LBBW Multi Global R-Fonds: 08/2018-Bericht, Wertverlust von 0,03% - Fondsanalyse


21.09.18 12:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Multi Global R wird wie ein defensiver Mischfonds gemanagt, so die Experten von LBBW Asset Management.

Er investiere international in Pfandbriefe, Staats- und Unternehmensanleihen mit überwiegend guter bis sehr guter Bonität. Einen Schwerpunkt bilde dabei der Europäische Wirtschaftsraum. Durch die gezielte Auswahl von Unternehmensanleihen solle eine Mehrrendite gegenüber Staatsanleihen und Pfandbriefen erzielt werden. Die Aktienquote werde zwischen 0% und 30% gesteuert, abhängig von der Markteinschätzung.

Der Fokus bei der Titelselektion liege auf zukunftsrelevanten Themen (Megatrends) und Aktien mit stabilen Gewinntrends. Durch den Verkauf von Optionen könnten weitere Zusatzerträge generiert werden. Ziel sei eine nachhaltige Wertsteigerung unter geringen Kursschwankungen.

Der Fokus der Märkte habe sich im August neben dem Dauerbrenner US-Handelspolitik auf die Währungsprobleme in einigen Emerging Markets verschoben. Auslöser sei vermutlich die starke Abwertung der Türkischen Lira gewesen, gefolgt von den Währungen in Argentinien, Brasilien und Südafrika. Diese Entwicklungen hätten zu Druck an den Aktienmärkten geführt, insbesondere in Europa. In den USA seien die Aktienmärkte überraschend resistent geblieben, auch getrieben von den anhaltend starken großen Technologiewerten.

Die schwachen Aktienmärkte hätten zu Spreadausweitungen bei Corporate Bonds geführt. Besonders schwach hätten italienische Corporates tendiert, die sowohl unter steigenden italienischen Staatsanleiherenditen als auch den Folgen des Einsturzes der Brücke in Genua gelitten hätten. Dies habe daran gelegen, dass alle Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf Lizenzen oder Konzessionen des italienischen Staates beruhen würden, unter Druck geraten seien. Auch Anleihen von Unternehmen, die in den Emerging Markets aktiv seien, hätten in der Tendenz nachgegeben.

Die Politik der Notenbanken sei im August etwas in den Hintergrund geraten, wobei alle ihren Linien treu geblieben seien. Deutsche Bundesanleihen hätten in einer Bandbreite zwischen 0,30% und 0,40% geschwankt. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen hätten sich auf Indexbasis nur leicht ausgeweitet. Die Argumente für einen positiven Ausblick für Unternehmensanleihen würden unverändert gelten. Trotz der vorübergehenden Verunsicherungen sollte sich der Konjunkturausblick wieder aufhellen.

Die europäischen Aktienmärkte (STOXX Europe 50: -3,5%; STOXX Europe 600: -2,1%) und die Eurolandindices (EURO STOXX 50: -3,7% und EURO STOXX: -2,6%) hätten im oben beschriebenen Umfeld im August etwas stärker nachgegeben. Der DAX sei um -3,5% gesunken.

Der LBBW Multi Global R habe sich daher trotz des volatilen Umfelds im Monat August seitwärts bewegt. Die Performance im Monatsverlauf betrage -0,03%. Seit Jahresbeginn stelle sich das Ergebnis nun auf -1,09% bei einer Volatilität von 3,12%. Performancebruttobeitrag vor Kosten: Renten -0,02%, Aktien +0,10%, Optionen +0,11%, Edelmetalle -0,10%.

Auf der Rentenseite sei die Duration inklusive Absicherungen im Vergleich zum Vormonat in die positive Bewegung hinein auf 3,85 Jahre reduziert worden. Der Schwerpunkt der Anlagen liege weiter im mittleren Laufzeitenband. Der Bestand an Corporate Bonds bleibe stabil bei 51% und bilde weiterhin den größten Anteil am Rentenbestand, gefolgt von Pfandbriefen mit rund 29%. Die Marktrendite habe sich auf 1,08% erhöht und das Durchschnittsrating bleibe bei einem Rating in der Kategorie A.

Die Aktienquote sei durch Zuflüsse leicht auf 16,4% gesunken. Selektiv seien Prämieneinnahmen durch Optionen generiert worden. Den Schwerpunkt bilde mit 66,9% der Euroraum. Im Vergleich zum Vormonat sei dieser Anteil reduziert worden. Danach würden Dänemark mit 18,4% und Schweden mit 8,4% folgen. Den Branchenschwerpunkt würden weiterhin mit 18,4% die Industriewerte bilden, gefolgt von den Pharmawerten mit 12,7% und den Versorgern mit 10,8%. Die besten Aktien im Portfolio seien im August das Waldunternehmen Svenska Cellulosa AB mit rund +13%, der IT Dienstleister Amadeus IT Group mit +9,5% und das französische Software-Unternehmen Dassault Systèmes SA mit +9,2% gewesen.

Der Anteil an Edelmetallen sei im Monatsverlauf in der Gold-Schwäche wieder auf 7% des Fondsvolumens erhöht worden. Der Kassenbestand habe sich dadurch auf 2,8% reduziert. (Stand vom 31.08.2018) (21.09.2018/fc/a/f)






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