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L&G Healthcare Breakthrough UCITS ETF: Künstliche Intelligenz verkürzt Forschungszeit für ein Corona-Gegenmittel


25.03.20 14:05
Legal & General IM

London (www.fondscheck.de) - In der aktuellen Pandemie ist jeder Einzelne gefordert: Zu Hause bleiben, Hände waschen, persönliche Kontakte einschränken, so die Experten von Legal & General Investment Management.

Parallel dazu arbeite die Wissenschaft an der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten - und sie sei heute besser dafür aufgestellt denn je, sage Aanand Venkatramanan, Head of ETF Investment Strategies bei Legal & General Investment Management / LGIM und mitverantwortlich für den L&G Healthcare Breakthrough UCITS ETF.

In den letzten Jahrzehnten hätten Gesundheitstechnologie und pharmazeutische Industrie bedeutende Durchbrüche erzielt und große Fortschritte bei Seuchenbekämpfung und -prävention gemacht. So würden aktuell nicht nur die Infektionsraten exponentiell, sondern auch die Forschungsergebnisse zu Covid-19 steigen. Laut einer Datenbank der Weltgesundheitsorganisation seien bis zum 19. März weltweit mehr als 1.500 Arbeiten und Artikel über das Coronavirus veröffentlicht worden. Ein solches Forschungsvolumen und der rasche Fortschritt in den verwandten Technologien ist ermutigend bei unserer Suche nach einem neuen Impfstoff und könnte auch die Zeit bis zur Markteinführung eines solchen Impfstoffs drastisch verkürzen: Die WHO rechnet mit etwa 18 Monaten - ein enormes Tempo, wenn man die durchschnittliche Entwicklungszeit von etwa 10,7 Jahren betrachtet, so die Experten von Legal & General Investment Management.

Nur fünf Wochen nach dem ersten bekannten Fall von Covid-19 sei das Virus bereits isoliert, genetisch sequenziert und ein diagnostischer Test entwickelt worden. All dies wäre ohne die innovativen Technologien, die im letzten Jahrzehnt entwickelt worden seien, nicht möglich gewesen. Von der Thermografiekamera über künstliche Intelligenz (KI) bis hin zum maschinellen Lernen hilft uns die Gesundheitstechnologie, die Pandemie wirksamer zu bekämpfen, so die Experten von Legal & General Investment Management.

Berührungslose Infrarot-Thermometer und Thermografiekameras würden auf Flughäfen und an öffentlichen Plätzen häufig eingesetzt, um Menschen mit potenziellen Symptomen zu identifizieren. Intelligente Thermometer wie dasjenige des auf Infektionskrankheiten spezialisierten Unternehmens Kinsa mit Sitz in San Francisco seien bereits an eine Million Haushalte in den USA verteilt worden. Sie würden dabei helfen, Symptome frühzeitig zu erkennen, regelmäßig Daten zu sammeln und die Ausbreitung in den Gemeinden proaktiv zu kartieren.

DeepMind von Google habe maschinelles Lernen genutzt, um die Strukturen der mit dem neuen Coronavirus assoziierten Proteine zu verstehen, und sein chinesisches Pendant Baidu habe mit seinem KI-Algorithmus das Erbgut des Virus sequenzieren können. Die kanadische Firma BlueDot habe ebenfalls einen KI-Algorithmus eingesetzt, um die Ausbreitung der Krankheit zu verfolgen und zu kartographieren, noch bevor die WHO öffentliche Warnungen bekanntgemacht habe; und die britische BenevolentAI habe über ihre Systeme vorhandene Medikamente identifiziert, die in einer Überbrückungsphase möglicherweise zur Behandlung von Patienten eingesetzt werden könnten.

Ein weiteres, wirksames Werkzeug im Kampf gegen Covid-19 sei die Telemedizin. Sie ermögliche eine effiziente und kostengünstige Erstuntersuchung von Patienten bei minimalem sozialem Kontakt und Entlastung von Arztpraxen und Krankenhäusern. Gleichzeitig würden sich infizierte Patienten weniger durch den öffentlichen Raum bewegen, was das Ansteckungsrisiko für andere senke.

KI-basierte Bilderkennungssysteme, wie zum Beispiel das vom chinesischen Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen Ping An entwickelt habe, seien in manchen Krankenhäusern in China zur vergleichenden Analyse von CT-Scan-Bildern eingesetzt worden. Solche Systeme könnten Veränderungen von Läsionen erkennen und verfolgen, dadurch die Zeit für die Durchführung der diagnostischen Analyse drastisch verkürzen, große Datenmengen verarbeiten und eine schnellere Einführung der Telediagnose fördern.

Was schließlich medizinische Geräte betreffe, so habe die US-amerikanische FDA (Food and Drug Administration) gerade in den letzten anderthalb Monaten neun neue In-Vitro-Diagnose- und Therapiegeräte im Rahmen von Ausnahmeregelungen für die Verwendung in Notfällen genehmigt. Auch das unterstreiche implizit das Tempo der Innovation.

Der Kampf gegen die Pandemie werde den Trend zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen beschleunigen. Thematisch ausgerichtete Fonds könnten Anlegern Zugang zu dieser Entwicklung geben. Ein Beispiel: Der L&G Healthcare Breakthrough UCITS ETF investiere in einen Korb hochspezialisierter Unternehmen aus den Bereichen Genomics, Robotics, Labor-Automatisierung, Diagnostik, Datenanalyse, Präzisionsmedizin, Medizintechnologie, Telemedizin und regenerative Medizin. (25.03.2020/fc/a/e)