LBBW Renten Euro Flex-Fonds: 02/2020-Bericht, Wertzuwachs von 0,3% - Fondsanalyse


26.03.20 12:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Renten Euro Flex Fonds (ISIN DE0009766964 / WKN 976696) investiert schwerpunktmäßig in auf Euro lautende verzinsliche Wertpapiere in- und ausländischer Aussteller, so die Experten von LBBW Asset Management.

Es würden aktuell überwiegend Wertpapiere mit guter Schuldnerqualität erworben, zudem könnten "Non Investment Grade"-Anleihen beigemischt werden. Zur Ertragsoptimierung werde zum einen auf das gesamte Spektrum der unterschiedlichen Anleiheklassen zurückgegriffen, zum anderen werde die durchschnittliche Restlaufzeit der Wertpapiere im Fonds fortlaufend an die erwartete Zinsentwicklung angepasst. Das Fondsmanagement investiere derzeit insbesondere in Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Pfandbriefen.

Die rasche Ausbreitung des Coronavirus und die Furcht vor einem Einbruch der Konjunktur hätten die Börsen Ende des Monats auf Talfahrt geschickt. Weltweit hätten so gut wie alle Aktienmärkte deutlich im Minus geschlossen. Der DAX sei zum Monatsende um 8,4% auf 11.890 Punkte gefallen, während er am 19. Februar - einen Tag vor Beginn der Talfahrt - noch einen Rekordschlusskurs von 13.789 Punkten markiert habe. Somit seien sämtliche Kursgewinne der vergangenen Wochen und Monate innerhalb weniger Tage ausgelöscht worden.

Die wachsende Verunsicherung erkläre sich durch die stark steigenden Infektionszahlen außerhalb Chinas, weil hiervon neben Südkorea inzwischen auch Europa in erheblichem Maße betroffen sei. Immer mehr Notenbanken, Regierungen und internationale Organisationen würden überlegen, mit welchen Beiträgen sie die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus eindämmen könnten.

Die Sorgen der Marktteilnehmer hätten in einer möglichen Unterbrechung der Lieferketten und damit einhergehenden Zulieferengpässen sowie dem Aufschieben nicht dringender Ausgaben von Unternehmen und Konsumenten bestanden. Dies könnte im Jahresverlauf zu einer Rezession in Deutschland und im Euroraum führen.

Gefragt geblieben sei weiterhin der "sichere Hafen" der Staatsanleihen. So habe sich der Renditeabwärtssog der 10-jährigen Bundesanleihen aufgrund der großen Nachfrage bis auf -0,61% fortgesetzt. Die US-amerikanischen Pendants hätten sogar erstmals unter +1,20% rentiert. Auch der US-Dollar sei Ende des Monats unter Druck geraten und habe gegenüber dem Euro auf 1,10 US-Dollar je Euro abgewertet. Begründet gelegen habe die Abwertung in der, aus Sicht der Marktteilnehmer, hohen Wahrscheinlichkeit einer US-Zinssenkung im März.

Euro-Unternehmensanleihen hätten sich der Verunsicherung durch das Coronavirus nicht entziehen können, nachdem im Januar noch ein gelungener Start ins neue Jahr zu verzeichnen gewesen sei. Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen guter Bonität (BBB- oder besser) abbilde, habe eine negative monatliche Wertentwicklung von -0,3% erzielt. Aufgrund der guten Wertentwicklung im Januar liege der bisherige Gesamtertrag im Jahr 2020 aber weiter im Plus (knapp 1,1%). Die Risikoprämien seien im Februar deutlich gestiegen und hätten so den erhöhten Unsicherheiten in Bezug auf Konjunktur und zukünftige Unternehmensergebnisse Rechnung getragen. Die schwache Wertentwicklung habe jedoch durch das gesunkene Zinsniveau im Euroraum etwas abgefedert werden können.

Unternehmensanleihen schwächerer Bonität (BB+ und darunter) hätten im Februar eine ausgeprägte Negativ-Performance verzeichnen müssen. Der - diese Werte abbildende - Index ICE BofAML HNE0 habe einen Gesamtertrag von -1,9% ausgewiesen. Neben einem weniger starken Rückenwind aufgrund sinkender Zinsen im Euroraum, im Vergleich zu den Pendants besserer Bonität, seien bei den Hochzinsanleihen die Risikoprämien im Februar sehr stark angestiegen, was auf den Gesamtertrag gedrückt habe.

Seit Mitte Februar habe sich allerdings durch die Marktkorrektur das Rendite-Risikoverhältnis - gerade bei Hochzinsanleihen - gegenüber Januar verbessert, sodass selektiv Einstiegschancen entstanden seien. (Stand vom 28.02.2020) (26.03.2020/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009766964 976696 34,10 € 31,66 €