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Goldpreis in Euro auf höchstem Niveau seit September 2013


05.01.15 16:24
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Goldpreis legt zu Wochenbeginn auf knapp 1.200 USD je Feinunze zu, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Gold könne damit dem festen US-Dollar trotzen, der gegenüber dem Euro auf den höchsten Stand seit fast neun Jahren steige. Die Analysten würden dies nicht auf eine US-Dollar-Stärke, sondern auf eine Euro-Schwäche zurückführen, nachdem im Markt derzeit stark über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone diskutiert werde. In Euro gerechnet steige Gold daraufhin auf den höchsten Stand seit September 2013 von mehr als 1.000 EUR je Feinunze.

In den USA seien im letzten Jahr gemäß Daten der US-Münzanstalt 524.500 Unzen Goldmünzen verkauft worden. Dies seien 39% weniger als im Vorjahr gewesen und stelle zugleich den niedrigsten Wert seit 2007 dar. Die ETF-Abflüsse hätten sich laut Bloomberg im Gesamtjahr auf gut 160 Tonnen summiert, womit die Dynamik hier spürbar nachgelassen habe. Unterstützung für den Goldpreis werde es von dieser Seite her aber erst wieder geben, wenn die Abflüsse komplett gestoppt seien. Damit würden die Analysten im Laufe des Jahres rechnen.

Dagegen habe die Goldnachfrage in China zuletzt weiter angezogen. Daten der Hongkonger Statistikbehörde zufolge habe China im November auf Netto-Basis 99,1 Tonnen Gold aus Hongkong importiert, was dem vierten Monatsanstieg in Folge und der höchsten Menge seit Februar entspreche. Die niedrigen Goldpreise seien von den Konsumenten offenbar zu verstärkten Käufen genutzt worden. Auch hätten die Händler wohl schon im Vorfeld des Neujahrsfestes Mitte Februar ihre Lagerbestände wieder aufgestockt. (05.01.2015/fc/a/m)