Jupiter Europa-Fonds: Anlagetipp der Woche - Fondsanalyse


11.01.16 11:12
Euro fondsxpress

München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" empfehlen den Jupiter Europa-Fonds (ISIN LU0459992110 / WKN A0YC44, thesaurierend) als Anlagetipp der Woche.

Mike Buhl-Nielsen sei seit Mai 2013 Fondsmanager des Jupiter Europa. Zuvor sei er seit Oktober 2011 stellvertretender Fondsmanager gewesen. Buhl-Nielsen sei im Dezember 2006 als Hedgefonds-Analyst für Europa zu Jupiter gekommen. Vor seinem Wechsel zu Jupiter habe er als Special-Situations-Analyst bei Centaurus Capital und der Credit Suisse gearbeitet. Zuvor sei er in der Derivatestrukturierung und im Derivatehandel bei Daiwa Securities sowie bei SMBC Europe und Lehman Brothers tätig gewesen.

Der Jupiter European Growth (ISIN LU0260085492 / WKN A0J317, L (EUR); ISIN LU0260086037 / WKN A0J319, I (EUR); ISIN LU0329190499 / WKN A0NBGT, L (GBP)) von Fondsmanager Alexander Darwall dürfte den meisten Fondsanlegern hinreichend bekannt sein. Doch die Briten hätten mit dem Jupiter Europa noch einen weiteren interessanten Fonds für den alten Kontinent im Programm. Allerdings handele es sich bei dem von Mike Buhl-Nielsen gemanagten Vehikel um einen Absolute-Return-Fonds. Genauer gesagt um einen Long-/Short-Fonds mit Long-Bias.

Wie bei Jupiter üblich setze Buhl-Nielsen bei seiner Portfoliozusammenstellung auf klassisches Stock-Picking. Wichtig sei ihm auf der Long-Seite dabei vor allem ein überzeugendes Geschäftsmodell, günstige Bewertungen, und ein überzeugendes Management. Zudem streue er über Branchen und Länder. Das sei die beste Risikokontrolle. Makroökonomische Überlegungen lasse der Experte dabei beiseite. Er investiere auf der Long-Seite in 40 bis 70 (aktuell 73) fundamental starke europäische Werte.

Dabei unterteile er die Aktien in zwei Blöcke. 20 bis 30 Aktien, die 50 bis 75 Prozent des Long-Exposures ausmachen würden, würden sein langfristiges Kernportfolio bilden. In die restlichen Titel investiere Manager Buhl-Nielsen unter eher kurzfristigen Gesichtspunkten. Die Short-Seite des Jupiter Europa bestehe ebenfalls aus zwei Elementen. Insgesamt investiere der Jupiter-Experte hier meist in 20 bis 60 Titel (aktuell 61).

Der Bruttoshortanteil betrage zwischen 20 und 60 Prozent. Bis zu 35 Prozent davon seien Kernbeteiligungen, die entweder über eine schlechte Unternehmensführung verfügen oder aus einer Branche stammen würden, die strukturelle Probleme habe. Ein aktuelles Beispiel wären derzeit etwa Ölservicedienstleister. Das zweite Short-Standbein seien Index-Futures. Mit diesen Instrumenten sichere er vor allem in schwierigen Marktphasen, wie etwa im Januar/Februar oder Dezember 2014, den Fonds gegen starke Verluste ab. Hier betrage die Short-Position von Buhl-Nielsen maximal 30 Prozent.

Seit Auflage der Strategie habe die durchschnittliche Nettoinvestitionsquote bei 46 Prozent gelegen. Aktuell liege sie bei knapp 58 Prozent. Die Shortpositionen auf Einzeltitel würden knapp zehn Prozent ausmachen. Gut 25 Prozent würden noch Indexoptionen beisteuern.

Die Zielrendite von Buhl-Nielsen liege bei sechs bis zehn Prozent pro Jahr. Gleichzeitig solle die Volatilität bei rund sechs Prozent liegen. Seitdem Buhl-Nielsen hauptverantwortlich den Fonds manage, habe er sein Ziel erreicht. In den vergangen drei Jahren habe er insgesamt knapp 26 Prozent bei einer Volatilität von etwas über fünf Prozent geschafft.

Riesig sei die Auswahl leider nicht. Ähnlich gut wieder Jupiter Fonds seien etwa der Allianz Discovery Europe Strategy - A, Henderson Horizon Pan European Alpha Fund oder der LOYS - Global L/S (ISIN LU0720541993 / WKN A1JRB8, P).

Für die Experten von "Euro fondsxpress" ist der Jupiter Europa ein guter und bislang kaum bekannter Long-/Short-Fonds. (Ausgabe 1 vom 08.01.2016) (11.01.2016/fc/a/f)





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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0459992110 A0YC44 14,43 € 11,16 €
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