JPM Latin America A US-Dollar-Fonds: Anlagetipp der Woche - Fondsanalyse


18.01.16 10:16
Euro fondsxpress

München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" empfehlen den JPM Latin America A US-Dollar-Fonds (ISIN LU0053687314 / WKN 972079, ausschüttend; ISIN LU0210535034 / WKN A0DQQT, thesaurierend) als Anlagetipp der Woche.

Luis Carrillo und Sophie Bosch de Hood würden von New York aus den JPM Latin America Equity Fund managen. Zudem seien sie für den JPM Brazil Equity Fund verantwortlich. Carrillo sei im Jahr 1998 zu JP Morgan Asset Management gekommen, Bosch de Hood im Jahr 1999. Beide Fondsmanager würden einen Abschluss der renommierten Wharton School an der University of Pennsylvania besitzen.

"Unser Ansatz ist zu 100 Prozent bottom-upgetrieben", sage Carrillo. "Wir bevorzugen Geschäftsmodelle von hoher Qualität, die schneller als der Markt wachsen und in der Lage sind, mit ihren eigenen Cashflows in ihr Wachstumsmodell weiter zu investieren." Die beiden Fondsmanager hätten zudem einen hohen Anspruch an die Corporate Governance der Unternehmen. Auch aus diesem Grund würden sie Rohstoff- und Energieunternehmen skeptisch sehen. "Bei zahlreichen Unternehmen in diesem Sektor ist der Staatseinfluss immer noch erheblich und meistens nicht zum Vorteil der Minderheitsaktionäre", erkläre Carrillo.

In Brasilien würden Carrillo und Bosch de Hood 45 Prozent ihrer Aktien halten, in Mexiko 41 Prozent. Zudem würden sie in Titel aus Peru (5%), Chile (4%) und Panama (2%) investieren. Bei den Sektoren würden Finanz- (36%) und Industriewerte (22%) sowie nicht zyklische (17%) und zyklische Konsumgüter (7%) dominieren. Die größten Einzelwerte seien der brasilianische Finanzwert Itau Unibanco (6%), der brasilianische Bierbrauer AmBev (6%), der mexikanische Getränkehersteller FEMSA (6%) sowie die Finanzwerte Credicorp (4%) aus Peru und Gentera (3%) aus Mexiko. Zudem würden sie vergleichsweise viele Nebenwerte halten.

"Brasilien hebt ab", habe "The Economist" im Jahr 2009 geschrieben. Diese Euphorie sei längst verflogen. Brasilien stecke mittlerweile in der Rezession. Und besser werde es zunächst nicht. "Die brasilianische Wirtschaft wird voraussichtlich auch 2016 schrumpfen, bevor es eine Wende zum Besseren gibt", sage Carrillo. An der Börse in São Paulo würden die Kurse bereits seit fünf Jahren fallen. Preiswert seien die Aktien dort aber nicht, meine er.

So seien Aktien mit stabilen Gewinnen relativ teuer und bei zyklischen Titeln gäbe es noch keine Ausverkaufspreise. Besser sei die Lage in Mexiko. Dort seien die Aktien zwar teurer, aber auch attraktiver, so Carrillo. Gute Chancen in Lateinamerika erkenne er langfristig beim Konsum. "Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Schwächephase profitieren die Konsumunternehmen von den langfristig positiven Trends in der demografischen Entwicklung und den steigenden Einkommen", erkläre Carrillo.

Zudem würden ihm ausgewählte exportorientierte Industriewerte gefallen. "Sie profitieren von günstigen Arbeitskosten und den schwächeren Währungen", begründe er. Zudem habe sich ihre Produktivität aufgrund von Investitionen verbessert.

Der JPM-Fonds habe in den vergangenen drei, fünf und zehn Jahren zu den besten Lateinamerika-Fonds gezählt. Euro fondsxpress bewerte ihn für sein Rendite-Risiko-Profil in den vergangenen vier Jahren mit FondsNote 2. Dennoch habe die Lateinamerika-Baisse der vergangenen fünf Jahre den JPM Latin America Equity Fund mit nach unten gezogen.

Kurzfristig kein Kauf, auf lange Sicht aber attraktiv, wenn Lateinamerika ökonomisch die Kurve kriegt, so die Experten von "Euro fondsxpress". (Ausgabe 2 vom 15.01.2016) (18.01.2016/fc/a/f)





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