GAM Star China Equity-Fonds: China - Kommt jetzt der Wendepunkt? - Fondsanalyse


25.04.16 15:08
GAM

Berlin (www.fondscheck.de) - Die ersten Monate des Jahres waren für den chinesischen Aktienmarkt äußerst volatil. Doch Michael Lai, Fondsmanager des GAM Star China Equity (ISIN IE00B1W3WR42 / WKN A0MW0K, USD (ACC); ISIN IE00B1W3X261 / WKN A0MXHS, C EUR ACC), ist optimistisch, dass Anleger das Schlimmste hinter sich haben, so die Experten von GAM.

"Wir erwarten eine solide wirtschaftliche Entwicklung für die zweite Jahreshälfte. Der Höhepunkt der Konjunkturabschwächung scheint hinter uns zu liegen." Zuletzt habe China es den Investoren jedoch nicht leicht gemacht: Kaum Wachstum, ein schwächelnder Renminbi, das schlecht kommunizierte Eingreifen der Regierung in Aktien und Devisenmärkte und hohe Kapitalabflüsse. Deshalb habe die Stimmung der Anleger von einem Extrem ins andere geschwankt. Besonders im Spätherbst seien die Ausschläge groß gewesen.

Auffällig sei vor allem der Pessimismus der Anleger gegenüber zyklischen und Deep-Value-Aktien gewesen, die sich nach dem Ausverkauf im Frühjahr jedoch wieder stark erholt hätten. Die Erholung spiegele nach Ansicht Lais nicht nur einen Stimmungsumschwung wider, sondern auch die berechtigte Hoffnung, dass China eine harte Landung vermeiden könne.

Neben der Aufhellung der Stimmung beobachte der Fondsmanager noch weitere positive Entwicklungen: "Zum einen hat die Regierung erkannt, dass die Umstrukturierung der Wirtschaft von Produktion und Export hin zu Dienstleistung und Konsum nicht reibungslos verläuft. Deshalb hat sie sich entschieden, Reformen künftig gründlicher zu planen und umzusetzen. Zum anderen möchte sie das Wachstum stärken und dehnt deshalb das Haushaltsdefizit von zwei auf drei Prozent aus."

Und neben den internen würden sich auch externe Einflüsse positiv auf China auswirken, insbesondere die Politik der drei großen Zentralbanken: "Die Bank of Japan führte den Negativzins ein, die Europäische Zentralbank weitete ihre Lockerungsmaßnahmen weiter aus als gedacht und die Federal Reserve blieb bei ihrer zögerlichen Geldpolitik. Die Gefahr einer weiteren Zinserhöhung scheint damit erst einmal gebannt", so der Experte. Dies führe laut Lai dazu, dass sich die Mittelabflüsse und der Renminbi stabilisieren würden.

Während vor einigen Monaten noch Kapital von rund 100 Milliarden US-Dollar abgeflossen sei, hätten sich die Abflüsse bei 30 Milliarden US-Dollar einzupendeln begonnen. Auch die Währung habe wieder aufgewertet und habe unterdessen den Stand von Ende 2015 erreicht. "Zugegeben, auch der schwache US-Dollar hat seinen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen. Doch was zählt, ist, dass die Angst vor einer anhaltenden Währungsabwertung abgenommen hat", sage Lai.

Die Regierung müsse ihre Fähigkeit, wirtschaftliche Probleme zu lösen, wiederherstellen - so die Ansicht des Experten. Die verbesserte Stimmung und die wieder anziehende Wirtschaft seien daher nicht nur für chinesische Aktienanleger von großer Bedeutung. "Wir hoffen, dass die Investoren in Zukunft mehr Sicherheit für ihr Handeln haben werden - sofern die Behörden aus dem jüngsten Debakel gelernt haben", so Lai.

"Für uns bedeutet der wirtschaftliche Fortschritt, dass wir unser Engagement in zyklische Titel erhöht haben." Insbesondere die ehemals ungeliebten Bereiche Energie, Rohstoffe und Deep Value seien für den Experten interessant. "Vorerst überwiegen jedoch immer noch qualitativ hochwertige Wachstumswerte aus dem IT-, Konsumgüter- und Industriesektor." (25.04.2016/fc/a/f)





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