Fondshandel: Klimadebatte macht sich bemerkbar


09.12.19 11:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Klimadebatte macht sich auch im Fondshandel bemerkbar, so die Deutsche Börse AG.

"Wir sehen ein deutlich gestiegenes Interesse an Nachhaltigkeitsfonds", berichte Jan Duisberg von der ICF Bank. "Es ist nicht mehr nur der immer beliebte Pictet Water (ISIN LU0104884860 / WKN 933349)." Sehr gefragt sei zum Beispiel der Nordea-1 Climate and Environment Equity (ISIN LU0348926287 / WKN A0NEG2). Der investiere in Unternehmen, die an einer ökologisch nachhaltigen Gesellschaft mitarbeiten würden und attraktive Erträge erwirtschaften möchten. Schwerpunkte seien derzeit Air Liquide, Linde, International Flavors & Fragrance, Münchener Rück und die Kerry Group. Die Rendite liege in diesem Jahr bei 36 Prozent, in den vergangenen drei Jahren seien es 12 Prozent im Jahr gewesen.

Ebenfalls beliebt sei der JPM Global Socially Responsible. Der setze auf ein langfristiges Kapitalwachstums durch die Anlage in Aktien von Unternehmen, die die Fondsmanager für sozial verantwortungsvoll halten würden. Top-Positionen seien derzeit Microsoft, Alphabet, Amazon, Apple und Visa. Seit Jahresanfang komme der Fonds auf ein Plus von knapp 30 Prozent, in den vergangenen drei Jahren seien es 10,6 Prozent im Jahr gewesen.

Auffällig seien außerdem Käufe von Technologiefonds, wie Duisberg feststelle. Viele Tech-Indices, etwa der NASDAQ, hätten vor kurzem Allzeithochs erreicht. Sehr gesucht seien etwa der Franklin Technology und der FF Global Technology von Fidelity. Der Fidelity-Fonds habe seit Jahresanfang um 40,3 Prozent zugelegt und überzeuge auch auf Dreijahressicht mit jährlichen Zuwächsen von 20,8 Prozent.

Einen leichten Käuferüberhang melde Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank für Fonds mit asiatischen Aktien. "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", bemerke die Händlerin mit Blick auf die Jubelstimmung bezüglich des angeblich kurz bevorstehenden Handelsdeals zwischen den USA und China, die durch die Krise in Hongkong und Relativierungen von Trump wieder etwas gedämpft worden sei. "Dieses ewige Hin und Her lässt Fondsanleger allerdings kalt, viele wollen sich offenbar noch die letzten "günstigen" Einstiegskurse sichern." Gekauft würden etwa der First State Greater China und der Schroder ISF Asian Dividend Maximiser, während der FF China Focus verkauft werde.

Auch das Geschäft mit internationalen Aktien werde Deisenroth-Boström zufolge vom Handelsstreit und der weiter unklaren Situation geprägt. Auf der Einkaufsliste stehe der Comgest Growth World, abgestoßen würden der Lingohr-Systematic-LBB-Invest (ISIN DE0009774794 / WKN 977479) und der Carmignac Investissement. Bei deutschen und europäischen Aktien beobachte die Händlerin Abgaben beim FF European Growth und beim Henderson Gartmore Fund Continental Europe, zugegriffen werde hingegen beim NÜRNBERGER Euroland (WKN 847122) und beim Paladin ONE.

Mischfonds kämen, wie fast immer, gut an. Ein Beispiel sei der Flossbach von Storch Multiple Opportunities, wie Duisberg berichte. Beliebt sei auch weiterhin der ARERO Der Weltfonds, wie Deisenroth-Boström feststelle.

Weiter sehr rege gehandelt würden außerdem Immobilienfonds. Nach zuletzt vielen Abgaben habe Duisberg nun auch wieder Käufe beim CS Euroreal und beim SEB ImmoInvest beobachtet. "Nach dem deutlichen Kursrückgang im November steigen Anleger jetzt wieder ein."

Sehr liquide zeige sich Duisberg zufolge der Fokus Wohnen Deutschland mit engen Geld/Brief-Spreads. Nach Anfangsschwierigkeiten stiegen nun auch die Umsätze im Deka-Immobilien Nordamerika (ISIN DE000DK0LLA6 / WKN DK0LLA). "Da überwiegen derzeit die Käufe." (Ausgabe vom 05.12.2019) (09.12.2019/fc/a/f)





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LU0104884860 933349 405,32 € 265,46 €
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