Investec Asian-Fonds: "Niemals unsere nationale Demütigung vergessen" - Fondsanalyse


06.07.18 13:07
Investec Asset Management

London (www.fondscheck.de) - Als Donald Trump mit seinem Wahlkampfruf "Make America great again" seinen Weg zur US-Präsidentschaft antrat, lag es für Beobachter nahe, auf die Vision von Präsident Xi zurückzublicken, als er vier Jahre zuvor (2012) an die Macht kam, und zu erkennen, dass auch Xi "China wieder groß machen will'", so Greg Kuhnert von Investec Asset Management, Portfoliomanager des Investec GSF Asian Equity Fonds (ISIN LU0345776255 / WKN A0QYFN) und des Investec Asia ex Japan Fonds (ISIN GB0031141913 / WKN A0B72G).

"China wieder groß machen" bedeute für Präsident Xi dem Autor Graham Allison zufolge: Die Rückkehr Chinas zu der Vorherrschaft, die es in Asien gehabt habe, bevor der Westen eingedrungen sei; Wiederherstellung der Kontrolle über die Gebiete, die die Kommunistische Partei als "Großchina" betrachte, einschließlich nicht nur Xinjiang und Tibet auf dem Festland, sondern auch Hongkong und Taiwan; seinen historischen Einflussbereich entlang seiner Grenzen und in den angrenzenden Meeren wiederzuerlangen, sodass andere ihm den Respekt entgegenbringen würden, den große Nationen schon immer gefordert hätten; den Respekt anderer Großmächte in den Gremien der Welt einzuholen.

Der chinesische Name für "China" bedeute "Reich der Mitte", was für die Chinesen das Zentrum des Universums bedeute. China-Kenner und Historiker würden seit langem wissen, dass China den Aufstieg des Westens als eine historische Anomalie betrachte und dass es seit langem den Wunsch habe, die Demütigung der Vergangenheit abzuschütteln und seinen Platz im "Zentrum" wieder einzunehmen.

Xi's erste Priorität war und ist es, die Kommunistische Partei Chinas (KPC) wieder zu legitimieren, "als Vorhut und Hüter des chinesischen Staates zu dienen", so die Experten von Investec Asset Management. Er sei mit den Worten zitiert worden, dass "das Gewinnen oder Verlieren von öffentlicher Unterstützung eine Frage ist, die das Überleben oder das Aussterben der KPC betrifft".

Xi habe zunehmend die Kontinuität mit Chinas glorreicher 5.000-jähriger Geschichte betont, dessen Ruhm durch den westlichen Kolonialismus befleckt worden sei. Es scheine zu funktionieren. Allison behaupte, dass die Wiederherstellung des internationalen Ansehens und des Nationalstolzes Chinas für die meisten Chinesen wichtiger sei als die politischen Freiheiten.

Xi's Programm ruhe fest auf einem starken China. "Um die große Erweckung der chinesischen Nation zu erreichen", habe er argumentiert, "müssen wir dafür sorgen, dass es einen Einklang zwischen einem wohlhabenden Land und einem starken Militär gibt". Die Demütigung durch die fremden Mächte wirke noch nach und Alison weise darauf hin, dass "der Ausdruck wuwang guochi, oder "niemals unsere nationale Demütigung vergessen", zu einem Mantra geworden ist". (06.07.2018/fc/a/f)






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