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Industriemetalle: Höherer Eigenbedarf dämpft Stahlexporte Chinas


11.08.17 14:48
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Im Zuge fallender Ölpreise und schwächerer Aktienmärkte, die eine höhere Risikoaversion der Marktteilnehmer ausdrücken, kamen auch die Metallpreise gestern unter Druck, so die Analysten der Commerzbank.

Heute Morgen würden sie weiter nachgeben, was die Analysten auch auf Gewinnmitnahmen nach den starken Anstiegen zuvor zurückführen würden. In China würden heute zudem die Stahl- und Eisenerzpreise merklich fallen - Betonstahl zeitweise um 3,5%, Eisenerz um über 5% -, was wohl ebenfalls die Metallpreise belaste. Wie die schon am Dienstag von der Zollbehörde veröffentlichte Handelsstatistik Chinas zeige, habe China im Juli erneut nur relativ wenig Stahl exportiert. Die Ausfuhren hätten mit fast 7 Mio. Tonnen allerdings etwas über dem Wert des Vormonats gelegen.

Aufgrund der deutlich gestiegenen lokalen Preise und der hohen Nachfrage würden die chinesischen Stahlproduzenten ihre Produkte schon seit Monaten verstärkt im Inland verkaufen. Die allein im Juli um 11% gestiegenen Stahlpreise dürften auch dazu beigetragen haben, dass die chinesischen Hersteller weiter rekordhohe Mengen Stahl produziert hätten. Daten hierzu würden vom Nationalen Statistikbüro nächste Woche veröffentlicht.

Indonesien habe im Juli laut Angaben des Handelsministeriums 6,2 Tsd. Tonnen Zinn exportiert, deutlich mehr als im Vorjahr und im Vormonat. Der Weltmarkt benötige dieses Material aber auch dringend, da zum Beispiel die LME-Vorräte auf dem niedrigsten Niveau seit 28 Jahren lägen. In dieser Woche seien sie wieder um 15% abgebaut worden. (11.08.2017/fc/a/m)