MEAG GlobalChance DF-Fonds: Jahresbericht zum 31. März 2014, Wertzuwachs von 9,37% - Fondsanalyse


24.06.14 13:20
MEAG

München (www.fondscheck.de) - Der MEAG GlobalChance DF investiert weltweit überwiegend in Aktienfonds, so die Experten von MEAG.

Je nach Markteinschätzung könnten Renten- und Geldmarktfonds beigemischt werden. Die Auswahl der Zielfonds erfolge sorgfältig nach qualitativen und quantitativen Kriterien, wie z. B. der Einschätzung des Investmentprozesses durch den Zielfonds-Manager, der Kostenstruktur des Zielfonds, dessen Fondsvolumen sowie dessen bisherige Wertentwicklung und die Entwicklung der Risiko-Kennziffern. Ziel sei eine Teilnahme an der Wertentwicklung der internationalen Aktienmärkte.

Beflügelt durch hohe Liquidität seien die Kurse an den internationalen Aktienmärkten im Berichtszeitraum angestiegen. In diesem Zusammenhang hätten sich die beiden Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Mai und November 2013 unterstützend ausgewirkt. Für positive Impulse hätten auch die robusten US-Wirtschaftsdaten sowie die konjunkturelle Aufhellung im Euroraum gesorgt.

Die US-Notenbank habe im Juni 2013 ein Ende der monatlichen Anleihekäufe in den Raum gestellt und diese Rückführung auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres begonnen. Die Sorge vor einer zügigen Drosselung der Geldpolitik habe aufgrund dessen zu temporären Kurskorrekturen geführt. Ab Ende Juni 2013 jedoch habe sich ein volatiler Aufwärtstrend durchgesetzt.

Angesichts des schrittweisen Ausstieges aus der expansiven Geldpolitik in den USA seien allerdings einige Schwellenländer im Januar 2014 in Schwierigkeiten geraten. Eine Reduzierung des Engagements in einigen aufstrebenden Volkswirtschaften habe deutliche Kapitalabflüsse verursacht und damit einige Währungen dieser Länder unter Abwertungsdruck gebracht.

Zudem sei vor allem im Februar und März 2014 der Ukraine-Konflikt in den Fokus der Anleger gerückt und habe zu vorübergehenden Gewinnmitnahmen geführt. In der Stichtagsbetrachtung habe aber der MSCI World in lokaler Währung gerechnet um 16,2 (in Euro gerechnet um 8,7) Prozent fester geschlossen.

Im Berichtszeitraum vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 sei der MEAG GlobalChance DF schwerpunktmäßig in nordamerikanische und europäische Aktienfonds investiert gewesen. Vor dem Hintergrund der positiven Konjunkturindikatoren für die USA habe das Fondsmanagement vor allem in der ersten Berichtshälfte das Nordamerika-Portfolio aufgestockt. Hierbei habe es Neuengagements in die Zielfonds M&G Inv. Funds - M&G North American Value Fund C sowie in den Nordea 1-North Amer.All Cap Fd (ISIN LU0778445386 / WKN A1J532) gegeben.

Auch das Europa-Portfolio habe in der Stichtagsbetrachtung eine Aufstockung erfahren. Das Fondsmanagement erwarte insbesondere für die südeuropäische Peripherie eine leichte ökonomische Belebung. In diesem Zusammenhang habe das Fondsmanagement den Zielfonds J.P. Morgan-Euroland Dynamic Equity Fund (ISIN LU0661985969 / WKN A1JEJ3) in das Portfolio gekauft und den Fidecum - Contrarian Val. Eurol. C höher gewichtet.

Demgegenüber sei der Anteil der Schwellenländerfonds im Bestand nach einer zwischenzeitlichen Aufstockung insgesamt gesehen reduziert worden. Hierbei habe das Fondsmanagement den auf den asiatischen Wachstumsmarkt konzentrierten Zielfonds Aberdeen Global - Asian Smaller Companies Fund I-2 komplett verkauft. Zudem sei eine Ermäßigung des Zielfonds GAM STAR - China Equity erfolgt.

Darüber hinaus sei in die Aktienmärkte Osteuropas investiert und in diesem Zusammenhang der Zielfonds Schroder Int. Selection Fund - Emerging Europe C (ISIN/ WKN nicht bekannt) vorübergehend in den Bestand aufgenommen worden. Mit der Zuspitzung der Ukraine-Krise habe sich das Fondsmanagement allerdings entschlossen, die Position wieder zu veräußern.

Ferner habe das Fondsmanagement den auf defensive Gesundheitstitel fokussierten Zielfonds J.P. Morgan Funds - Global Healthcare Fund C (ISIN LU0432979887 / WKN A0RPE2) neu in das Portfolio aufgenommen. Angesichts der im Berichtszeitraum durchgeführten Transaktionen sei eine leichte Reduzierung der Kasseposition erfolgt. Zu den größten Positionen im Portfolio hätten per Ende März 2014 der Fidecum - Contrarian Val. Eurol. C (5,45 Prozent), der Alken Fund - European OpportunitiesR (5,33 Prozent) sowie der Robeco - US Premium Equities I (5,29 Prozent) gezählt.

Der MEAG GlobalChance DF habe in den vergangenen zwölf Monaten eine Wertentwicklung von +9,37 Prozent (BVI-Methode) erzielt. Positive Beiträge zur Wertentwicklung hätten die europäischen Zielfonds Alken Fund - European OpportunitiesR sowie der Fidecum - Contrarian Val. Eurol. C geliefert. Die Schwellenländerfonds Aberdeen Global - Asian Smaller Companies Fund I-2 und der auf Osteuropa beschränkte Zielfonds Schroder Int. Selection Fund - Emerging Europe C hätten hingegen die geringsten Beiträge zur Wertentwicklung geliefert.

Am 18. Juni 2014 erfolge die Gesamtausschüttung an die Anleger für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013/2014. Je Anteil würden 0,02 Euro ausgeschüttet.

Die positiven Konjunkturindikatoren für die Eurozone und die USA könnten die Anleger zuversichtlich stimmen. Erfreulich sei hierbei, dass im vierten Quartal 2013 auch einzelne Peripherieländer aus dem Euroraum ein marginales Wachstum hätten verbuchen können. Falls sich darüber hinaus die Gewinnerwartung der Unternehmen entsprechend positiv entwickeln sollte, dann hätten die Aktienkurse noch weiter Potenzial nach oben.

Nichtsdestoweniger seien auch zahlreiche Risiken vorhanden. Zum einen könnten wiederholt die Schwellenländer und ihre Währungen in den Fokus der Investoren geraten. Zum anderen würden vor allem in aufstrebenden Volkswirtschaften zunehmend politische Unsicherheiten eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen.

Insbesondere der Konflikt in der Ukraine sei noch nicht ausgestanden. Die westlichen Staaten würden gegenüber Russland möglicherweise weitere Sanktionen aussprechen, die wiederum von russischer Seite Gegenreaktionen auslösen dürften. Vor dem Hintergrund dieser Unsicherheiten und der gegenseitigen ökonomischen Abhängigkeiten müssten die Anleger mit einem schwankungsintensiven Verlauf der internationalen Aktienmärkte rechnen.

Grundsätzlich könnten Adressenausfallrisiken nicht ausgeschlossen werden. Da der MEAG GlobalChance DF jedoch keine Einzeltitel im Bestand halte, sondern diversifizierte Sondervermögen (sog. Zielfonds), seien die Adressenausfallrisiken gering gewesen.

Das Sondervermögen habe im Berichtszeitraum infolge der ausschließlichen Investition in Aktien-Zielfonds keine Zinsänderungsrisiken aufgewiesen.

Während des Berichtszeitraumes habe das Sondervermögen Marktpreisrisiken v. a. in Form von Aktienkursschwankungen innegehabt. Durch die breite Streuung und Fokussierung auf Zielfonds renommierter Fondsgesellschaften hätten Risiken reduziert werden können. Das Marktpreisrisiko, gemessen an der Schwankungsbreite (Volatilität) des Anteilpreises, habe in den vergangenen zwölf Monaten 8,47 Prozent betragen und sei somit als moderat einzustufen gewesen.

Zum Berichtsstichtag habe der Investmentfonds offene Währungspositionen in Höhe von 62,54 Prozent des Fondsvermögens ausgewiesen. Zu den größten Positionen hätten der US-Dollar (48,74 Prozent), der Japanische Yen (9,05 Prozent) sowie das Britische Pfund (2,21 Prozent) gezählt. Somit sei ein großer Anteil in diverse Währungen außerhalb des Euros investiert worden, sodass die Währungsrisiken als hoch anzusehen seien.

Die Liquiditätssituation des Sondervermögens werde hauptsächlich durch die Liquiditätssituation der Zielinvestments bestimmt. Alle Positionen seien handelbar gewesen, es habe sich kein erkennbares Liquiditätsrisiko für das Sondervermögen ergeben.

Die Fondsgesellschaft habe im Berichtszeitraum die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren. Dies werde regelmäßig durch die Innenrevision überprüft.

Das Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften belaufe sich auf 5.625.063,48 Euro. Der Betrag setze sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: realisierte Gewinne aus Fondszertifikaten (8.294.169,69 Euro) und aus Bezugsrechten (107.943,10 Euro), realisierte Verluste aus Fondszertifikaten (−2.777.049,31 Euro).

Die Anlagebedingungen des Sondervermögens seien auf das neue Kapitalanlagegesetzbuch umgestellt worden. (Stand vom 31.03.2014) (24.06.2014/fc/a/f)





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