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Lyxor ETF Barometer: Emerging Market ETFs mit Rekordzuflüssen im März - Auch Unternehmensanleihen gefragt


08.04.16 11:06
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Im März 2016 verzeichnete der europäische ETF-Markt eine Trendwende, so die Experten von Lyxor Asset Management (Lyxor AM).

Die Nettomittelzuflüsse hätten sich im Verlauf des Monats auf 4,1 Milliarden Euro summiert. Die Nettomittelzuflüsse seit Jahresbeginn würden 5,7 Milliarden Euro betragen und lägen damit um 80 Prozent unter den Zuflüssen des ersten Quartals 2015. Das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen sei im Vergleich zum Jahresende 2015 um drei Prozent auf nun 439 Milliarden Euro gefallen, bei einem negativen Markteinfluss von -3,1 Prozent. Vor allem Schwellenländer- und Unternehmensanleihen-ETFs hätten von einem insgesamt risikofreudigeren Marktumfeld profitieren können.

Bei Aktien-ETFs sei es - im zweiten Monat in Folge - mit -2 Milliarden Euro zu Rückflüssen gekommen, nachdem diese im Februar -2,4 Milliarden Euro betragen hätten. Sowohl europäische als auch japanische Aktien-ETFs seien von diesen Rückflüssen betroffen gewesen, da Investoren zunehmend die Wirksamkeit der geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken bezweifeln würden. Europäische ETFs hätten mit Rückflüssen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro den zweiten negativen Monat in Folge verzeichnet. Auch asiatische Aktien-ETFs hätten Rückflüsse von -571 Millionen Euro verbucht.

Auf der anderen Seite sei es bei Aktien-ETFs der Schwellenländer mit Zuflüssen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, was einem 1-Jahres- Rekord entspreche, zu einer deutlichen Trendwende gekommen. Dabei hätten sich die Flüsse vor allem auf marktbreite und regionale Indices konzentriert: Marktbreite Schwellenländer-ETFs hätten Zuflüsse in Höhe von einer Milliarde Euro verzeichnet, während regionale ETFs, die sich auf asiatische Schwellenländer, Lateinamerika oder Osteuropa beziehen würden, Zuflüsse in Höhe von 239 Millionen Euro verzeichnet hätten.

Dies könnte bedeuten, dass Investoren durch die geldpolitischen Maßnahmen der FED vorsichtig wieder in diese Regionen investieren würden, dabei jedoch marktbreite bzw. regionale ETFs gegenüber Einzelländerindices bevorzugen würden. Bemerkenswerterweise sei es bei Smart Beta-ETFs im zweiten Monat in Folge zu signifikanten Zuflüssen in Höhe von 807 Millionen Euro gekommen, welche sich vor allem auf defensive Strategien konzentriert hätten.

Mit 1 Jahres Rekordzuflüssen von 5,7 Milliarden Euro sei es im Anleihen-Bereich zu einer klaren Trendwende gekommen: Interessanterweise hätten sich die Zuflüsse in Staatsanleihen ETFs vor allem auf die Schwellenländer konzentriert, die mit Zuflüssen in Höhe von 850 Millionen Euro einen neuen 1-Jahres-Rekord erreicht hätten, während es bei Staatsanleihen ETFs entwickelter Märkte zu Rückflüssen in Höhe von 776 Millionen Euro gekommen sei.

Der Ankauf von Corporate-Schuldtiteln aus dem Investmentgrade-Bereich durch die EZB habe das gesamte Unternehmensanleihen Segment (sowohl den Investmentgrade- als auch den Hochzinsbereich) beflügelt und zu 1-Jahres-Rekordzuflüssen von 3,1 Milliarden Euro bzw. 1,6 Milliarden Euro geführt. Die Zuflüsse in inflationsindexierte Anleihen ETFs hätten mit 380 Millionen Euro angehalten, sodass die Zuflüsse in diesen Bereich im ersten Quartal 2016 insgesamt 774 Millionen Euro betragen hätten und damit um 74 Prozent über dem ersten Quartal 2015 gelegen hätten. Die Zuflüsse in diesem Segment hätten sich vor dem Hintergrund einer ansteigenden Inflation in den USA vor allem auf US-amerikanische und globale Indices konzentriert.

Die Zuflüsse bei Rohstoffen hätten mit +351 Millionen Euro einen 1-Jahres-Rekord erreicht; dabei hätten die Zuflüsse in Gold 201 Millionen Euro und in marktbreite Indices 149 Millionen Euro betragen, unterstützt von einem wieder ansteigenden Ölpreis. (Ausgabe April 2016) (08.04.2016/fc/a/e)