J.P. Morgan Asia Growth Fund: Wachstumschancen asiatischer Finanzwerte nicht aus den Augen verlieren


30.09.20 15:00
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management lohnt derzeit ein Blick auf Finanztitel in Asien. "Während in den letzten Monaten insbesondere Technologieunternehmen an den Börsen für Fantasie sorgten, ist es gerade in Asien sinnvoll, auch die Finanztitel nicht aus den Augen zu verlieren", sagt Joanna Kwok, Fondsmanagerin des J.P. Morgan Funds - Asia Growth Fund (ISIN LU0169518387 / WKN A0DNC7).

Auch wenn diese Einschätzung auf den ersten Blick überraschen möge, sei sie von den langfristigen Wachstumschancen des Sektors in der Region überzeugt: "Zugegebenermaßen zählen Finanzaktien und gerade auch Banken im Gegensatz zu Technologie- oder Telekommunikationsunternehmen traditionell zu den weniger dynamischen Sektoren der "Old Economy". Auch gelten Banken als zinssensitiv, weshalb sie angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds im Allgemeinen nicht allzu hoch in der Anlegergunst stehen. Das muss jedoch nicht heißen, dass in Asien Finanzunternehmen im aktuellen Marktumfeld unattraktiv und grundsätzlich nicht in der Lage sind, Wachstum zu bieten", unterstreiche Kwok.

So investiere sie mit dem Asia Growth Fund aktuell in einige Finanzdienstleister und sogar Banken - wobei sie betone, dass diese sich in Wachstumsmärkten mit viel Potenzial befinden würden, beispielsweise Indonesien oder Indien. "In diesen Ländern ist die Marktdurchdringung von Finanzprodukten im Vergleich zu den stärker entwickelten Märkten Asiens immer noch geringer", so Kwok. Insgesamt investiere der Asia Growth Funds derzeit rund ein Viertel seines Fondsvermögens in Unternehmen der Finanzbranche (22,8 Prozent per 31.08.2020). Sein Vergleichsindex, der MSCI All Country Asia ex Japan Index, habe im Vergleich eine Gewichtung von 18 Prozent - dies sei auch der Durchschnitt aller Fonds mit Schwerpunkt Asien.

Ziel des Asia Growth Funds sei es, in so genannte "Quality-Growth"-Aktien zu investieren, also in profitable Unternehmen mit starken Bilanzen, die nachhaltige Wachstumsaussichten und Erträge böten und mit einer guten Unternehmensführung überzeugen würden. Dass bereits seit 2013 ESG-Kriterien ein fester Bestandteil im Investmentprozess seien, trage zudem dazu bei, solche Unternehmen zu identifizieren, die sich hinsichtlich Umwelt und sozialer Aspekte sowie bei der Unternehmensführung positiv von ihren Wettbewerbern absetzen würden. Diese lägen aber vielleicht nicht unbedingt im "Mainstream" der Marktmeinung und so sei der Asia Growth Fund immer wieder deutlich gegenüber dem Index über- oder untergewichtet.

Joanna Kwok betone, dass in den wachstumsstarken Märkten in Asien die Nachfrage nach Sparprodukten, Altersvorsorgeplänen und Krankenversicherungen stetig wachse. So böten jenseits klassischer Banktitel beispielsweise auch Versicherungsunternehmen interessante Möglichkeiten, denn dieses Marktsegment sei in Asien im Vergleich zu vielen Industrieländern noch wenig abgedeckt.

Auch Börsen seien eine interessante Möglichkeit, beispielsweise die Hong Kong Exchange (HKEX), die von der Liberalisierung des chinesischen Kapitalmarktes beispielsweise rund um die Connect-Programme profitiere. "Durch die Vertiefung des Finanzsektors in Asien ist viel strukturelles Wachstum zu erwarten und so halten wir derzeit vier der zehn größten Positionen im Asia Growth Fund in Finanzunternehmen, darunter Versicherungsunternehmen in Hong Kong und China, eine Bank in Indonesien und die Börse in Hongkong."

Insgesamt sehe Joanna Kwok den Ausblick für asiatische Aktien als vielversprechend an. Insbesondere im Norden Asiens habe sich die Situation rund um COVID-19 deutlich verbessert. Dass der Asia Growth Fund stärker in den nördlichen Märkten wie China, Taiwan, Hongkong und Korea aktiv sei, liege jedoch nicht etwa an einer Top-down-Sicht der Pandemiesituation, sondern an der auf Bottom-Up-Research beruhenden Aktienselektion der jeweils besonders aussichtsreichen Unternehmen.

Während in den nördlichen Ländern Asiens mehr Titel aus dem gewünschten Spektrum der "Qualitäts-Wachstums-Aktien" zu finden seien, gebe es im südlichen bzw. südöstlichen Teil Asiens weniger Firmen, die für einen wachstumsorientierten Fonds von Interesse seien. So setze der Asia Growth Fund besonders auf die Sektoren Informationstechnologie, Kommunikation und Nicht-Basiskonsumgüter und weniger auf "alte Industrien" wie Energie, Rohstoffe oder Versorger.

"Die Volatilität der letzten Wochen haben wir genutzt um Positionen in einigen Software-Namen chinesischer A-Aktien sowie aus dem Segment des Online-Gamings in China und Südostasien weiter auszubauen. Ein weiteres starkes Segment sind auch die zyklischen Konsumgüter, die insbesondere von der konsumfreudigen neuen Mittelschicht in der Region profitieren. Mit wachsendem Wohlstand zeigt sich ein Trend zur Premiumisierung mit Verlagerung auf qualitativ hochwertigere Markenprodukte und Dienstleistungen", führe Joanna Kwok aus.

Insgesamt sei das Portfolio trotz der Volatilität im Jahr 2020 weitgehend unverändert geblieben und es habe unterdurchschnittlich wenige Veränderungen gegeben. "Die langfristigen strukturellen Trends, die es in Asien gibt, haben sich durch COVID-19 nicht geändert. Einige wurden vielmehr durch das Virus beschleunigt, und wir sehen weiterhin viel Potenzial in den Technologie-, Gesundheits- und Finanzunternehmen, in die wir investieren" stelle Kwok fest.

Sie unterstreiche, dass auch wenn sich die Märkte in Asien seit dem pandemiebedingten Einbruch im März inzwischen deutlich erholt hätten, es sich immer noch lohne, einzusteigen und auf das Wachstumspotenzial der Region zu setzen, denn die Bewertungen seien weiterhin attraktiv: "Der Kurs-Buch-Wert liegt aktuell bei 1,6, was in etwa dem langjährigen Durchschnitt entspricht und keinesfalls ein übertriebenes Niveau bedeutet."

Asien biete interessante Unternehmen, die strukturell wachsen würden. Besonders sinnvoll sei es dabei, in Aktien zu investieren, die von den langfristigen strukturellen Trends der Region profitieren und weniger davon abhängig seien, wie die gesamtwirtschaftlichen Wachstumszahlen ausfallen würden. Dafür sei es unerlässlich, die lokalen Marktgegebenheiten sehr gut zu kennen. Denn die Unternehmensführung und -kontrolle sowie Transparenz seien in vielen Unternehmen vor Ort in Asien noch nicht so etabliert wie in entwickelten Märkten.

Das gelte insbesondere für den interessanten Bereich der kleineren, lokal agierenden Unternehmen. Um gerade diese spannenden "Perlen" zu entdecken, gebe es bei J.P. Morgan Asset Management neben den Fondsmanagern über 40 Research Analysten vor Ort in den Märkten. Das Team spreche 20 verschiedene Sprachen und für jedes Land gebe es spezifische Experten, die sich mit den lokalen Besonderheiten bestens auskennen würden.

Das Ergebnis dieser gebündelten Expertise könne sich sehen lassen. Der Asia Growth Fund habe in den letzten drei Jahren in der Anteilklasse A (acc) USD per Ende August kumuliert ein Plus von 39,5 Prozent erzielt - das sei mehr als doppelt so viel, wie der Referenzindex MSCI All Country Asia ex Japan mit 17,6 Prozent zugelegt habe. Auch in diesem herausfordernden Jahr liege der Asia Growth Fund mit 15,1 Prozent vor dem Referenzindex mit 7,0 Prozent. Die Strategieänderung, die genau vor drei Jahren, Ende September 2017 umgesetzt worden sei, zahle sich also aus. Das Portfolio des Asia Growth Funds sei nun sehr konzentriert und setze auf höchstens 60 der "besten Anlageideen" - das könnten sowohl kleinere als auch größere Unternehmen sein. Und nicht nur Fondsmanagerin Joanna Kwok, auch ihr Co-Manager Mark Davids verfüge über mehr als 20 Jahre Erfahrung.

Joanna Kwok sei gerade erneut von Citywire als eine der 30 besten Fondsmanagerinnen weltweit ausgezeichnet worden und belege aktuell den zweiten Platz. Sie sei seit zwei Jahrzehnten im Asset Management tätig, arbeite seit 2002 für J.P. Morgan Asset Management und seit 2005 als Managerin für asiatische Aktien innerhalb des Emerging Markets- und Asia Pacific-Equities-Teams (EMAP). Sie sehe ihren Erfolg als Teil des teambasierten, leistungsorientierten Ansatzes und der klaren Prozesse, nach denen sie ihren Fonds manage.

"Die Ressourcen, über die wir bei J.P. Morgan Asset Management verfügen, sind einzigartig und für den Erfolg von entscheidender Bedeutung. Nur sehr wenige Vermögensverwalter können mit unserem Know-how mithalten - aber fast noch wichtiger, als das Wissen zu haben, ist dies auch zu teilen und in Investmententscheidungen umsetzen zu können", erläutere Kwok. Dies sei fast der schwierigste Teil ihrer Arbeit, aus den vielen spannenden Unternehmen, die es in Asien gebe, nur die wirklich "besten Ideen" für den Asia Growth Fund auszuwählen. Die außergewöhnlich hohe Volatilität in diesem Jahr stresse die Fondsmanagerin dagegen weniger: "Ich habe gelernt, mich daran zu gewöhnen und sehe inzwischen lieber die Chancen, die die Schwankungen bringen", so Joanna Kwok. (30.09.2020/fc/a/f)





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