Metzler Aktien Europa AR-Fonds: Q3/2018-Bericht, Wertrückgang von 7,90% - Fondsanalyse


09.11.18 10:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Aktien Europa AR-Fonds strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Bei den für den Fonds erwerbbaren Wertpapieren handle es sich überwiegend (zu mindestens 51%) um Aktien europäischer Emittenten. Daneben sei auch der Erwerb von verzinslichen Wertpapieren, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikaten und in Wertpapieren verbrieften Finanzinstrumenten europäischer Emittenten möglich. Mindestens 51% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt.

Derivate könnten sowohl zur Absicherung als auch zur Ertragssteigerung eingesetzt werden. Ein Derivat sei ein Finanzinstrument, dessen Wert - nicht notwendig eins zu eins - von der Entwicklung eines oder mehrerer Basiswerte wie z.B. Wertpapieren oder Zinssätzen abhänge.

Die europäischen Aktienmärkte hätten das dritte Quartal per Saldo im Plus abgeschlossen. Während die Kurse zu Beginn des Quartals deutlich gestiegen seien, habe sich gegen Ende des Quartals die Volatilität deutlich erhöht. Die Anleger hätten steigende Zinsen sowie politische Risiken wie den Brexit, die italienische Haushaltspolitik oder einen Handelskrieg zwischen den USA und China gefürchtet. Der Fonds habe im Quartal um 1,55% zugelegt und damit leicht besser abgeschnitten als seine Benchmark STOXX Europe 600 (1,26%).

Auf Sektorebene hätten Handel, Finanzdienstleistungen und Versicherungen überzeugt. Der Fonds habe dabei von der Übergewichtung und Stockpicking im Sektor Finanzdienstleistungen und von der leichten Übergewichtung bei Öl- und Gas profitiert. Auch die Untergewichtung im Bankensektor habe sich positiv auf die Performance ausgewirkt. Negativ sei dagegen die Untergewichtung in den Sektoren Automobil und Pharma gewesen.

Zu den Gewinnern im Fonds hätten die Aktien von B&S Retail (22,6%) gezählt - der niederländische Duty-Free-Händler habe gute Zahlen berichtet. Von steigenden Passagierzahlen im Luftverkehr würden die Papiere von Amadeus IT (18,4%) profitieren. Um 16,6% sei der Kurs von IMCD gestiegen, einem holländischen Chemiedistributeur, nachdem das Unternehmen stärker als erwartet gewachsen sei.

Dagegen hätten die Papiere von Continental nach einer erneuten Gewinnwarnung 23,3% verloren, auch die negative Stimmung im Automobilbereich habe dem Zulieferer zu schaffen gemacht. Anleger hätten befürchtet, dass Drillisch (Deutschland) in ein eigenes Telekommunikationsnetz investieren könnte, und hätten die Aktie abgestraft (-14%). Unter dem steigenden Ölpreis und restriktiverer Regulierung habe das deutsche Touristikunternehmen TUI (-11,9%) gelitten.

Nach guter Performance sehen wir weniger Kurschancen für einige Small & Mid Caps, so die Experten von Metzler Asset Management. Die Experten hätten ihre Positionen in den Papieren des deutschen Personaldienstleisters Amadeus Fire, des portugiesischen Korkproduzenten Corticeira und der dänischen Brauereigruppe Royal Unibrew reduziert. Neu in den Fonds hätten sie Aktien von Unternehmen mit defensivem Geschäftsmodell gekauft. So hätten die Experten von Metzler Asset Management ihre Position im britischen Haushaltswarenproduzenten Reckitt Benckiser aufgestockt. Im Immobiliensektor hätten sie Papiere der TLG Immobilien (Büro- und Einzelhandelsimmobilien in Deutschland) gekauft und im Gegenzug Klépierre (Shopping-Center europaweit) verkauft. Darüber hinaus erwarben wir Aktien des Schweizer Telekommunikationsunternehmens Sunrise, so die Experten von Metzler Asset Management. (Stand vom 28.09.2018) (09.11.2018/fc/a/f)





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