Kames Global Diversified Growth Fund: Gold wieder im Mittelpunkt?


19.07.19 12:30
Kames Capital

London (www.fondscheck.de) - In den letzten Wochen haben sich die Erwartungen hinsichtlich sinkender US-Zinsen erhöht, so Robert-Jan van der Mark, Co-Manager des Kames Global Diversified Growth Fund bei Kames Capital.

Die realen Renditen hätten bereits angefangen zu sinken. Damit sei Gold für Investoren, die inmitten der anhaltenden geopolitischen Sorgen nach Stabilität suchen würden, wieder als sicherer Hafen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Es sei jedoch schwierig, den fundamentalen Wert von Gold zu bestimmen. Dies führe zu einer gewissen Preisunsicherheit und damit zu einer erhöhten Volatilität, die deutlich höher sei als beispielsweise bei 2-jährigen US-Treasuries. Darüber hinaus müssten die laufenden Lagerkosten von Gold berücksichtigt werden, die im Laufe der Zeit ein wenig an den potenziellen Renditen knabbern würden.

Gold werde seit über 3.000 Jahren als Währung und Wertanlage verwendet. Im vergangenen Jahrhundert habe es traditionell als sicherer Hafen gedient. In schwierigen Marktsituationen steige die Nachfrage nach Sachwerten, was vor allem nach der Kreditklemme deutlich geworden sei. In den letzten Jahren sei Gold jedoch weniger beliebt gewesen. Der Popularitätsverlust sei hauptsächlich von der US-Notenbank Federal Reserve verursacht worden, die die Zinsen erhöht habe, was zu höheren US-Treasury-Renditen und einem stärkeren Dollar geführt habe.

Im Multi-Asset-Kontext würden US-Staatsanleihen als konkurrierende Safe Haven-Assets betrachtet. Höhere US-Zinsen und die damit verbundenen positiven Realzinsen für US-Treasuries würden ein laufzeitloses inflationsgeschütztes Asset ohne Kupon, wie Gold, weniger ansprechend machen. Ein aufwertender US-Dollar bedeute, dass Gold außerhalb des US-Dollarraums automatisch teurer werde - was ebenfalls möglichen Preissteigerungen entgegenwirke.

In den letzten Wochen hätten sich die Erwartungen hinsichtlich sinkender US-Zinsen erhöht. Die realen Renditen hätten bereits angefangen zu sinken. Damit sei Gold für Investoren, die inmitten der anhaltenden geopolitischen Sorgen nach Stabilität suchen würden, wieder als sicherer Hafen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Es sei jedoch schwierig, den fundamentalen Wert von Gold zu bestimmen. Dies führe zu einer gewissen Preisunsicherheit und damit zu einer erhöhten Volatilität, die deutlich höher sei als beispielsweise bei 2-jährigen US-Treasuries. Darüber hinaus müssten die laufenden Lagerkosten von Gold berücksichtigt werden, die im Laufe der Zeit ein wenig an den potenziellen Renditen knabbern würden.

Aus Sicht des Multi-Asset-Investors würden die Experten kontinuierlich eine Goldallokation betrachten, um sich gegen angespannte Marktphasen zu schützen. Die Experten möchten jedoch für das höhere Risiko und den Lagerkostenaufwand belohnt werden. Vorerst würden sie deshalb US-Treasuries als sicheren und diversifizierenden Bestandteil in ihrem Portfolio bevorzugen.... zumindest bis die Realzinsen deutlich negativ würden. (Ausgabe vom 18.07.2019) (19.07.2019/fc/a/f)





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