Neuer ETF auf Green Bonds: Franklin Liberty Green Bond ETF - ETF-Analyse


06.06.19 16:01
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Experten von Franklin Templeton stellen den neuen Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF vor.

Laut Berechnungen der Internationalen Energieagentur seien zur Erreichung der Klimaziele 2035 weltweit Investitionen von insgesamt rund 53 Billionen US-Dollar nötig. Da diese Summe von den Staaten nicht alleine gestemmt werden könne, sei eine Beteiligung institutioneller und privater Investoren erforderlich. Einen wichtigen Beitrag könnten dazu Green Bonds - grüne Anleihen - leisten. Green Bonds seien Kapitalmarktinstrumente zur Finanzierung von klima- und/oder umweltfreundlichen Projekten.

Privatanleger, die sich für Green Bonds interessieren würden und nicht direkt in einzelne Anleihen hätten investieren wollen, hätten bis dato nur auf eine eher überschaubare Anzahl von Anlageprodukten zugreifen können. Vor allem ETFs seien Mangelware gewesen. Franklin Templeton möchte dies ändern und habe daher am 29. April Europas ersten aktiv gemanagten Green Bond Exchange Traded Funds (ETF) aufgelegt.

Der Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF investiere mindestens 70 Prozent seines Nettoinventarwertes in Anleihen, die in die Kategorie "Green Bonds" fallen würden. Das restliche zur Verfügung stehende Vermögen werde in Anleihen investiert, deren Emittenten nachweisen könnten, dass ihr Kerngeschäft den Übergang in eine kohlenstoffarme Zukunft unterstützt und bestimmte Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien erfüllt würden. Die meisten Anleihen würden auf europäische Währungen lauten. Ziel sei es, ein Engagement am Green-Bond-Markt in Europa zu ermöglichen und dabei die Gesamtrendite zu maximieren.

Das Team um Portfoliomanager David Zahn verfüge über eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich. Bereits seit 2014 würden die vom Team verwalteten Portfolios grüne Anleihen halten. Um festzustellen, ob ein Wertpapier und der dazugehörige Emittent die nötigen Kriterien und Standards erfüllen würden, komme ein strenger Auswahlprozess zum Einsatz. Die Bewertung der Wertpapiere erfolge sowohl nach dem Top-down- als auch nach dem Bottom-up-Verfahren. Besonders im Fokus stünden dabei die Herkunft, die Währung, die Zinskurve, die Volatilität, die Verschuldung sowie Nachhaltigkeitskriterien.

Aktiv gemanagte ETFs würden gegenüber traditionellen ETFs, die in der Regel einen Index abbilden würden, Vorteile bieten. So würden die Fondsmanager über die Flexibilität verfügen, eine Reihe von Anlagemöglichkeiten über die Benchmark hinaus zu verfolgen. Durch die Sektor- und Titelauswahl sowie die Über- beziehungsweise Untergewichtung einzelner Positionen würden sie versuchen, eine Mehrrendite zu erzielen. Zusätzlich könne ein aktives Laufzeitenmanagement helfen, die Risiken zu minimieren. (06.06.2019/fc/a/e)






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