UniEuroRenta High Yield-Fonds: Q1/2016-Bericht, Casino und Anglo American erworben - Fondsanalyse


18.04.16 10:56
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Entwicklung am Markt für europäische hochverzinsliche Industrieanleihen (High Yield) verlief im ersten Quartal 2016 zweigeteilt, so die Experten von Union Investment in ihrem Kommentar zum UniEuroRenta High Yield-Fonds (ISIN DE0009757831 / WKN 975783).

Zunächst seien bis in den Februar hinein merkliche Verluste zu verbuchen gewesen. Auf Indexebene (BofA Merrill Lynch BB−B Euro High Yield-Non Financial Index, HEAG) habe der Gesamtmarkt 3,3 Prozent abgegeben. Gleichzeitig hätten sich die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) merklich um 100 auf 540 Basispunkte ausgeweitet. Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung in China und den USA sowie der stark rückläufige Ölpreis, der viele Öl-Unternehmen belastet habe, hätten für einen schwachen Jahresauftakt gesorgt. Es seien auch deutliche Mittelabflüsse aus dem Bereich zu verzeichnen gewesen.

Mit der Bekanntgabe besserer Wirtschaftsdaten im Februar sei eine Markterholung einhergegangen. Hierzu habe im März auch die Europäische Zentralbank (EZB) beigetragen, die neben weiteren geldpolitischen Maßnahmen ab Mitte des Jahres auch Unternehmensanleihen ankaufen werde. Der Ankauf werde zwar nur europäische Industrieanleihen mit Rating Investment Grade umfassen. Die Ankündigung habe jedoch alle risikoreicheren Assetklassen und somit auch High Yield-Papiere unterstützt. In der Folge seien die Risikoprämien von in der Spitze 540 auf zuletzt 401 Basispunkte zurückgefallen. Der Gesamtmarkt sei letztlich mit einem Plus von 2,1 Prozent aus dem Handelsquartalgegangen.

Eher enttäuschend habe sich der Primärmarkt gezeigt. Im Gegensatz zum Bereich Investment Gerade seien deutlich weniger neue Papiere platziert worden. Teils seien die Emissionen sehr teuer gewesen und hätten sich im folgenden Handel auch sehr unterschiedlich entwickelt.

Mit Blick auf das Portfolio habe das Management dem holprigen Jahresauftakt geschuldet zunächst einige Risikopositionen vermindert. Mit der Markterholung einhergehend sei dann ab Februar durch Umschichtungen die offensive Ausrichtung wieder erhöht worden. Teilabsicherungen des Portfolios seien in erster Linie auf Indexebene über den iTraxx Crossover erfolgt. Am Primärmarkt hätten die Experten u. a. ausgesuchte Titel wie thyssenkrupp, HeidelCement und Moby gezeichnet. Zudem seien Papiere der kürzlich aus dem Bereich Investment Grade in das High Yield-Segment herabgestuften Unternehmen Casino und Anglo American erworben worden. (Stand vom 31.03.2016) (18.04.2016/fc/a/f)





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