LBBW Rohstoffe & Ressourcen-Fonds: 10/2018-Bericht, Wertverlust von 5,7% - Fondsanalyse


20.11.18 11:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen Fonds (ISIN DE0005326482 / WKN 532648) investiert überwiegend in in- und ausländische Investmentfonds aus den Bereichen Rohstoffe und Ressourcen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Rohstoffe seien unbearbeitete Stoffe aus der Natur wie Gold oder Erdöl. Ressourcen seien Mittel, die in die Produktion von Gütern und Dienstleistungen eingehen würden. Das Management entscheide im ersten Schritt, welche Segmente aus den Bereichen Rohstoffe und Ressourcen aktuell am aussichtsreichsten seien. Im zweiten Schritt werde der für die ausgewählten Segmente passende Zielfondsmanager identifiziert und der entsprechende Einzelfonds gekauft. Somit sei über den Dachfonds eine sehr breit gestreute Anlage möglich.

Im vergangenen Monat Oktober hätten insbesondere die Aktienmärkte für Aufruhr an der Börse gesorgt. Betrachte man beispielsweise den DAX, sehe man einen deutlichen Rücksetzer von bis zu 8,5%. Die amerikanischen Aktien, beispielsweise der S&P 500-Index, hätten ähnlich viel verloren.

In diesem risikobehafteten Umfeld hätten die Edelmetalle wieder einmal zeigen können, warum ihnen von vielen Investoren stabilisierende Eigenschaften im Portfoliokontext zugesprochen würden. Im Oktober hätten sich die Metalle um Gold als stärkstes Segment im Rohstoffsektor herausgestellt und auch ein wenig die negative Aktienperformance kompensiert. Der Bloomberg Subindex, der die Edelmetalle Gold, Silber und Platin vereinige, habe in diesem risikobehafteten Umfeld um über 2,5% zulegen können.

Neben den klassischen Edelmetallen habe aber auch das vorwiegend in der Automobilindustrie verwendete Palladium im Oktober überzeugen können. Das in Katalysatoren von benzinbetriebenen Fahrzeugen zum Einsatz kommende Metall erfahre seit längerer Zeit eine stabile Nachfrage aus der Automobilindustrie. Gleichzeitig seien in den vergangenen Tagen aber auch andere preisstützende Faktoren aufgetreten. Einige Marktteilnehmer hätten beispielsweise die geplante Kündigung des Washingtoner Vertrags über nukleare Mittelstreckenraketen zwischen Russland und den USA für die starke Palladiumperformance mitverantwortlich gemacht. Denn als Konsequenz könnte Russland mit einer Einschränkung des Angebots reagieren. Auf Russland würden rund 40% der globalen Palladiumförderung entfallen.

Bei den Basismetallen habe die International Lead and Zinc Study Group berichtet, dass es in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres zu einem Angebotsdefizit von rund 292.000 Tonnen im Zinkmarkt gekommen sei. Generell würde dies für einen höheren Zinkpreis sprechen. Da sich die Lage im kommenden Jahr jedoch entspannen solle, sei nicht mit stärkeren Preisausschlägen aufgrund der Versorgungslage zu rechnen.

Der Ölmarkt habe sich im Zuge der fallenden Aktienmärkte ebenfalls schwächer gezeigt. Das sei nichts Ungewöhnliches, da die Energieträger industriell nahezu überall zum Einsatz kämen. Aus diesem Grund hätten sie auch eine relativ hohe wechselseitige Beziehung zu den klassischen Aktienmärkten. Nichtsdestotrotz sprächen die fundamentalen Daten zurzeit für einen relativ stabilen Ölmarkt, und das Risiko für stark fallende Preise bleibe allem Anschein nach vorerst begrenzt. Nach Ansicht einiger Analysten dürften beispielsweise die US-Sanktionen in den kommenden Monaten zu einem spürbaren Rückgang der iranischen Ölexporte führen und den Markt somit in ein Angebotsdefizit drücken. Im nächsten Jahr dürfte sich das Angebotsdefizit dann jedoch wieder ausgleichen, da insbesondere durch die starke US-amerikanische Produktion das Angebot der Nicht-OPEC-Staaten für Entspannung sorgen sollte.

Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen habe im Oktober im Umfeld stark fallender Aktienmärkte -5,7% abgegeben. Im gleichen Zeitraum habe der DAX rund -6,5% verloren und sei damit sogar noch etwas hinter dem Fonds zurückgeblieben. Mitte des Monats habe das Fondsmanagement entschieden, die "Low-Beta"-Positionen aufzustocken, und dazu Teile der zyklischen Mineninvestments verkauft. Nach dem Absturz der Aktienmärkte sei das Untergewicht des Minensektors wieder etwas zurückgefahren worden. Negativ hätten sich im Oktober insbesondere die idiosynkratischen Risiken im Bereich "Ökologie und Wachstum" ausgewirkt, worauf mit einer Reduzierung der Bauholzquote reagiert worden sei.

Die aktuelle Allokation setze sich per Monatsultimo wie folgt zusammen: Rohstoffe 22,9%, Wasser 5,2%, Nahrungsmittel 6,4%, Energie 28,9%, Ökologie & Wachstum 23,5%, Infrastruktur 12,3%, Liquidität 0,8%. (Stand vom 31.10.2018) (20.11.2018/fc/a/f)






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