euro fondsxpress

München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" stellen in der aktuellen Ausgabe den db x-trackers LPX MM Private Equity ETF (ISIN LU0322250712 / WKN DBX1AN, thesaurierend) vor.

In den Boomjahren vor der Finanzkrise seien Blackstone und Co von Politikern in Deutschland als Heuschrecken gebrandmarkt worden, weil sie milliardenschwere Übernahmen weitgehend über eine höhere Verschuldung der gekauften Unternehmen finanziert hätten. In der Krise habe es manches Ziel der Heuschrecken zwar hart getroffen. Doch anders als von Politikern prophezeit, hätten viele Firmen ihre Schuldenlast gemeistert - und seien später profitabler an den Kapitalmarkt zurückgekehrt. Die Unternehmen aus den Top Ten der Branche hätten ihre Gründer inzwischen zu breit aufgestellten Finanzriesen ausgebaut, die häufig börsennotiert seien.

Mit sehr hohen Kapitalrenditen von zum Teil mehr als 25 Prozent seien Aktien von Firmen wie Apollo Global Management, Blackstone, Cerberus oder KKR inzwischen zu Favoriten der Anleger geworden. Ein wesentlicher Grund der hohen Renditen seien übrigens die beispielsweise im Vergleich zu Investmentbanken deutlich geringeren regulatorischen Auflagen. Die großen, meist amerikanischen Konzerne seien dank ihrer Finanzkraft längst auf Augenhöhe mit Investmentbanken - und würden kräftig mitmischen in der Hochfinanz.

Derzeit würden die Gesellschaften Nutzen aus der prekären Lage vieler europäischer Kreditinstitute ziehen und diesen vor dem Bankenstresstest im großen Stil faule Kredite abkaufen. Aktuell würden etwa die US-Finanzinvestoren Cerberus und KKR mit der Bank Intesa Sanpaolo und Unicredit aus Italien verhandeln.

Wo Unternehmen stark unter Druck seien, würden Helfern meistens hohe Renditen winken. Bei Apollo und Blackstone gelte das derzeit auch für das Geschäft der Reeder. Überkapazitäten bei Schiffen und faule Kredite in der Finanzierung hätten die Situation verschärft.

Als gut bezahlter Retter in der Not habe Apollo mit der Hamburger Reederei Rickmers eine Firma zum Kauf gebrauchter Containerschiffe gegründet. Im Beteiligungsgeschäft habe Blackstone einen Anteil am Modeimperium Versace ergattert. Für 150 Millionen Euro hätten die Amerikaner der Gründerfamilie ein Fünftel der Firma abgekauft.

Die hohe Profitabilität sei ein starker Magnet für das Kapital langfristig orientierter Investoren wie Pensionsfonds. 2013 hätten die Finanzinvestoren von Institutionellen nach Zahlen des Marktforschers Prequin die gewaltige Summe von 440 Milliarden Dollar eingesammelt. 18,5 Milliarden Dollar habe allein Apollo für den größten Beteiligungsfonds der Branche gewonnen - binnen zehn Monaten.

Bleibe das Börsenumfeld trotz der gegenwärtig aufflammenden Unsicherheit gut, könnten Finanzkonzerne noch viel liefern. Das IPO-Potenzial der Branche werde - dank umfangreicher Beteiligungen - auf 575 Milliarden Dollar geschätzt.

Die Private-Equity-Titel seien zwar schon gut gelaufen. Gleichwohl seien die Bewertungen immer noch moderat. Daher dürften sie sich bei normaler Börsenlage auch weiter gut entwickeln. Der ETF von db X-trackers ist mit 25 Titeln breit gestreut und ein guter Einstieg in die boomende Branche, so die Experten von "Euro fondsxpress". (Ausgabe 12 vom 21.03.2014) (24.03.2014/fc/a/e)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
59,2499 € 59,3929 € -0,143 € -0,24% 27.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0322250712 DBX1AN 73,98 € 38,52 €