J.P. Morgan Global Income Fonds: Solide Wertentwicklung und stabiles Ausschüttungsniveau in der Income-Strategie


17.03.20 10:30
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die anhaltende Verunsicherung rund um das Coronavirus in Verbindung mit dem plötzlichen Ölpreisverfall Anfang letzter Woche hält die Kapitalmärkte in Atem, so die Experten von J.P. Morgan Asset Management.

Starke Kursverluste in den vergangenen Tagen hätten Anleger in Scharen in "sichere Anlagehäfen" getrieben. Die Renditen von Staatsanleihen wie deutschen Bundesanleihen seien in der Folge auf neue Tiefststände von -0,91Prozent gesunken. "Der Ölpreisrückgang von 20 Prozent allein am 9. März stellt für die Weltwirtschaft und die Märkte, die noch die Auswirkungen rund um Covid-19 zu verkraften haben, einen zweiten exogenen Schock dar", erläutere Jakob Tanzmeister, Investment Specialist für Multi-Asset-Solutions bei J.P. Morgan Asset Management.

Trotz der Verunsicherung habe aber das Kernszenario, dass sich die Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte von den aktuellen Schocks erhole, für die Multi-Asset Fonds wie den J.P. Morgan Investment Funds - Global Income Fund (ISIN LU0395794307 / WKN A0RBX2, A (div) EUR; ISIN LU0840466477 / WKN A1J5UZ, A (dist) EUR) weiter Bestand. "Allerdings ist die Unsicherheit, was den genauen Verlauf angeht, gestiegen, da das genaue Zusammenspiel der beiden Schocks unklar ist", betone Tanzmeister. Da das Risiko einer Fortsetzung der Volatilität an den Kapitalmärkten bestehe, seien die Income-Portfolios defensiver aufgestellt worden - zudem würden die Experten in den kommenden Wochen geld- und fiskalpolitische Impulse erwarten.

Sicher sei aber schon jetzt, dass der wirtschaftliche Effekt durch Covid-19 länger andauern werde als zunächst angenommen. Zwar schreite Chinas Reaktivierung langsam voran, in anderen Ländern komme es nun allerdings zu teilweisen Stillständen und Verhaltensänderungen. "Das erste Quartal 2020 wird sich als das schwächste Quartal für das globale Wachstum dieser Expansion erweisen, und es wird eine gewisse Trägheit im zweiten Quartal geben. Wir rechnen jetzt für das Geschäftsjahr 2020 mit einem wesentlichen Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts, der jedoch sehr ungleich verteilt sein wird", sage Tanzmeister. So gehe der Experte davon aus, dass sich die US-Wirtschaft widerstandsfähiger zeigen werde. Nachdem in 2019 ein deutlicher Rückgang der Unternehmenstätigkeit zu verzeichnen gewesen sei, seien die Cashflows der Unternehmen nun in einer solideren Ausgangsposition, um diesen Schock besser zu überstehen. Auch die Haushaltsbilanzen sähen vergleichsweise robust aus und die Sparquote sei mit 5 Prozent hoch.

Aus realwirtschaftlicher Sicht sollten die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen des Ölpreisverfalls für die großen Volkswirtschaften begrenzt sein. "Zumindest mittelfristig dürften die positiven Auswirkungen niedrigerer Öl- und Benzinpreise auf die Verbraucher die negativen Auswirkungen auf den Energiesektor, der in den meisten Industrieländern und sogar in großen Schwellenländern gering ist, bei weitem überwiegen", sei Tanzmeister überzeugt. Die negativen Ausreißer seien hier Kanada und teilweise Australien.

Selbst in den USA, die heute ein bedeutender Ölproduzent und Nettoexporteur seien, sei die Größe des Sektors volkswirtschaftlich begrenzt. Zudem seien Unternehmensinvestitionen im Energiebereich im Vergleich zu 2015, als Investitionen im Sektor hoch und steigend gewesen seien, aktuell weiterhin niedrig und fallend. Der Benzinanteil an den Verbraucherausgaben sei jedoch ziemlich konstant gewesen. "Ein weiterer Rückgang der ölbezogenen Investitionen ist wahrscheinlich, sollte jedoch nicht mehr als ein paar Zehntel Prozent vom annualisierten BIP-Wachstum ausmachen. Dieser Effekt wird wahrscheinlich durch andere Verhaltensänderungen in den Schatten gestellt", so Tanzmeister.

Das größere Risiko für den Konjunkturausblick bestehe laut dem Experten deshalb nun in der Wechselwirkung zwischen Virus und dem Energieschock. Dies erhöhe das Risiko, dass einige Unternehmen überproportional betroffen seien, was eine Welle von Insolvenzen auslösen könnte, bei denen die Störung des Finanzmarktes wieder auf die Realwirtschaft zurückfalle - und somit das Risiko einer Rezession durch Arbeitsplatzverluste, Stimmungsschock und eine Zunahme allgemeiner Unsicherheit verstärkt werde. "Die jüngsten Kursrückgänge und das Risiko einer erheblichen Funktionsstörung an den Finanzmärkten werden sehr wahrscheinlich weitere Reaktionen der Zentralbanken und Politik auslösen. Natürlich wird es Stimmen geben, die besagen, dass die Zentralbanken diesen Schocks nicht entgegenwirken können, aber in einer Situation wie dieser ist eine Lockerung der Geldpolitik normalerweise der Ersthelfer. Selbst wenn eine dann folgende steuerliche oder fiskalische Reaktion wirkungsvoller sein könnte", unterstreiche der Experte.

Jakob Tanzmeister betone, dass Multi-Asset-Fonds in diesen volatilen Phasen von ihrer Diversifizierung profitieren könnten. Die Flexibilität der Income-Strategie zahle sich zudem aus, denn Anlageklassen wie beispielsweise REITs oder Infrastruktur würden nicht so sensitiv auf die Marktbewegungen reagieren. "Unsere Positionierung auf der Anleihenseite in Hypothekenanleihen, Cash, Unternehmensanleihen mit Investment Grade Rating und kurzlaufende Unternehmensanleihen stärkt die Defensive. Diese Assets dienen sowohl als Portfolio-Absicherung, als auch um die erhöhte Wahrscheinlichkeit von Reaktionen der Zentralbankpolitik widerzuspiegeln." Bei Hochzinsanleihen bleibe das Income-Management rund um Michael Schoenhaut und Eric Bernbaum weiter vorsichtig und ziehe es vor, die Bonität im Portfolio vergleichsweise hoch und die Positionsgrößen im historischen Vergleich geringer zu halten.

Insgesamt bleibe die Strategie, was Risikoanlagen angehe, moderat positioniert, wobei die Manager weiterhin stark auf die Diversifizierung des Portfolios setzen und defensive Positionen wie die Duration nutzen würden, um die Widerstandsfähigkeit des Portfolios sicherzustellen. Aktien mit defensiver Dividendenausrichtung sähen die Income-Manager mittelfristig weiterhin konstruktiv, würden jedoch die Positionsgrößen aufgrund der aktuellen Marktschwankungen reduzieren, da sie davon ausgehen würden, dass die Märkte kurzfristig volatil bleiben würden. Innerhalb dieser defensiven Positionierung würden sie weiterhin US-Aktien und in moderater Dosis Schwellenländer bevorzugen, die sich in den letzten Wochen positiv für die Diversifizierung erwiesen hätten.

"Wir haben 2020 mit einer relativ defensiven Ausrichtung des Portfolios begonnen, verglichen mit längerfristigen "neutralen" Risikoniveaus des Fonds. Dies äußert sich in einer geringeren Aktiengewichtung von aktuell 29 Prozent und einer verstärkten Diversifikation unserer Anleihenallokation durch qualitativ hochwertige Anlagen wie bonitätstarke Hypothekenanleihen, die aktuell bei knapp 10 Prozent liegen. Die Duration betrug vier Jahre, was einem durchschnittlichen Niveau entspricht", führe Tanzmeister aus. Im Vergleich zu einem breiten Index sei der Global Income Fund im Energiesektor untergewichtet gewesen und insbesondere bei Hochzinsanleihen in defensiven Sektoren wie Kommunikation, Gesundheitswesen und Konsum (nicht zyklisch) dagegen übergewichtet. Diese defensiven Sektoren würden teilweise von der soliden Ausgangslage der US-Konsumenten profitieren und hätten sich als besonders robust in wirtschaftlichen Schwächephasen erwiesen.

"Die weiterhin relativ defensive Positionierung und die breite Streuung der Anlageklassen im Fonds haben sich in diesem volatilen Marktumfeld bewährt. Per 13.03. betrug die Performance in der Anteilklasse A (div) EUR seit Jahresbeginn -11,45 Prozent - im Vergleich zu -24,1 Prozent des MSCI World EUR hedged, was eine Abwärtserfassung von weniger als der Hälfte des Aktienmarktes darstellt. Dies entspricht dem Risikoprofil der Strategie", führe der Experte aus. Die risikoärmere Variante J.P. Morgan Investment Funds - Global Income Conservative Fund (ISIN LU1458463236 / WKN A2AN88, A (div) EUR; ISIN LU1458463079 / WKN A2AN86, A (acc) EUR) verzeichne seit Jahresbeginn eine Wertentwicklung von -4,12 Prozent (Anteilklasse A (div) - EUR, Stand 13.03.2020).

Im vergangenen Jahr habe der Global Income Fund eine Wertentwicklung von 10,7 Prozent erzielen und diesen Trend mit einem All-Time-High am 18. Februar dieses Jahres fortsetzen können. Im Vergleich zum MSCI World Index habe er in 2019 Kursabschwünge durchschnittlich nur zu 14% mitgemacht, an Kurssteigerungen aber zu 30% partizipiert.

Auch bei den letzten Ausschüttungen hätten der J.P. Morgan Investment Funds - Global Income Fund und sein defensiveres Pendant, der J.P. Morgan Investment Funds - Global Income Conservative Fund, überzeugen können. In der vierteljährlich ausschüttenden Anteilklasse habe diese im Februar für den Global Income Fund bei annualisiert 4,1 Prozent p.a. (Anteilklasse A (div) - EUR, Stand Februar 2020, nicht garantiert) und für den Global Income Conservative Fund bei 3,5 Prozent gelegen (Anteilklasse A (div) - EUR, Stand Februar 2020, nicht garantiert). Die jährlich ausschüttende Anteilklasse A (dist) - EUR habe eine Ausschüttung im Global Income Fund von 2,8 Prozent erzielt, der Global Income Conservative Fund habe bei 1,5 Prozent gelegen (Stand März 2020, nicht garantiert).

"Dank seiner breiten Streuung und vergleichsweise defensiven Ausrichtung konnten wir in der Income-Strategie die jüngsten Kursverluste im Zuge der Sorgen um die Ausbreitung von COVID-19 und den Ölpreisschock gut abfedern und haben weniger Schwankung gesehen als bei reinen Aktieninvestments", so Tanzmeisters Fazit. (17.03.2020/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
92,28 € 92,08 € 0,20 € +0,22% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU1458463236 A2AN88 94,60 € 83,87 €
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