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Globaler ETF-Markt: Leicht rückläufige Nachfrage im Mai


16.06.21 14:24
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - Seit Jahresbeginn sind ETFs bis Ende Mai global fast 500 Mrd. Euro an neuen Mitteln zugeflossen, so die Experten von Amundi.

Im Mai seien es 87,3 Mrd. Euro gewesen, was einem leichten Rückgang im Vergleich zum April entspreche (+104 Mrd. Euro).

Aktien-ETFs (+59,1 Mrd. Euro) hätten im Vergleich zu Anleihe-Produkten (+22,5 Mrd. Euro) weiterhin im Anlegerfokus gestanden. Wie im April würden die Zuflüsse in Aktien-ETFs jedoch erneut unter dem Höchststand im März dieses Jahres von 109 Mrd. Euro bleiben.

Nach mehreren schwächeren Monaten mit Rückgaben seien Rohstoff-Produkte wieder gefragt gewesen. So seien global rund 5,4 Mrd. Euro in Gold- und breitere Rohstoff-ETCs, -ETFs und ETNs geflossen.

Anleger hätten 8,3 Mrd. Euro in europäische Aktien-ETFs investiert. Gegenüber April (9,4 Mrd. Euro) sei dies ein leichter Rückgang. ETFs auf Welt- und US-Indices seien weiter gefragt gewesen (+3,4 Mrd. Euro bzw. 1,9 Mrd. Euro).

Europäische und japanische Aktien hätten ebenfalls Zuflüsse von 1 Mrd. Euro bzw. 900 Mio. Euro verzeichnet. Abflüsse habe es hingegen aus mehreren Schwellenländerregionen gegeben. Die Zu- und Abflüsse würden dabei unterschiedliche Erholungsperspektiven verschiedener Volkswirtschaften widerspiegeln. Der wirtschaftliche Optimismus habe auch Value-Strategien weiteren Auftrieb gegeben (+1,5 Mrd. Euro), wobei vor allem globale und US-Exposures gefragt gewesen seien. Die relative Unterbewertung von Value- im Vergleich zu anderen Smart-Beta-Strategien habe weiterhin zu diesem Trend beigetragen.

Die Sektoren Finanzen und Energie hätten im Mai Zuflüsse von 483 Mio. Euro und 446 Mio. Euro verzeichnet. Klima-ETFs hätten ebenfalls weiter zugelegt (+323 Mio. Euro). Anlagen in ESG-Aktien hätten sich im Vergleich zum Jahresbeginn mit einem Plus von 2,9 Mrd. Euro verlangsamt.

Europäische Bond-ETFs seien weiterhin weniger gefragt gewesen (+3,2 Mrd. Euro, gegenüber +5,3 Mrd. Euro im April). Die Allokationen seien zwischen Staats- und Unternehmensanleihen mit 1,5 Mrd. Euro bzw. 1,2 Mrd. Euro relativ ausgeglichen gewesen.

Das Interesse an chinesischen Staatsanleihen habe mit Zuflüssen in Höhe von 875 Mio. Euro zugenommen. Gleichzeitig habe die Besorgnis über den Anstieg der Verbraucherpreise zu einer anhaltenden Allokation in inflationsgebundene Anleihen geführt, wobei die Eurozone und die USA um 451 Mio. Euro bzw. 135 Mio. Euro zugelegt hätten.

US-Unternehmensanleihen und hochverzinsliche Anleihen hätten hohe Zuflüsse von 476 Mio. Euro bzw. 345 Mio. Euro verzeichnet.

Gold-Produkte seien im Mai (+970 Mio. Euro) wie auch schon im April wieder gefragt gewesen, nachdem aus diesem Anlagesegment im Februar und März noch Mittel abgeflossen seien (-900 Mio. Euro bzw. -2.2 Mrd. Euro). (Ausgabe Juni 2021) (16.06.2021/fc/a/e)