UniEuroRenta-Fonds: 06/2019-Bericht, italienische Anleihen etwas aufgestockt - Fondsanalyse


13.08.19 15:06
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Europäische Staatsanleihen entwickelten sich in den vergangenen drei Monaten ausgesprochen freundlich, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniEuroRenta.

Für Rückenwind hätten mehrheitlich schwache Konjunkturdaten und ein geringer Inflationsdruck gesorgt. Als größte Stütze habe sich aber die Geldpolitik der großen Notenbanken erwiesen. Nachdem sich sowohl die US-Notenbank FED als auch die Europäische Zentralbank (EZB) zunächst gegen Zinserhöhungen ausgesprochen hätten, hätten die Währungshüter zum Ende des Berichtszeitraums sogar Zinssenkungen in Aussicht gestellt. Zwischenzeitlich habe sich der Handelsstreit zwischen China und den USA überraschend zugespitzt und für Verunsicherung gesorgt. Kernanleihen aus dem Euroraum hätten daher auf Indexebene Kursgewinne in Höhe von 2,7 Prozent verbucht.

Doch auch Peripherieanleihen seien gefragt gewesen. Auf der Suche nach Rendite hätten viele Anleger insbesondere bei Papieren aus Griechenland zugegriffen. Gute Nachrichten seien auch aus Portugal gekommen. Dort habe sich der Ratingausblick von stabil auf positiv verbessert. Volatil, in Summe aber ebenfalls freundlich, hätten Papiere aus Italien tendiert. Zwischenzeitlich sei es im Umfeld der Europawahlen aufgrund allerhand kostspieliger Wahlversprechen zu Verwerfungen gekommen. Die Suche der Anleger nach Rendite und die Aussicht darauf, dass die EZB womöglich sogar das Ankaufprogramm wiederbeleben könnte, hätten letztlich alle Peripherieanleihen auf Indexebene um 4,5 Prozent steigen lassen. In Summe bedeute dies, gemessen am iBoxx - Sovereigns Index, ein Plus von 3,4 Prozent.

Das Fondsmanagement habe dem freundlichen Marktumfeld Rechnung getragen und den Fonds im Berichtszeitraum etwas offensiver ausgerichtet. Zu unseren Favoriten gehörten Unternehmensanleihen, so die Experten von Union Investment. Pfandbriefe und Papiere von staatsnahen Emittenten hätten die Experten von Union Investment hingegen gemieden. Innerhalb der Staatsanleihen hätten sie auf Titel aus den Peripherieländern gesetzt, insbesondere aus Portugal und Spanien. Italienische Papiere seien zunächst in Stärke veräußert worden. Während der Europawahlen seien die Experten von Union Investment zudem vorsichtig geblieben und hätten den Anteil an Bundesanleihen erhöht. In den letzten Wochen seien italienische Anleihen wieder etwas aufgestockt worden. Die Experten hätten sich immer wieder an attraktiven Neuemissionen beteiligt. Vorerst würden sie nicht mit steigenden Renditen rechnen. (Stand vom 30.06.2019) (13.08.2019/fc/a/f)




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