JPMorgan Global Income Fund: Weiterhin gute Ertragsmöglichkeiten für Multi-Asset-Anleger - Fondsanalyse


11.12.19 14:09
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sind überzeugt: Multi-Asset-Anleger können trotz zunehmendem wirtschaftlichem Gegenwind immer noch attraktive Ertragsmöglichkeiten finden. Dies belegt auch die aktuelle Ausschüttung des Income-Klassikers JPMorgan Investment Funds - Global Income Fund (ISIN LU0395794307 / WKN A0RBX2), die bei 4,15 Prozent lag (Anteilklasse A (div) - EUR, Stand November 2019, die Ausschüttungen sind nicht garantiert).

"Dank unserer äußerst breit gestreuten ertragsorientierten Multi-Asset-Strategie ist es trotz defensiverer Ausrichtung des Portfolios unverändert möglich, attraktive laufende Erträge aus Zinsen und Dividenden zu vereinnahmen und auszuschütten", betone Fondsmanager Michael Schoenhaut, der den Fonds seit nunmehr elf Jahren manage.

Die Verlässlichkeit der Ausschüttungen werde nicht nur angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds von immer mehr Anlegern geschätzt - inzwischen belaufe sich das Fondsvolumen des Global Income Fund auf mehr als 28 Milliarden Euro. Über alle Anteilklassen und den gesamten Zeitraum kumuliert seien den Anlegern stolze 4,1 Milliarden Euro ausgeschüttet worden. "Die Höhe der jeweiligen Ausschüttung ergibt sich durch die erwartete laufende Rendite des Fonds aus Zinsen und Dividenden. Wir schütten also nicht aus der Substanz aus", betone Schoenhaut. Und ein weiterer Vorteil der ertragsorientierten Income-Strategie: "Im Kalenderjahr 2019 wurden Kursrückgänge des globalen Aktienmarktes nur zu unter 30 Prozent mitgemacht. Bei Kurssteigerungen partizipierte der Fonds aber zu rund 60 Prozent. Das zeigt, dass wir im Spätzyklus gut aufgestellt sind", erläutere Schoenhaut.

Auch wenn der wirtschaftliche Ausblick ungewiss bleibe, da die Schwäche des Welthandels und des Verarbeitenden Gewerbes die Aussichten für das globale Wachstum gedämpft habe: "Die Arbeitsmärkte sind robust und die Finanzen der Privathaushalte bleiben relativ stark, was unsere Ansicht bestätigt, dass eine Rezession auf kurze Sicht unwahrscheinlich ist", so der Experte. Er gehe jedoch davon aus, dass das Umfeld niedriger Zinsen und Erträge noch einige Zeit vorherrschen werde. "Niedrige oder teilweise inzwischen sogar negative Renditen auf Bankeinlagen machen es notwendig, dass sich auch defensivere Anleger auf der Suche nach Erträgen stärker rendite- und damit gleichzeitig risikoorientierteren Anlagen zuwenden müssen - und das zu einem Zeitpunkt, an dem Risiken für einen Abschwung der Wirtschaft bestehen," verdeutliche Schoenhaut das Dilemma, vor dem viele Anleger heute stünden.

"Unserer Ansicht nach erfordert die Bewältigung dieses schwierigen Umfelds die Fähigkeit, flexibel über verschiedenste Anlageklassen hinweg investieren zu können, wobei der Fokus auf dem Risikomanagement liegen sollte und es zu vermeiden gilt, die Erträge zu teuer zu erkaufen", erläutere er seine Anlagestrategie für den Global Income Fund.

Angesichts der schwächeren Aussichten für die Unternehmensgewinne sei sein Ausblick für die globalen Aktienmärkte entsprechend vorsichtig optimistisch. Denn niedrige Zinsen und moderate Bewertungen würden Rückenwind für die Anlageklasse bringen. "Wir behalten eine angemessene Allokation in Aktien aus Industrieländern bei, mit einer Tendenz zum US-Aktienmarkt, wo viele Unternehmen stabile und diversifizierte Erlösquellen mit gutem Ertragsprofil bieten", führe Schoenhaut aus. Dabei seien die konjunkturabhängigeren Sektoren gemieden und das Engagement in Regionen wie Europa und den Schwellenländern reduziert worden.

"Unsere Allokation in Europa ist nach wie vor relativ gering, da die Region in hohem Maße vom globalen Handel und von Unternehmensinvestitionen abhängig ist und diese zwei Komponenten des globalen Wachstums weiterhin unter erheblichem Druck stehen", so Schoenhaut. Bei Schwellenländeraktien hätten zwar einerseits attraktive Dividenden gelockt, allerdings wirke sich andererseits der Handelsstreit zwischen den USA und China nach wie vor erheblich auf die globalen Lieferketten und Gewinne aus, was die Risiken für Anleger erhöhe - deshalb agiere Schoenhaut hier sehr selektiv.

Schoenhaut und sein Team erwarte eine anhaltende Unterstützung für die Anlageklasse Immobilien, in die er über Immobilienaktien (Real Estate Investment Trusts/REITs) investiere - diese würden von den niedrigen Zinssätzen profitieren. "In dieser späten Phase des Marktzyklus bevorzugen wir REITs mit defensiven Immobilienportfolios, die sich beispielsweise durch lange Mietverträge, konstant hohe Vermietungsquoten und starke Bilanzen auszeichnen", führe Schoenhaut aus.

Eine neue Anlageklasse, die Schoenhaut und Team in den Fokus rücken würden, sei "Infrastruktur". Ähnlich wie bei Immobilieninvestments mittels REITs, böten Aktien im Infrastrukturbereich einen stabilen Cashflow aus Geschäftsfeldern wie beispielsweise Stromversorgung oder Mautstraßen. "Wir schätzen an den Infrastrukturinvestments das attraktive Renditeniveau, die Defensivität in Phasen der Aktienmarktvolatilität und die Möglichkeit der weiteren Diversifikation unserer Aktienallokation", erläutere Schoenhaut.

Durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld sei es weiterhin sinnvoll, die Chancen, die Hochzinsanleihen böten, zu nutzen. "Wir bewerten die Fundamentaldaten der US-Unternehmensanleihen angesichts solider Margen der Unternehmen, umsichtiger Investmentpolitik und gesunder Bilanzen sowie Cashflows positiv", so Schoenhaut. "Aufgrund der sich abschwächenden Konjunktur verfolgen wir nichtsdestotrotz den Ansatz, auf höhere Qualität zu setzen, also am oberen Ende des Qualitätsspektrums innerhalb des Universums mit den Ratings "B" und "BB+"."

Auch bei europäischen Hochzinsanleihen sehe Schoenhaut weiterhin Chancen. "Die Bewertungen sind nicht mehr ganz so attraktiv wie zuvor, aber die Nachfrage dürfte dank des neuen Ankaufsprogramms der Europäischen Zentralbank stark bleiben. Eine aktive Titelauswahl auf der Grundlage eines gründlichen Researchs ist jedoch vor dem Hintergrund des schleppenden wirtschaftlichen Umfelds in Europa von entscheidender Bedeutung, um in diesem Umfeld die Risiken zu managen." Ein weiterer Bereich, in dem Schoenhaut attraktive Ertragschancen finde, seien Hybridanleihen, auch wenn die Allokation in den Income-Portfolios leicht reduziert worden sei, da er mit dem Reifen des Konjunkturzyklus eine geringere Liquidität erwarte.

Teil der Qualitätssteigerung sei auch eine neue Allokation in Unternehmensanleihen mit höherer Bonität (Investment Grade). Die von der Global-Fixed-Income-Gruppe maßgeschneiderte Strategie konzentriere sich insbesondere auf das Management des Kredit- und Downgrade-Risikos in Anbetracht des späten Zyklus und biete dabei eine vergleichsweise attraktive Rendite im Vergleich zu klassischen Anleihen kurzer Laufzeit. Die durchschnittliche Bonität liege bei "A-" (EUR-denominiert), es könnten aber auch Wertpapiere mit einem BBB-Rating von höherer Qualität genutzt werden. In diesem Segment werde eine defensive Sektorpositionierung mit Untergewichtung von Zyklikern vorgenommen. "Diese neue Allokation bietet uns eine weitere qualitativ hochwertige und liquide Option im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere, die attraktivere Erträge als kurzfristige Anleihen und ein geringeres Risiko als Hochzinsanleihen bietet. Wir beginnen sukzessive mit dem Aufbau dieser Positionen und nutzen dafür unsere Cash-Allokation", führe Schoenhaut aus.

Mit seiner flexiblen Allokation über verschiedene Anlageklassen sei es Michael Schoenhaut mit seinem Team in den letzten elf Jahren gelungen, in unterschiedlichen Marktumfeldern zu überzeugen. Diese konstante und verlässliche Leistung habe kürzlich das Analysehaus Scope mit einem AAA-Rating honoriert, da die Wertentwicklung des Global Income Fund über zehn Jahre deutlich über dem Mittelwert der Vergleichsgruppe "Mischfonds global ausgewogen" liege - und das bei geringerem Risiko gemessen an der Volatilität und am maximalen Verlust über drei Jahre.

Nach dem Urteil von Scope sei die Plattform des Multi-Asset-Solutions-Teams mit insgesamt rund 80 Investmentprofis personell hervorragend aufgestellt und profitiere von der langjährigen Expertise des gesamten Teams - insbesondere von den erfahrenen Income-Portfoliomanagern Michael Schoenhaut und Eric Bernbaum. Ebenso werde auch der Investment- und Researchprozess als "exzellent" bewertet. Schoenhaut sei trotz der Herausforderung des spätzyklischen Umfelds zuversichtlich, Anleger mit der Income-Strategie bei der Erreichung ihrer Anlageziele unterstützen zu können. "Wir bleiben wachsam, was das allgemeine Risikoumfeld und unsere Asset-Allokation betrifft", so sein Credo. (11.12.2019/fc/a/f)





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