J.P. Morgan Asia Growth Fund: Jetzt erst recht auf Wachstumspotenzial und Strukturwandel in Asien setzen


26.05.20 13:34
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Asien war als Erstes von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen - nun profitieren die lokalen Märkte von dem Rückgang zur Normalität in der Region, so die Experten von J.P. Morgan Asset Management.

"Diese Krise hat dazu geführt, dass die Unternehmen in allen Regionen der Welt neu bewertet wurden. Und während vieles weiterhin unklar bleibt, hat sich in Asien ein Trend manifestiert: Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus und konsumieren stärker als je zuvor über E-Commerce-Plattformen. Das wird die Online-Gewohnheiten langfristig prägen", sei Mark Davids, Co-Head des Asia-Pacific-Aktienteams bei J.P. Morgan Asset Management und Manager des J.P. Morgan Funds - Asia Growth Fund (ISIN LU0169518387 / WKN A0DNC7, A (acc) USD) überzeugt.

Dieser stärkere Fokus auf Online-Aktivitäten sollte auch andere strukturelle Trends in der Region unterstützen, die unberührt von der Krise die technologischen Innovationen in Asien untermauern würden. So habe er in den letzten Wochen für den Asia Growth Fund einige taktische Veränderungen vorgenommen, beispielsweise in chinesische Softwareunternehmen investiert, die von diesem Online-Trend profitieren sollten.

Auch in anderen Segmenten erwarte der Portfoliomanager weiteres Wachstum: "2020 sollte das Jahr sein, in dem sich die asiatische Technologiebranche von "aufregend" zu "aufstrebend" entwickelt", sage Davids. Insbesondere in den Bereichen Gaming, E-Commerce und Unternehmenssoftware sehe er interessante mehrjährige Monetarisierungsmöglichkeiten, während in der Hardware die Nachfrage in den Bereichen Cloud Computing, automatisiertes Fahren, Smartphones und Fintech bestehe.

Und während die asiatischen Technologieunternehmen zuletzt mit Gegenwind konfrontiert gewesen seien - zunächst aufgrund des Handelsstreits mit den USA und seit Jahresanfang 2020 aufgrund des Coronavirus - werde das Wachstumspotenzial dieser Unternehmen durch den weiteren Aufstieg der Mittelklasse in der Region, den zunehmenden Bedarf an Technologie-Insourcing und die Markteinführung von 5G weiter angetrieben. Insbesondere die 5G-Technologie sollte Unternehmen weiter voranbringen, ihre Effizienz verbessern und die Margen steigern.

"Das durch 5G gestärkte investierbare Universum beschränkt sich nicht nur auf Anbieter von Smartphones, Hardware- oder Telekommunikationsunternehmen. Die verbesserte Konnektivität mit 5G bietet auch für Online-Spiele und den gesamten E-Commerce eine verbesserte Plattform. Darüber hinaus sehen wir großes Potenzial für Unternehmenssoftwareplattformen, denn 5G ermöglicht weitere Entwicklungen im Bereich Cloud Computing und dem "Internet der Dinge". Sogar Banken könnten von 5G profitieren, da mobile Dienste für die Umsatzgenerierung immer wichtiger werden", führe Davids aus.

Zu den attraktivsten Unternehmen würden für ihn Halbleiterhersteller für Speicherchips, 5G- und Smartphone-Prozessoren zählen, da diese Unternehmen nicht nur regional aktiv seien, sondern global eine wichtige Rolle spielen könnten. "Die Technologiegewinner in Asien verfügen über exzellente Ressourcen sowie Forschungs- und Entwicklungskapazitäten, um ihre Position auszubauen", so der Experte. Der Ausbruch von COVID-19 habe Herausforderungen für Lieferketten und die Logistik mit sich gebracht, aber zu verbessertem Einsatz von Automatisierung und stärkerer Effizienz geführt. Und so sei er überzeugt, dass die jüngste Volatilität die Branchenkonsolidierung beschleunigen werde und den Marktführern letztendlich zugute komme.

Wie bei allen Investments sei auch bei 5G-Investitionsmöglichkeiten die Analyse der Fundamentaldaten jedes einzelnen Unternehmens die Basis. Davids begrüße zudem den Trend, dass die asiatischen Technologieunternehmen zunehmend attraktive Dividenden ausschütten würden, was zeige, dass es bei Investitionen in Technologie nicht nur um Wachstum, sondern auch um Ertragschancen gehe.

Aber auch über den Technologiesektor hinaus finde Mark Davids viele attraktive Investitionschancen in der Region: "Insbesondere durch die Lifestyle-Upgrades, demografische Veränderungen und die Vertiefung der Finanzmärkte in Asien bieten sich eine Vielzahl langfristiger Investitionsmöglichkeiten." Sein Vertrauen in das Potenzial der Region sei ungebrochen, nicht zuletzt, da bereits in den letzten zwei Jahrzehnten überdurchschnittlich starkes Wachstum habe verzeichnet werden können.

So sei der Anteil Asiens am MSCI AC World Index in den letzten 20 Jahren von 5 auf inzwischen 16 Prozent angestiegen, was sowohl am gestiegenen Emissionsvolumen als auch am überdurchschnittlichen Wachstum der Unternehmen in der Region gelegen habe. Der Umsatzanteil der Region sei laut MSCI-Daten sogar von 4 Prozent auf 30 Prozent und der Anteil des Nettogewinns von 3 Prozent auf 33 Prozent gestiegen. Und die Wachstumsstory gehe weiter: "Die Chancen für Investoren werden durch ein noch stärker transformiertes Gewinnwachstum und durch Bewertungen bestimmt, die die positive Veränderung besser widerspiegeln", habe er hinzugefügt. Zumindest, wenn man die richtigen Titel auswähle, was Mark Davids und seiner Co-Managerin Joanna Kwok bestens gelinge. Der Asia Growth Fund habe in den letzten drei Jahren in der Anteilklasse A (acc) USD per Ende April kumuliert ein Plus von 23,4 Prozent erzielt - das sei mehr als doppelt so viel wie der Referenzindex MSCI AC Asia ex Japan mit 10,3 Prozent zugelegt habe.

Diese Outperformance des Index habe Mark Davids mit vielen abweichenden aktiven Positionen auf Länder- und Sektorebene erzielt. Er setze insbesondere auf China, Hong Kong und Indien, und habe klassische Tigerstaaten wie Korea und Taiwan untergewichtet. Es sei nicht überraschend, dass sich ein wachstumsorientierter Fonds heute eher auf Informationstechnologie, Nicht-Basiskonsumgüter, Kommunikationsdienste und Gesundheitswesen konzentriere und nicht auf "alte Industrien" wie Energie, Rohstoffe oder Versorger.

So sorge vor allem die konsumfreudige neue Mittelschicht in der Region für Wachstum: "Im Konsumbereich führt wachsender Wohlstand zu einer "Premiumisierung" und zur Verlagerung auf qualitativ hochwertigere Markenprodukte und Dienstleistungen", führe Davids aus. Das größte Übergewicht von 7,5 Prozent in seinem Asia Growth Fund betreffe jedoch den Finanzsektor, da "Finanzdienstleistungsunternehmen im Zuge der Entwicklung der regionalen Volkswirtschaften von der wachsenden Nachfrage nach Sparprodukten, Altersvorsorgeplänen und Krankenversicherungen profitieren", sage Davids. Zuletzt habe er allerdings klassische Banken reduziert und setze vielmehr auf regionale Kreditgeber und Versicherer. Besondere Wachstumsperspektiven böten solche Finanzdienstleister, die gut designte digital verfügbar Finanzprodukte anbieten könnten.

Der Experte betone jedoch, dass die Aktienauswahl, nicht die Allokation nach Ländern oder Sektoren, das Hauptmerkmal der Investmentstrategie sei und diese dann für die Übergewichtungen in den verschiedenen Bereichen sorge. Er werde unterstützt von den Länder- und Branchenspezialisten in der Gruppe, die ihm die besten Wachstumsaktien empfehlen würden.

Neben dem Fokus auf profitable Unternehmen mit soliden Bilanzen, nachhaltigen Renditen und starken Wachstumsperspektiven müssten vor allem auch Governance- und andere Risikokriterien wie ESG erfüllt werden. "Asien bietet interessante Unternehmen, die strukturell wachsen - wir suchen insbesondere solche, die unabhängig davon sind, wie die gesamtwirtschaftlichen Wachstumszahlen ausfallen. Dafür ist es allerdings von Vorteil, die Marktgegebenheiten sehr gut zu kennen. Denn die Unternehmensführung und -kontrolle sowie Transparenz sind in vielen Unternehmen noch nicht so etabliert wie in entwickelten Märkten. Das gilt insbesondere für den interessanten Bereich der kleineren, lokal agierenden Unternehmen", betone Mark Davids. Sein Team spreche 20 verschiedene Sprachen und für jedes Land gebe es spezifische Experten, die sich mit den lokalen Besonderheiten bestens auskennen würden.

Sicherlich würden das Coronavirus und die Reaktionen darauf kurzfristig Risiken für die Region darstellen, Mark Davids behalte jedoch sein Vertrauen in die strukturellen Veränderungen in der Region, die seine Strategie prägen würden. "Die Schlagzeilen beeinflussen natürlich die Stimmung an den Märkten und sorgen für Schwankungen. Aber wir fokussieren uns hauptsächlich auf die inländische Wachstumsstory in China und ganz Asien. Und Schwankungen in den Schwellenländern sind erfahrungsgemäß ja auch nichts Ungewöhnliches. Im Gegenteil, sie bieten immer wieder Gelegenheiten, Marktineffizienzen auszunutzen und zu einem vernünftigen Kurs in gute Unternehmen zu investieren."

Und so laute Mark Davids Fazit: "Wir sind an einem Punkt, an dem es sich Anleger in Europa nicht mehr leisten können, Asien zu ignorieren. Rund 60 Prozent der Weltbevölkerung leben in der Region - das sind 4,5 Milliarden Menschen. Die Verstädterung und das Wachstum der Mittelschicht führen dazu, dass sich diese Menschen zu zunehmend wohlhabenden Konsumenten entwickeln und viele Länder stehen erst am Anfang dieser Transformation. Das bietet für Anleger enorme Chancen in den kommenden Dekaden." (26.05.2020/fc/a/f)





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