Mischfonds im Test: Kleine Drawdowns - gute Noten - Fondsanalyse


24.01.14 09:07
FundResearch

München (www.fondscheck.de) - Berater, deren Kunden ihr Geld langfristig anlegen wollen, sollten die Kennzahl Maximum Drawdown beachten, so die Experten von "FundResearch".

Sie werde historisch gemessen und stelle den maximalen kumulierten Verlust innerhalb einer betrachteten Periode dar. Vereinfacht gesagt: Die Strecke vom Höchststand zum Tiefststand eines bestimmten Zeitraums. Die Kennzahl sage einiges zum Risikohunger des Fondsmanagers.

Die FondsNote wiederum messe neben Performance- und Risikokennzahlen zu 30% auch qualitative Kriterien. Sie erlaube damit - natürlich nur in geringem Umfang - auch einen Blick auf die Gegenwart und künftig zu erwartende Reaktionen der Manager (vgl. www.fondsnote.de). Die Peergroup "Mischfonds Aktien+Anleihen/Welt" des FINANZEN FundAnalyzer (FVBS) umfasse stattliche 570 Produkte. Insgesamt seien 17 Produkte mit der FondsNote 1 bewertet worden. Hier lohne es sich also, einen Test zu starten.

Den niedrigsten Maximum Drawdown eines FondsNote-1-Mischfonds, weise der Fonds für Stiftungen Invesco. Die Fondsmanager Manuela von Ditfurt und Robert Neilson hätten es geschafft, in fünf Jahren den maximalen Verlust auf 2,52 Prozent zu begrenzen - bei einer Wertentwicklung von kumuliert 23,4 Prozent, der geringsten des Rankings.

Derzeit sei der Fonds in etwa 50:50 in Anleihen und Aktien investiert. Ein Drittel des Portfolios bestehe aus deutschen Titeln, knapp 23 Prozent aus US-amerikanischen. Die Sharpe Ratio des rund 25 Millionen Euro großen Fonds betrage 0,72. Unter den 17 top-bewerteten Fonds sei sie die geringste. Nur noch zwei weitere lägen unter 1,00. Berater sollten sich von dem Namen des Fonds nicht irritieren lassen. Selbstverständlich könnten auch Privatanleger in den Fonds investieren. Als defensiver Mischfonds biete sich das Produkt aber vor allem für Stiftungen an.

Mit einem Maximum Drawdown von 3,24 Prozent komme der ACATIS ELM Konzept auf Platz 2. Mit einem Volumen von 15,3 Millionen Euro sei es der kleinste Fonds mit FondsNote 1. In den vergangenen fünf Jahren sei es für Fondsmanager Hendrik Leber um 36,5 Prozent nach oben gegangen.

Die Volatilität sei mit 4,06 Prozent die geringste der 17 Fonds. Die Sharpe Ratio von 1,29 sei die vierthöchste. 21,8 Prozent des Portfolios würden Anleihen ausmachen. 16,4 Prozent investiere Leber in Aktien. Zertifikate und Vorzugsaktien seien ebenfalls allokiert. Auf Länderebene sei Deutschland mit 52 Prozent am stärksten gewichtet.

Der Julius Bär Strategy Balanced schließe das Treppchen ab. Sein kumulierter Maximalverlust der vergangenen fünf Jahre betrage 5,01 Prozent. Dem gegenüber stehe eine Wertentwicklung von 52,8 Prozent. Zudem sei er vergleichsweise schwankungsarm.

Die Volatilität betrage lediglich 5,20 Prozent. Die Sharpe Ratio von 1,48 sei - gemeinsam mit zwei anderen Fonds - die höchste der FondsNote-1-Mischfonds. Das 280 Millionen Euro große Fondsvolumen investiere Fondsmanagerin Sara Schwager zu jeweils knapp der Hälft auf Aktien und Anleihen verteilt. Nahezu das komplette Portfolio bestehe aus US-amerikanischen Papieren.

Rang vier für Sarasin: Der Sarasin Global Return (ISIN LU0068337210 / WKN 986334) scheitere nur knapp am Treppchen. Sein Maximum Drawdown betrage 5,06 Prozent. Fondsmanager Dominque Ehrbar verwalte ein Vermögen von gut 27 Millionen Euro. Über fünf Jahre erreiche er ein Plus von kumuliert 28,2 Prozent. Die Volatilität betrage 4,88 Prozent, die Sharpe Ratio 0,80.

Rund 70 Prozent des Portfolios bestünden aus Rententiteln. Aktien würden knapp ein Viertel ausmachen. Der Rest entfalle auf Rohstoffe. Für Anleger sei der Fonds recht teuer. Die Gesamtgebühren würden sich auf 2,16 Prozent belaufen. Von den 17 Fonds mit FondsNote 1 sei er der teuerste. Nur ein weiteres Produkt weise eine Total Expense Ratio von über zwei Prozent auf, der Rest liege darunter.

Platz fünf gehe an den BHF Flexible Allocation FT (ISIN LU0319572730 / WKN A0M003) von Frankfurt Trust. Manfred Schlumberger und sein Team würden auf einen kumulierten maximalen Verlust von 6,62 Prozent in den vergangenen fünf Jahren kommen. Im Gegenzug hätten sie mit einem Plus von 69,3 Prozent im selben Zeitraum jedoch die beste Performance dieser Top-5 erzielt. Die Volatilität von 6,71 Prozent liege im guten Durchschnitt der Note-1-Fonds.

Mit dem Julius Bär-Fonds teile sich Schlumberger Platz eins bei den Sharpe Ratios. Auch er komme auf 1,48. Etwa mehr als 70 Prozent des 363 Millionen Euro großen Fondsvolumens investiere der Fondsmanager in Aktien. Fonds würden 9,4 Prozent des Portfolios ausmachen, Renten 7,1 Prozent. (Ausgabe vom 23.01.2014) (24.01.2014/fc/a/f)





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