SPI Bangladesh-Fonds: Interessant für Entdecker - Fondsanalyse


23.06.14 10:26
Euro fondsxpress

München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe den SPI Bangladesh-Fonds vor.

Bangladesch gehöre für Goldman Sachs zu den "Next Eleven", und J.P. Morgan zähle das asiatische Land zu den "Frontier Five"-Ländern. Dies belege, dass das Land am Ganges-Delta auf dem aufsteigenden Ast sei. Für Christian Forthuber, Gründer von SwissPro Invest, habe das Land strategische Vorteile. Dies habe ihn veranlasst, vor gut einem Jahr den ersten aktiv gemanagten Bangladesch-Fonds aufzulegen.

Bislang seien ihm leider noch nicht so viele Anleger gefolgt, der Fonds habe erst 2,3 Millionen US-Dollar eingesammelt. Die Wachstumschancen seien nicht nur für den Fonds gut. "In den vergangenen Jahren ist das Land im Schnitt um sechs Prozent real gewachsen, und dieses Wachstum wird sich in den kommenden Jahren noch beschleunigen", sage Forthuber. Für dieses Jahr seien 6,5 Prozent prognostiziert.

Ein Grund für das Wachstum sei die mit durchschnittlich 24 Jahren sehr junge Bevölkerung und der Urbanisierungstrend. 2010 hätten 25 Prozent in den Städten gewohnt, 2015 sollten es bereits 35 Prozent sein. Das helfe bekanntlich der Bau- und Serviceindustrie. Überdies habe Forthuber festgestellt, dass die Börse als eine der ganz wenigen noch unkorreliert zu allen anderen Märkten sei.

Zudem beobachte Forthuber, dass Bangladesch durch seine Nähe zu China als neuer günstiger Produktionsstandort der Chinesen entdeckt werde. Denn die Löhne seien im Vergleich zum chinesischen Hinterland nur etwa halb so hoch. "Die Bekleidungsindustrie ist der größte Exportsektor, aber auch Fische, Jute, Leder und Pharmaprodukte gehören zu den Exportschlagern", sage der Experte. In seinem Fonds setze er auf aktuell 28 Titel. Finanzwerte habe er untergewichtet. Forthuber konzentriere sich lieber auf Branchen, die vom steigenden Binnenkonsum profitieren würden.

Der SPI Bangladesh-Fonds ist ein interessanter Fonds für Entdecker, der aber leider erst wenig Volumen aufweist, so die Experten von "Euro fondsxpress". (Ausgabe 25 vom 20.06.2014) (23.06.2014/fc/a/f)