Fondshandel: Kauflaune dahin - Fondsanalyse


04.02.14 16:24
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Kursrutsch an den Aktienmärkten macht sich auch im Fondsgeschäft bemerkbar, so die Deutsche Börse AG.

"Die Korrekturbewegung hat hier voll durchgeschlagen", berichte Andreas Kehnen von der Baader Bank. Die Verkäufe überwögen bei weiten. "Allerdings sehen wir auch Zuflüsse, einige Anleger halten die niedrigeren Kurse offenbar für attraktiv." Die Grundstimmung sei ohnehin nicht schlecht. "Von Ausverkauf kann nicht die Rede sein."

Aufgrund der höheren Volatilität hätten die Market Maker richtig viel zu tun. "Das Handelsaufkommen ist sehr gut", meine Kehnen. Auch Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler melde "heftige" Umsätze - mit einem eindeutigen Verkaufsüberhang. "Alle Bereiche sind betroffen." Seit dem Rekordhoch Mitte Januar bei 9.794,05 Punkten habe der DAX fast 700 Punkte abgegeben, die Marke von 9.000 Zählern rücke immer näher. Am Dienstagnachmittag notiere der Index bei 9.090 Punkten.

Auf den Verkaufslisten stünden der Baader Bank zufolge etwa die auf deutsche Aktien setzenden Investmentfonds DekaFonds (ISIN nicht bekannt/ WKN 847096) und DWS Deutschland sowie der in internationale Aktien investierende Carmignac Investissement.

Zugegriffen werde hingegen im BSF European Opportunities Extension von Blackrock. Laut Wöllnitz würden sich Anleger auch im international aufgestellten PI Global Value Fund sowie im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen positionieren, der sich auf Nebenwerte konzentriere.

Hohe Umsätze verzeichne darüber hinaus der DWS Biotech, wie Wöllnitz festgestellt habe. "Eine klare Richtung gibt es aber nicht." Der Fonds sei lange Zeit extrem gut gelaufen: Auf Sicht von drei Jahren würden Anleger auf ein Plus von 36 Prozent pro Jahr kommen. Auch 2014 könnten Anleger bislang zufrieden sein, der Wertzuwachs betrage 12 Prozent.

Asiatische Aktien würden ebenfalls weiter aus den Portfolios fliegen: Kehnen zufolge würden sich Anleger etwa vom First State Greater China und vom Aberdeen Global Asian Smaller Companies verabschieden. Im Invesco PRC Equity überwögen hingegen noch die Käufe.

Die anhaltenden Kursverluste in der Türkei würden im Fondsgeschäft ohne Folgen bleiben: "Anleger sind längst raus", meine Wöllnitz. Wer am Investment festhalte, sitze auf hohen Verlusten: Der DWS Türkei verzeichne für die vergangenen drei Monate ein Minus von 26 Prozent, auf Sicht von einem Jahr seien es sogar 37 Prozent.

Im Bereich der Mischfonds würden Wöllnitz zufolge im Flossbach von Storch Multiple Opportunities und im Carmignac Patrimoine beide Seiten gespielt. "Nur Verkäufe haben wir im Veri ETF-Dachfonds", bemerke der Händler. Kehnen berichte von Abgaben im FFM Fonds von Frankfurt Trust (ISIN DE0008478116 / WKN 847811).

Weiter beliebt bleibe unterdessen der bereits in den Vorwochen stark gesuchte Max Otte Vermögensbildungsfonds AMI, der nach Vorgaben des Hochschulprofessors und Bestsellerautors arbeite. Mit einem Plus von 2,4 Prozent in den vergangenen sechs Monaten schneide der Neuling bislang besser ab als die Branchengrößen Carmignac Patrimoine oder Flossbach von Storch Multiple Opportunities.

Mit dem wieder anziehenden Goldpreis steige auch das Interesse an Minenfonds, wie Kehnen feststelle. "Da sehen wir zumindest wieder etwas Nachfrage." Zuvor hätten Anleger die Fonds lange links liegen gelassen. Gold habe sich seit Jahresanfang wieder etwas verteuert, die Feinunze gehe aktuell zu 1.253 US-Dollar über den Tisch, Ende 2013 seien es 1.205 US-Dollar gewesen. Dem Händler zufolge würden Investoren zum Beispiel auf den Earth Gold Fund setzen. (04.02.2014/fc/a/f)





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