UniEuroAktien-Fonds: Q3/2019-Bericht, Aktien von BMW erworben - Fondsanalyse


16.10.19 14:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die europäischen Aktienmärkte verbuchten im dritten Quartal 2019 Gewinne, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniEuroAktien.

Der EURO STOXX 50-Index habe ein Plus von 2,8 Prozent verzeichnet, der marktbreite STOXX Europe 600-Index habe 2,2 Prozent hinzugewonnen. Auf politischer Ebene sei einiges in Bewegung gekommen, was für Schwankungen an den Börsen gesorgt habe. Theresa May sei als britische Premierministerin zurückgetreten und der Brexit-Befürworter Boris Johnson sei ihr Nachfolger geworden. In Großbritannien stünden die Zeichen nun auf Neuwahlen. In Italien habe die Lega die Regierungskoalition aufgekündigt. Wenig später habe sich die Partei nach der Einigung der 5-Sterne-Bewegung auf eine neue Koalition mit dem Partito Democratico auf der Oppositionsbank wiedergefunden.

Von geldpolitischer Seite seien positive Impulse gekommen: Die Europäische Zentralbank habe auf der jüngsten Sitzung den Einlagenzins auf minus 0,5 Prozent gesenkt, ein Staffelzinssystem für Banken eingeführt und ein neues Anleihekaufprogramm angekündigt. Dagegen habe das sich eintrübende konjunkturelle Umfeld die Börsen belastet. Beim Thema Handelsstreit hätten sich im zurückliegenden Quartal Phasen der Entspannung und der Eskalation abgewechselt.

Im Fonds hätten die Experten die Bestände in Daimler verkauft und im Gegenzug Aktien von BMW erworben. Die anhaltende Schwäche im Ölmarkt habe zu Verkäufen bei den Ölkonzernen Repsol und GALP geführt. Dagegen hätten die Experten eine Position im Öl- und Gasunternehmen OMV aufgrund seiner guten Positionierung im Downstream-Geschäft aufgebaut.

Nach erneut schwachen Zahlen und sich verstärkenden Problemen im Kreditgeschäft hätten die Experten die Bestände in ING Groep reduziert. Dafür hätten sie das besser positionierte Finanzunternehmen KBC Group ins Portfolio aufgenommen. Die Bestände im Immobilienkonzern Unibail-Rodamco-Westfield hätten die Experten aufgrund der anhaltenden Schwäche im Einkaufszentren-Segment komplett abgebaut. Dagegen sei eine Position im Wohnungsunternehmen Vonovia eröffnet worden. Darüber hinaus hätten die Experten weitere Aktien von UPM-Kymmene gekauft.

Mit einem weiter abflachenden Wirtschaftswachstum und fortgesetzten politischen Spannungen dürfte das Umfeld für europäische Aktien in den kommenden Monaten anspruchsvoll bleiben. (Stand vom 30.09.2019) (16.10.2019/fc/a/f)






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