LBBW Rohstoffe 2 LS R-Fonds: 08/2018-Bericht, Wertzuwachs von 2,2% - Fondsanalyse


19.09.18 11:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des LBBW Rohstoffe 2 LS R Fonds (ISIN DE000A1H7276 / WKN A1H727) ist es, den Anteilseignern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des LBBW Long-Short-Rohstoff-Index ER gekoppelt ist, so die Experten von LBBW Asset Management.

In Bezug auf die Rohstoff-Erträge schließe der Fonds daher Swaps auf den LBBW Long-Short-Rohstoff-Index ER ab. Der Index enthalte zehn Rohstoffe aus den Sektoren Energie sowie Edel- und Basismetalle. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft nicht berücksichtigt. Die Rohstoffe würden im vierteljährlichen Rhythmus überprüft, gegebenenfalls ausgetauscht und mit jeweils 10% gewichtet. Gekauft würden dabei fünf Rohstoffe mit einer attraktiven Terminkurve, verkauft würden fünf Rohstoffe mit einer unattraktiven Terminkurve.

In der ersten Hälfte des Monats August habe der Rohstoffmarkt, gemessen am Bloomberg Commodity Index ex Agriculture & Livestock, um 4% nachgegeben. Der Löwenanteil dieses Preisrückgangs sei zulasten der Basismetalle gegangen, deren Segment in der Spitze sogar nahezu 8% verloren habe.

Auch im Edelmetallsegment hätten Anleger in jüngster Vergangenheit mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Zum einen habe der US-Dollar bis Monatsmitte deutlich aufgewertet. Dies habe die in Dollar notierten Rohstoffe generell für ausländische Investoren teurer gemacht und die Nachfrage geschmälert. Zeitgleich hätten US-amerikanische Staatsanleihen mit 2,8% bis 3% auf zehn Jahre eine für Anleger wieder relativ attraktive Rendite aufgewiesen. US-Staatsanleihen würden, ähnlich wie Gold, oft als "sicherer Hafen" gesehen und würden sich in der aktuellen Konstellation einer größeren Beliebtheit als die unverzinsten Edelmetalle erfreuen.

Auch die robusten US-Aktienmärkte und deren, gemessen am CBOE SPX Volatilitätsindex, als relativ niedrig eingeschätztes Risiko hätten für Druck auf die Edelmetalle gesorgt, da viele Anleger ihr Vermögen lieber klassisch im Aktienmarkt investiert hätten. Die aktuelle Schwäche der Edelmetalle werde auch in den Beständen der physisch besicherten Goldfonds und spekulativen Investoren sichtbar, die ihre Positionierung über die letzten Wochen reduziert hätten. Auf dem aktuellen Niveau scheine Gold jedoch wieder etwas an Attraktivität zu gewinnen.

Bei den Basismetallen habe sich zunehmend der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA, China und Europa widergespiegelt. Seitens der USA würden immer wieder neue Strafzölle für chinesische Produkte ins Spiel gebracht. Da die Vereinigten Staaten von Amerika deutlich mehr Güter und Dienstleistungen aus China importieren würden als umgekehrt, scheine die Denkweise zu sein, diese vermeintliche Machtposition ausnutzen zu wollen. Nachdem die Metalle bis Monatsmitte deutlich nachgegeben hätten, hätten sie im weiteren Verlauf wieder Boden gutmachen können.

Die Energieträger hingegen hätten im vergangenen Monat den breiten Markt etwas gestützt. Im Zuge der starken Rohölverarbeitung in China und den USA seien die steigenden Produktionszahlen weniger ins Gewicht gefallen. Auch die Lagersituation in den USA habe sich innerhalb ihres Fünfjahresdurchschnitts bewegt. In der infrastrukturell am besten angebundenen Lagerstelle in Cushing habe sich die Lagerhaltung sogar nahe den Tiefstständen der letzten fünf Jahre befunden.

Seitens der OPEC, die aktuell daran arbeite, ihre Produktion wieder etwas zu erhöhen, um die im Förderabkommen definierten Quoten erfüllen zu können, seien zuletzt ebenfalls stützende Zahlen gemeldet worden. Nach den jüngsten Angaben lägen die Produzentenländer derzeit noch 9% unterhalb dessen, was sie eigentlich fördern dürften. Unter anderem seien die Produktionsausfälle in Venezuela und Libyen, sowie die Streiks auf den Ölplattformen in der Nordsee der Grund dafür.

Der LBBW Rohstoffe 2 LS R habe im Monatsverlauf um 2,2% zugelegt und mit einem positiven Wertzuwachs von 8,2% seine Position als einer der besten Rohstofffonds im laufenden Jahr gefestigt. Dabei sei dem Fonds insbesondere seine offensive Ausrichtung zugute gekommen. Auf der Longseite hätten sowohl die Energieträger als auch Palladium mit starken Performancebeiträgen überzeugt, während der Fonds auf der Shortseite von den Positionen in Nickel, Blei, Gold und Silber profitiert habe.

Der im LBBW Rohstoffe 2 LS verwendete Index habe sein Portfolio turnusgemäß Mitte Juli gerollt. Dabei sei es im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 zu zwei Änderungen auf der Long- und drei auf der Shortseite gekommen. Erdgas und Zink hätten Rohöl (Brent) und Zinn als Longinvestment verdrängt und Heizöl, Blei und Gold hätten auf der Shortseite Erdgas, Kupfer und Platin ersetzt. Die Longseite setze sich für das aktuelle Quartal aus Benzin, Rohöl (WTI), Erdgas, Zink und Palladium zusammen und die Shortseite würden Heizöl, Blei, Nickel, Silber und Gold bilden. Der nächste Rolltermin sei für den 11. Oktober vorgesehen. (Stand vom 31.08.2018) (19.09.2018/fc/a/f)






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