Market Vectors Biotech ETF: Gutes und günstiges Produkt - ETF-Analyse


02.06.14 09:25
Euro fondsxpress

München (www.fondscheck.de) - Nach Meinung der Experten von "Euro fondsxpress" ist der Market Vectors Biotech ETF ein gutes und günstiges Produkt.

Ab dem 30. Mai werde es hektisch. Während sich 25.000 Besucher durch das Kongresszentrum in Chicago wälzen würden, würden Biotech-Investoren rund um den Globus nervös vor ihren Bildschirmen lauern. Analysten, die sich in großer Zahl unter das Ärztepublikum gemischt hätten, würden Handy-Schnappschüsse von Präsentationsfolien und andere Info-Häppchen an ihre Kunden schicken.

Das jährliche Meeting der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Krebsforschung (ASCO) sei ein Spektakel ganz eigener Art. Onkologie, die Krebsforschung, sei eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Geschäftsfeld der Biotech- und Pharmabranche. Bei kaum einem anderen Krankheitsbild habe es in den vergangenen Jahren so große Fortschritte beim Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen gegeben - und bei kaum einem anderen Krankheitsbild würden wirksame Therapien so dringend benötigt.

Das mache das Gebiet für die Medikamentenhersteller auch finanziell lukrativ: Mit kleinen Studien und Produkten, die nur einen relativ geringen Überlebensvorteil erbringen würden, würden sich Zulassungen erreichen und hohe Preise abrufen lassen. Im Fokus stehe dieses Jahr ein relativ neuer Ansatz: Die Immuntherapie sei 2014 laut Biotech-Experten das Thema schlechthin. Dahinter würden Strategien stecken, um Tumorzellen für das körpereigene Immunsystem wieder sichtbar zu machen, sodass es die Erkrankung selbst bekämpfe. Die Erwartungen seien entsprechend hoch. Enttäuschungen seien also vorprogrammiert, falls die in Chicago präsentierten Forschungsergebnisse nur gut und nicht herausragend ausfallen würden.

In den vergangenen Jahren habe es nach dem ASCO-Meeting meist eine kurze Verkaufswelle bei Onkologie-Aktien gegeben. Auch wenn es noch immer nicht "den" großen Durchbruch gegeben habe, so biete die Krebsforschung in der Tat reichlich vielversprechende Wirkstoffentwicklungen. Veranstaltungen wie die ASCO-Konferenz seien dabei der bewährte Rahmen, um lukrative Partnerschaften oder Akquisitionen anzubahnen. So habe Bristol-Myers Squibb 2009 für 2,4 Milliarden Dollar das US-Biotechunternehmen Medarex nur wenige Wochen gekauft, nachdem auf der Krebskonferenz überraschend gute Daten aus Studien mit dem Mittel Yervoy bekannt geworden seien. Das Mittel habe Bristol-Myers 2013 knapp 1 Milliarde US-Dollar Umsatz beschert.

Derzeit liege der Focus der Branche als auch der Börse auf Incyte. Die US-Firma zähle zu den mit Abstand am häufigsten genannten Namen, wenn es um potenzielle Stars der diesjährigen Konferenz gehe. Incyte sei mit 7,9 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung schon ein Dickschiff der Branche mit einem zugelassenen Krebsmedikament. Den einzigen in Deutschland erhältlichen ETF habe Market Vectors im Programm. Er bilde die 25 größten US-Biotech-Aktien ab. Im Index mit dabei sei auch Incyte. Mit gut 3,5 Prozent sei es der zwölftgrößte Wert.

Der Market Vectors Biotech ETF sei der einzige Indexfonds, der den Biotech-Sektor abbilde. Nach dem deutlichen Einbruch im laufenden Jahr seien die Chancen für eine weitere Erholung gut. Der Market Vectors Biotech ETF ist ein gutes und günstiges Produkt, so die Experten von "Euro fondsxpress". (Ausgabe 22 vom 30.05.2014) (02.06.2014/fc/a/e)






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