Globale Aktienmärkte vorwiegend im Plus


27.01.12 15:55
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Abermals eine positive Woche an den Aktienmärkten, so die Analysten der Erste Bank.

Alle wichtigen Leitindices seien im Plus gewesen. Der zuvor schwache Nikkei 225 habe einen Zuwachs von 2,4% geschafft, der STOXX 600 sei um 0,5% und der S&P 500 um 0,3% gestiegen.

Die Äußerungen der FED, die Leitzinsen weiter jahrelang niedrig zu halten, habe nicht nur die Aktieninvestoren, sondern auch die Edelmetallpreise beflügelt. Silber sei um 8,3% gestiegen, Gold um 4,3%. Auch Kupfer habe deutlich zugelegt (+2,7%). Der Wille der FED, das negative Realzinsniveau noch mehrere Jahre aufrechterhalten, entspreche indirekt einer starken Kaufempfehlung für Gold.

Den meisten Technologiefirmen gehe es gut. Nach den zuletzt erfreulichen Zahlen von IBM, Microsoft und Google habe Apple wieder einmal schlichtweg sensationelle Umsatz- und Gewinnzahlen abgeliefert. Der Quartalsumsatz habe USD 46,3 und der Gewinn USD 13,1 Mrd. betragen. Sowohl die Bruttomarge als auch die Nettomarge und die wichtigsten Kapitalrentabilitäten (auf das EK, Gesamtkapital und das investierte Kapital) seien gestiegen und würden die erstklassige Qualität des Unternehmens dokumentieren.

Der Eurozone-Einkaufsmanagerindex erreiche im Jänner ein 5-Monatshoch bei 50,4 Punkten (Dez. 48,3). Damit habe die Eurozone-Privatwirtschaft auch erstmals seit fünf Monaten wieder ein leichtes Wachstumsplus geschafft, da der Index die neutrale Wachstumsschwelle von 50 Punkten übersprungen habe.

Besonders Deutschland habe robustes Wachstum ausgewiesen. Der Index habe mit 54,0 die höchste Steigerungsrate seit sieben Monaten markiert. In Frankreich (50,9) sei es erstmals seit vier Monaten wieder in moderatem Tempo bergaufgegangen. Außerhalb dieser beiden Länder sei die Wirtschaftsleistung, laut dem Index, zum achten Mal hintereinander gesunken. Jedoch auch hier zeichne sich eine Verbesserung ab, denn laut Index sei die Wirtschaftsleistung mit der niedrigsten Rate seit vier Monaten gesunken.

Betrachte man die Sektoren, so sei zu erkennen, dass die Industrie vom niedrigsten Auftragsrückgang seit sechs- und der Service-Sektor vom niedrigsten Auftragsminus seit fünf Monaten berichtet habe. In der Industrie habe die unterdurchschnittliche Quote Auftragseingang/zu Fertigwarenlager zwar weiter nur verhaltene Wachstumsperspektiven signalisiert, doch habe der Wert immerhin ein Sieben-Monatshoch erreicht.

Die Renditen der stark verschuldeten Nationen Italien, Spanien seien zuletzt gesunken. Der Dollarindex habe sich nach der Bekanntgabe der FED, die Leitzinsen bis 2014 niedrig zu halten, deutlich abgeschwächt. Investoren würden sich wieder etwas verstärkt den anderen Währungsräumen zuwenden. Der Volatilitätsindex VIX schwäche sich weiter ab.

Apple's Mitbewerber Nokia und Research In Motion seien im Vergleich ökonomisch nur bedauernswerte Firmen, die es verabsäumt hätten, für Kunden attraktive Angebote zu schaffen. Trendwenden seien diesbezüglich nicht in Sicht. Nokia habe jüngst sogar einen Quartalsverlust von EUR 1,16 Mrd. und rückläufige Umsatzzahlen berichtet.

Die Arbeitslosenrate habe sich in Spanien zuletzt auf 22,9% erhöht. Die Situation am Arbeitsmarkt habe sich stärker verschlimmert als zuvor angenommen. Die Renditen von Portugals Staatsanleihen seien mit 14,9% am höchsten Stand seit zehn Jahren mit einer ungebrochenen Aufwärtstendenz.

Die positiven Aspekte würden weiterhin überwiegen. Die Einkaufsmanager in Europa würden den Aufwärtstrend bestätigen und das Momentum der EMI-Indices lasse auf weitere Kursanstiege schließen. (27.01.2012/ac/a/m)





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