StarCapital Long/Short Allocator Fonds: Gegen den Strom in der Krise - Gewichtung von Energietiteln verfünffacht


01.12.20 11:30
StarCapital

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Auf Titel zu setzen, die der breite Markt nicht oder noch nicht im Blick hat, erfordert ein gewisses Maß an Mut, so die Experten von StarCapital.

Antizyklisches Anlegen funktioniere auch in Krisenzeiten, so z.B. im Energiesektor. "Energietitel waren für antizyklische Trades prädestiniert. Kaum jemand am Markt wollte Ölaktien haben, sie waren unbeliebt, unterbewertet und untergewichtet", verdeutlicht Simon Westendorf, der beim Oberurseler Vermögensverwalter StarCapital den Multi-Asset-Fonds Long/Short Allocator mitsteuere.

Eine wichtige Rolle beim antizyklischen Investieren spiele aber auch das Timing: Werde zu früh gekauft, würden hohe (temporäre) Verluste drohen. Würden Anleger zu lange abwarten, würden sie einen großen Teil der Aufwärtsbewegung verpassen. "Wir orientieren uns u.a. am Konjunkturverlauf, weil das Auf und Ab der Wirtschaft mittelfristig die Energiepreise bestimmt. Ende September gab es erste Momente für eine vorsichtige Positionierung im spanischen Branchenvertreter Repsol, als sich die Frühindikatoren des verarbeitenden Gewerbes für mehrere Monate mit einem Wert über der 50-Punkte-Marke stabilisiert hatten und weltweit Wachstum signalisierten".

"Zunächst sind die Öltitel weiter gefallen", blicke Westendorf zurück, "doch dies ist grundsätzlich kein Problem, da man als Antizykliker häufig zu früh im Markt ist." Größere Engagements in den europäischen Marktführern Royal Dutch und Total sowie den US-Giganten Chevron und Exxon Mobil sei er dann ab Anfang November schrittweise eingegangen, als die ersten positiven Nachrichten von der Impfstoff-Front über die Ticker gelaufen seien und sich die Anzeichen für eine Konjunkturerholung weiter verdichtet hätten. Grund genug, den Anteil der Energietitel im Long/Short Allocator-Fonds innerhalb nur weniger Wochen um den Faktor 5 zu erhöhen.

Für die nötige Liquidität seien Teilgewinne bei sehr gut gelaufenen Aktien wie Visa und dem chinesischen Elektronik-Hersteller Xiaomi realisiert worden. Auch die im Frühjahr gekaufte TeamViewer sei mit über 60% Kursgewinn wieder veräußert worden, um Kasse für die neuen Zukäufe zu schaffen. Der Einstieg in die Ölbranche habe sich ausgezahlt: In den ersten drei Novemberwochen hätten sich beispielsweise die Anteilscheine von Repsol und Royal Dutch um rund 60 bzw. 40 Prozent verteuert.

Nachkäufe von den kürzlich wieder unbeliebt gewordenen Edelmetallen und (Gold-)Minenbetreibern hätten sich hingegen noch nicht ausgezahlt. Von diesen sei Westendorf jedoch langfristig weiterhin überzeugt, da sie Investoren einen guten Inflationsschutz bieten und von steigender Nachfrage an den Rohstoffmärkten profitieren würden.

"Der Investment Case für Energie und auch Rohstofftitel wie Kupferminen ist auf keinen Fall zu Ende", sei Simon Westendorf überzeugt. Repsol etwa sei von knapp 15 Euro Ende 2019 auf gut 5 Euro Ende Oktober 2020 gefallen. Der Anstieg auf über 8 Euro sei zwar beträchtlich, die Aktie verfüge nach Ansicht des Fondsmanagers aber dennoch über ein zusätzliches Potenzial von 50 bis 60 Prozent. Hierfür spreche u.a. auch die aktuell noch sehr hohe Dividendenrendite von knapp 10 Prozent. "Kurzfristig sind viele der unbeliebten Aktien deutlich gestiegen. Entsprechend hoch ist die Gefahr für einen temporären Rückschlag. Wir werden erneute günstige Einstiegsgelegenheiten nutzen, um unsere Einkaufstour fortzusetzen". (01.12.2020/fc/a/f)





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