db x-trackers FTSE All-Share UCITS ETF: Inselaktien auf dem Vormarsch - ETF-Analyse


07.04.15 10:27
Euro fondsxpress

München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" stellen den db x-trackers FTSE All-Share UCITS ETF (DR) (ISIN LU0292097747 / WKN DBX1FA) als ETF der Woche vor.

Tate Modern, Tower Bridge oder Piccadilly Circus: London sei reich an Attraktionen und verdiene mit Touristen viel Geld. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres hätten Besucher der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs fast neun Milliarden Pfund ausgegeben - ein neuer Rekordwert. Die Summe dürfte in diesem Jahr noch einmal übertroffen werden.

Im Februar habe die Inflationsrate null Prozent betragen. Stagnierende Lebenshaltungskosten habe es zuletzt in den 60er-Jahren gegeben. Die Teuerungsrate könnte kurzfristig sogar noch weiter fallen. Notenbankchef Mark Carney spüre daher keinen Handlungsdruck. Statt wie zunächst gedacht werde die Bank of England wohl nicht in diesem, sondern erst frühestens Anfang kommenden Jahres den seit März 2009 bei 0,5 Prozent stehenden Leitzins anheben. Der Aufschub wecke Kursfantasie für britische Aktien.

Um dabei zu sein, biete sich etwa der FTSE-All-Share-Index an. Er spiegele die Wertentwicklung aller Unternehmen mit Sitz in Großbritannien wider. Das seien der FTSE 100, der FTSE 250 und der FTSE Small Cap. Sie würden zusammen den FTSE-All-Share-Index bilden. Somit habe er nicht nur die globalen, sondern auch die lokalen Unternehmen im Depot. Zum Beispiel Greggs: Die Bäckereikette, die in ihren über 1.600 Läden "food on the go" anbiete, habe nach der Umstellung auf "gesunde Produkte" voriges Jahr den Gewinn um 41 Prozent gesteigert. Der Aktienkurs habe sich um 130 Prozent verbessert.

Im Index gelistet sei auch Domino's Pizza Group. Die Pizza-Lieferservice-Kette wolle den Gewinn in diesem Jahr um 60 Millionen und im kommenden Jahr um 70 Millionen Pfund steigern. Das wecke den Appetit der Investoren. In den vergangenen sechs Monaten sei die Aktie um 42 Prozent geklettert.

Die beiden Unternehmen würden von der gestiegenen Konsumlust der Briten profitieren. Niedrige Zinsen, zunehmende Jobsicherheit und anziehende Gehälter würden die Sorge der Verbraucher vermindern, Schulden nicht bezahlen zu können. Laut PricewaterhouseCoopers werde die durchschnittliche Verschuldung der Privathaushalte von derzeit 9.000 auf 10.000 Pfund im kommenden Jahr zunehmen - Geld, das nicht nur für Essen und Trinken ausgegeben werde.

Auch der Händler von Luxusautomobilen, Inchcape, sowie der Hausbauer Bellway würden steigende Umsätze melden und würden von Analysten zum Kauf empfohlen. Den Chancen stünden aber auch Risiken gegenüber. Anfang Mai würden in Großbritannien Parlamentswahlen stattfinden. Sollten die konservativen Torys dann weiter die Regierung stellen, wolle Premier David Cameron bis 2017 ein Referendum über den EU-Verbleib abhalten. Die Unsicherheit über den Ausgang der Abstimmung dürfte immer wieder Schwankungen auslösen.

Derzeit aber führe die Labour Party noch mit einem kleinen Vorsprung. Und die habe keine Ambitionen, die EU zu verlassen.

Die Wahlen in Großbritannien würden noch ein Restrisiko bergen. Jedoch performt der UK-Markt meist gut, sodass Langfristanleger nicht viel falsch machen können, so die Experten von "Euro fondsxpress". (Ausgabe 14 vom 02.04.2015) (07.04.2015/fc/a/e)





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