LBBW RentaMax R-Fonds: 01/2018-Bericht, Wertverlust von 0,21% - Fondsanalyse


13.02.18 12:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW RentaMax R Fonds (ISIN DE0005326144 / WKN 532614) investiert in Euro-Unternehmensanleihen mit überwiegend guter bis sehr guter Schuldnerqualität, so die Experten von LBBW Asset Management.

Ziel sei es, eine im Vergleich mit Bundesanleihen möglichst attraktive Rendite zu erzielen. Die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Wertpapiere würden der aktuellen Marktsituation unter Gesichtspunkten der Ertragsoptimierung ständig angepasst. Die Auswahl der Anleihen erfolge in drei Schritten. Zuerst werde die weltwirtschaftliche Konjunktur- und Wachstumsdynamik prognostiziert und der Markt hinsichtlich seiner Kreditrisiken durchleuchtet. Anschließend würden die einzelnen Branchen im jeweiligen Zyklus bewertet und ausgewählt. Abschließend erfolge die Auswahl qualitativ hochwertiger Unternehmensanleihen aufgrund fundierter Analysen.

Die ersten drei Wochen des Jahres 2018 könnten als Wochen der Rekorde bezeichnet werden. Der amerikanische Aktienmarkt habe in diesem Zeitraum gleich mehrfach neue Rekordstände erklommen. Im Sog dieser Rekordjagd habe der DAX ebenfalls kräftig zugelegt und mit 13.597 Zählern ein neues Allzeithoch geschafft. Diese Entwicklung habe sich auch am Markt für Unternehmensanleihen widergespiegelt. Hier hätten nachrangige Anleihen und Anleihen aus dem High-Yield-Segment die beste Wertentwicklung aufgewiesen. Weltweit seien die Märkte von einer Reihe guter Konjunkturdaten und den beschlossenen US-Steuersenkungen befeuert worden. Die solide globale Konjunktur im Zusammenspiel mit niedrigen Zinsen und noch immer üppiger Liquidität beflügle die Märkte nach wie vor.

Zum Monatsende habe sich allerdings die Stimmung eingetrübt. Die Aktienmärkte hätten kräftig nachgegeben. Der starke Euro habe einen Stimmungsumschwung eingeleitet, als er mit einem Kursniveau von über 1,25 US-Dollar ein neues Dreijahreshoch markiert habe. Dabei sei der Euro von guten Konjunkturdaten getrieben worden.

Begleitet von hochfliegenden Frühindikatoren sei auch die globale Konjunktur mit Schub ins neue Jahr gestartet, das Welt-BIP dürfte 2018 mit +3,6% die höchste Rate seit 2012 erreichen. Impulse kämen weiter von Chinas vermehrt technologiegetriebenem Wachstum, das sich dank staatlicher Hilfen trotz Abbau von Industrie-Überkapazitäten und gebremstem Immobilienboom auf jährlich über 6% belaufe. Auch würden viele Schwellenländer von höherer Rohstoffnachfrage und damit einträglicheren Exporten profitieren. Vor allem aber dürfte die US-Wirtschaft als Folge der Steuerreform 2018 zu einem Haupttaktgeber werden. Durch die Senkung des Unternehmen-Steuersatzes und Abschreibungshilfen sollten insbesondere Investitionen stimuliert werden.

In der Eurozone halte der Rückenwind an. So sei das Wirtschaftsvertrauen im Dezember auf 116 Punkte, ein neues 17-Jahres-Hoch, gestiegen. Abgesehen von Italien lägen die großen Euro-Länder wieder über dem Output-Niveau von 2010 und die EWU-Arbeitslosenquote sei mit 8,7% auf den niedrigsten Stand seit Januar 2009 gefallen. Das robustere Umfeld helfe beim Abbau von Etatdefiziten in Südeuropa und eröffnet Aufträge für deutsche Unternehmen. Insgesamt sähen viele Marktteilnehmer damit mehr Spielräume in der EU, um Herausforderungen wie die Brexit-Verhandlungen, Italiens Parlamentswahlen im März, die finanzielle Zukunft Griechenlands und Reformen für eine stärkere EU-Integration zu bewältigen.

Ähnlich wie in Deutschland sei die Inflationsrate im Euroraum zum Jahresende bei verringerter Energiepreisdynamik leicht auf 1,4% gesunken. Im Jahresschnitt 2017 habe die Teuerung bei 1,5% nach nur 0,2% im Jahr 2016 gelegen. In den kommenden Monaten könnten die inzwischen gestiegenen Ölpreise die Inflation temporär nach oben schrauben, im Gesamtjahr sollte das Niveau der Teuerung in etwa gehalten werden.

Europas Währungshüter hätten im Rahmen ihres Zinsentscheids die im Dezember formulierte Zuversicht bezüglich Konjunktur- und Inflationsentwicklung bekräftigt. Sie hätten jedoch davon abgesehen, den Finanzmärkten über eine Anpassung ihrer Sprachregelung ein zusätzliches Ausstiegssignal aus der ultra-lockeren Geldpolitik zu geben. EZB-Chef Draghi habe betont, dass sich an der geldpolitischen Lagebeurteilung im Vergleich zum Oktober und Dezember nichts Wesentliches verändert habe. Die Anleihekäufe der EZB im Unternehmensanleihesegment seien relativ hoch ausgefallen. Es scheine sich herauszukristallisieren, dass die EZB ihre Käufe im Unternehmensanleihesegment im Vergleich zum Staatsanleihesegment nur unterdurchschnittlich reduziert habe.

Der LBBW RentaMax R liege im Januar mit einer Wertentwicklung (BVI-Methode) von -0,21% vor der Benchmark (-0,25%). Die laufende Rendite des Fonds betrage aktuell 1,02%. Die modifizierte Duration des Fonds liege bei 5,05% und damit unter dem Wert der Benchmark (5,24%). (Stand vom 31.01.2018) (13.02.2018/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
67,37 € 67,30 € 0,07 € +0,10% 25.05./19:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005326144 532614 68,47 € 66,70 €