LBBW RentaMax R-Fonds: 04/2018-Bericht, Wertminderung von 0,04% - Fondsanalyse


18.05.18 09:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW RentaMax R Fonds (ISIN DE0005326144 / WKN 532614) investiert in Euro-Unternehmensanleihen mit überwiegend guter bis sehr guter Schuldnerqualität, so die Experten von LBBW Asset Management.

Ziel sei es, eine im Vergleich mit Bundesanleihen möglichst attraktive Rendite zu erzielen. Die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Wertpapiere würden der aktuellen Marktsituation unter Gesichtspunkten der Ertragsoptimierung ständig angepasst. Die Auswahl der Anleihen erfolge in drei Schritten. Zuerst werde die weltwirtschaftliche Konjunktur- und Wachstumsdynamik prognostiziert und der Markt hinsichtlich seiner Kreditrisiken durchleuchtet. Anschließend würden die einzelnen Branchen im jeweiligen Zyklus bewertet und ausgewählt. Abschließend erfolge die Auswahl qualitativ hochwertiger Unternehmensanleihen aufgrund fundierter Analysen.

Im April hätten sich die Märkte von dem schwachen ersten Quartal etwas erholen können. Der iTraxx-Main sei zum Ende des Monats auf ein Niveau von unter 55 Basispunkte gefallen - von über 60 Basispunkten zu Beginn des Monats. Die Hauptursachen hierfür seien zum einen, dass die politischen Unsicherheiten im Jahresverlauf deutlich gesunken seien, und zum anderen, dass das deutlich geringere Neuemissionsvolumen im Monat April etwas den Druck auf die Risikoaufschläge reduziert habe.

Für leichte Verunsicherung habe zum Ende des Monats das steigende Zinsumfeld gesorgt; die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries habe erstmals seit 2014 wieder knapp die Marke von 3,0% überschritten. Dazu beigetragen hätten die zuletzt deutlich gestiegenen Rohstoffpreise, mit denen sich auch die Inflationserwartungen erhöht hätten. Auch die zehnjährige Bundrendite sei wieder in Richtung der oberen Trendkanal-Linie gesteuert.

Die europäischen Wirtschaftsindikatoren hätten sich indes etwas abgekühlt. Als eine wesentliche Ursache für die Eintrübung des deutschen Geschäftsklimas, das nun bereits seinen dritten Rückgang in Serie verzeichnet habe, könne die anhaltende Sorge der Unternehmen vor einer Ausweitung des Handelskonflikts betrachtet werden, die Deutschland als Exportnation besonders hart treffen würde. Die moderate Reaktion des Markts liege vermutlich in der Tatsache begründet, dass zuletzt am Markt eher die Hoffnungen überwogen hätten, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China ohne weitere Eskalation auf dem Verhandlungswege beigelegt werden könne. Die gute Nachricht laute also: Drei Rückgänge beim ifo-Geschäftsklima infolge würden nicht notwendigerweise zu einer konjunkturellen Talfahrt führen.

Der EZB-Rat habe in seiner April-Sitzung erwartungsgemäß die Geldpolitik der EZB ohne Änderungen bestätigt; die Leitzinsen seien dabei ebenso unangetastet geblieben wie der Ausblick.

Auf Unternehmensebene laufe derzeit die Berichtssaison zum 1. Quartal 2018 auf vollen Touren. Während die US-Unternehmen im1. Quartal erstmals von den Effekten der Steuerreform in den USA profitieren und überwiegend steigende Gewinne vermelden könnten, würden die Ergebnisse und Ausblicke in Europa eher verhalten ausfallen. Teils seien die Erwartungen übertroffen und die Prognosen angehoben, teilweise aber auch nach unten korrigiert worden. Wie erwartet hätten vor allem Währungseffekte im ersten Quartal eine bedeutende Rolle gespielt und es den exportorientierten Unternehmen sehr erschwert, bei den in Euro berichteten Zahlen Umsatzsteigerungen vorzuweisen.

Unternehmensanleihen würden weiterhin durch die Anleihekäufe der EZB gestützt - wenn auch in geringerem Umfang. Aber es werde vermutlich auch weiterhin so sein, dass wie schon bei der ersten Reduzierung der EZB im April 2017 die Käufe von Unternehmensanleihen nur unterproportional gekürzt würden. Die Unternehmen in Europa stünden weiterhin relativ solide da und seien sehr gut ausfinanziert. Im Großen und Ganzen seien die Unternehmensstrategien weiter als defensiv zu bezeichnen. Die Ausfallraten in Europa dürften 2018 vor dem Hintergrund des robusten fundamentalen Umfelds von niedrigem Niveau aus weiter fallen. Vor diesem Hintergrund würden Unternehmensanleihen die attraktivste Rentenklasse bleiben.

Der LBBW RentaMax R liege im April mit einer Wertentwicklung (BVI-Methode) von -0,04% leicht hinter der Benchmark (+0,05%). (Stand vom 30.04.2018) (18.05.2018/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
67,46 € 67,38 € 0,08 € +0,12% 27.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005326144 532614 68,54 € 67,29 €