WvF Strategie-Fonds Nr. 1 03/09-Bericht


17.04.09 11:59
Wilhelm von Finck AG

Grasbrunn (aktiencheck.de AG) - Wie die Wilhelm von Finck AG als Anlageberater berichtet, verfolgt der WvF Strategie-Fonds Nr. 1 (ISIN DE000DWS0TS9 / WKN DWS0TS) einen dynamischen Core-Satellite-Ansatz.

Das Core Investment werde durch ein klassisches Aktien-Anleihen-Portfolio dargestellt und bilde den Schwerpunkt der Fondsstrategie ab. Die Satelliten würden diese Grundstrategie erweitern und aktuell insbesondere Investments aus den Bereichen Rohstoffe, Derivate und Absolute Return umfassen. Die Strategie werde in den Satelliten hauptsächlich über Investmentfonds abgebildet. Zudem würden Zertifikate sowie Hedgefonds selektiv eingesetzt. Die Investmententscheidungen hinsichtlich Gewichtung der Assetklassen und der Anlagevehikel würden von der Wilhelm von Finck AG regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst (dynamische Asset-Allokation).

Die Kursanstiege im Aktienmarkt hätten sich auch in der Performance des WvF Strategie-Fonds Nr. 1 positiv niedergeschlagen. Da die Experten im aktuellen Umfeld lediglich von einer zwischenzeitlichen Erholung ausgehen würden, hätten sie den Anstieg genutzt, um weitere Reverse Bonus-Zertifikate aufzubauen.

Auf der Aktienseite seien im März nur wenige Transaktionen durchgeführt worden. Die Experten hätten mit der dänischen Novo Nordisk den Weltmarktführer im Bereich Diabetes und der Produktion von Insulin zugekauft. Als Sondersituation hätten sie den Immobilienbestandshalter GAG Immobilien mit einer kleinen Position ins Portfolio aufgenommen. Die Positionen RWE Vorzüge, Austrian Airlines und Swiss Re seien leicht erhöht worden. Die Position BASF sei nach schlechten Unternehmensnachrichten komplett verkauft worden.

Im letzten Bericht hätten die Experten von dem Übernahmeangebot von Roche (zu ursprünglich geplanten 86,50 USD) für Genentech berichtet. Da der Wert kurz darauf über 87 USD gestiegen sei, hätten sich die Experten entschlossen, vor Ablauf der Annahmefrist am Markt zu verkaufen. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang der Aktie hätten sie den Wert Anfang März zu 83,17 USD wieder ins Portfolio genommen. Mittlerweile sei das Übernahmeangebot zweimal aufgestockt worden, sodass sie die Aktie letztendlich zu 95 USD hätten andienen können.

Auf der Anleiheseite seien im März die hohen Renditespreads bei supranationalen Emittenten - wie KfW und EIB - genutzt worden, um Positionen weiter aufzustocken. Vereinzelt hätten die Experten Euro-Peripherie-Emittenten - wie Österreich oder Griechenland - ins Portfolio genommen. Bei Unternehmensanleihen hätten sich die Experten zurückhaltend verhalten und nur eine kleine Position in einer Volkswagen-Anleihe aufgebaut. Im Segment der inflationsindexierten Anleihen hätten sie sich aufgrund des im März 2009 zu beobachtenden negativen Carrys zurückgehalten. Dennoch würden sie die aktuellen Inflationstendenzen sehr genau verfolgen, insbesondere vor dem Hintergrund der milliardenschweren Rettungs- und Unterstützungsmaßnahmen von Notenbanken und Regierungen weltweit.

Im Rohstoffbereich sei das bisherige, passive Rohstoffinvestment im Pioneer AIG Commodities durch eine Investition in den DB X-Tracker DBLCI-Optimum Yield ersetzt worden. Dieser ETF bilde die Performance von 14 einzelnen Rohstoffen ab. Zudem werde durch die Optimum Yield Methode versucht, die derzeit im Markt vorherrschenden, negativen Rollrenditen zu minimieren.

Im Bereich Absolute Return sei der Geldmarktfonds DWS Institutional Money zugunsten der Anleihenkäufe komplett verkauft worden.

Bei der Beurteilung der weltweiten Konjunkturlage hätten sich die letzten Monate nur marginale Verschiebungen ergeben. Vor allem das Wirtschaftswachstum in Europa werde mit Blick auf die schwachen Exportaussichten im ersten Halbjahr deutlich zurückgehen. Die Tendenz zu niedrigen Kapitalmarktrenditen bleibe somit gut unterstützt. Etwas Sorge bereite den Marktteilnehmern die Emissionsflut von Staatsanleihen, was zu steigenden Renditen führen könnte.

Auf der anderen Seite würden mittlerweile immer mehr Notenbanken am Sekundärmarkt aktiv und hätten dafür gesorgt, dass mögliche Renditeanstiege bisher immer nur temporärer Natur gewesen seien. Die Experten der Wilhelm von Finck AG rechnen vorerst mit einem Pendeln der Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen zwischen 2,8% und 3,3%. Im aktuell schwachen konjunkturellen Umfeld würden sich die Renditeaufschläge der Euroländer, der supranationalen Emittenten und der Pfandbriefe nicht wesentlich ändern.

Im Segment der Unternehmensanleihen werde zunehmend differenziert. Die Experten würden in erster Linie das Segment der supranationalen Emittenten, der Euro-Peripherie-Länder und der Pfandbriefe ausbauen. Bei den bevorstehenden ersten Quartalszahlen im Jahr 2009 würden sie von einem leicht positiven Ergebnis für den Finanzsektor ausgehen. Aufgrund der schlechten volkswirtschaftlichen Vorgaben sei von weiteren Ergebnisrückgängen in den Nicht-Finanzsektoren auszugehen. Hier werde es wohl zu weiteren Anpassungen der Analystenschätzungen für das Gesamtjahr 2009 kommen müssen. Für eine signifikante Erhöhung des Aktienanteils gebe es für die Experten aktuell noch nicht genügend gute Argumente. (Ausgabe März 2009) (17.04.2009/fc/a/f)






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