Fondshandel: Immobilien im Fokus


13.04.17 10:30
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ansehnliche Geschäfte insbesondere getragen von überdurchschnittlichen Umsätzen mit Immobilienfonds - so beschreibt Ivo Orlemann von der ICF Bank den Handel mit aktiv verwalteten Fonds der vergangenen Wochen, so die Deutsche Börse AG.

Ein Trend erschließe sich dem Händler indes nicht: Zwar werde der in der Umsatzstatistik auf Rang eins liegende grundbesitz europa in Summe verkauft. "Der Wert wurde besonders stark zurückgegeben." Gleichzeitig hätten Anleger beide Seiten bei ebenfalls gefragten Produkten wie dem grundbesitz global, Deka Immobilien Europa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956), UniImmo Europa und UniImmo Deutschland (ISIN DE0009805507 / WKN 980550) gespielt. Der schwerpunktmäßig in wirtschaftlichen und politischen Metropolen investierte hausInvest lande dem gegenüber zumeist in den Depots. Fonds, die sich in der Abwicklung befänden, kämen bei Anlegern ebenfalls gut an.

Bewegung in beide Richtungen mit zwischenzeitlich größerem Abgabedruck registriere Orlemann für Klassiker wie den Flossbach von Storch Multiple Opportunities. "Um das sonst so beliebte Portfolio ist es gefühlt etwas ruhiger geworden." Die ebenfalls von Flossbach verwalteten Multi Assets Balanced und Patriarch Classic kämen in den vergangenen Wochen häufiger zum Tragen. Letzterer investiere mit einem Anteil von mindestens 51 Prozent weltweit in Aktien sowie Renten, Genussscheine und Zertifikate. "Bei beiden verbuchen wir zumeist Zuflüsse."

Matthias Präger mache Abgaben etwa beim easyfolio 30 aus, der planmäßig 30 Prozent Aktien und 70 Prozent Anleihen enthalte. "Insgesamt gestaltet sich der Fondshandel mit Bewegungen in beide Richtungen eher überschaubar und ohne besondere Tendenz", bemerke der Händler der Baader Bank.

Aktienkörbe wie der auf hiesige Bluechips fokussierte DWS Deutschland kämen bei Prägers Kunden in Summe gut an. Ebenso punkte unterm Strich der auf kleinere und mittlere deutsche Gesellschaften bauende Lupus Alpha Smaller German Champions. Gleichzeitig stünden deutsche Standardwerte im DWS Investa und Concentra in Summe zur Disposition.

Ein eindeutiges Szenario von zumeist Abgaben zeichne die Baader Bank von den Bewegungen bei international aufgestellten Aktienfonds. Etwa hätten sich Investoren vom DWS Vermögensbildungsfonds sowie dem ValueInvest Lux Global zumeist abgewendet. Gleichzeitig hätten bei Anteilen am M&G Global Dividend Fund die Käufe überwogen. Der Fonds verfolge das Ziel, die Dividendenrendite des FTSE World zu übertreffen.

Von europäischen Unternehmen etwa im J O Hambro Capital Management European Select Values Fund (ISIN IE0032904330 / WKN A0BLYW) würden sich Fondsanleger laut Orlemann scheinbar weitere Zuwächse versprechen, nachdem sich die bisher ausgewiesene Performance von 107 Prozent in den vergangenen fünf Jahren und gut 8 Prozent in 2017 durchaus sehen lassen könne. Das Fondsmanagement setze bevorzugt auf mittelgroße börsennotierte Firmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 500 Millionen Euro und 10 Milliarden Euro.

Auf weltweite Konzerne, die mutmaßlich in besonderer Weise von neuen technologischen Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen profitieren würden, baue das Fondsmanagement des ebenfalls gesuchten Fidelity Funds - Global Technology Fund. "Dieser in Deutschland nur über die Börse Frankfurt und die Fondsgesellschaft erhältliche Fonds fand fast ausschließlich Abnehmer."

Das Interesse an Aktien von Goldminenbetreibern sei nach Prägers Angaben übersichtlich, obwohl der Goldpreis auf Monatssicht von 1.202 auf 1.273 US-Dollar pro Feinunze zugelegt habe. Mehrheitlichen Zuspruch auf niedrigem Niveau erhalte der BGF World Gold Fund, parallel dazu hätten Anleger dem BGF World Gold Fund zumeist den Rücken gekehrt.

Das Interesse an Fonds mit asiatischen Unternehmen beschreibe Präger ebenfalls als gering und begründe dies mit den seit einiger Zeit seitwärts laufenden Aktienmärkten in Asien. Zu den häufiger gehandelten Werten gehörten der Fidelity Funds - Asian Smaller Companies Fund und Comgest Growth Greater China, die beide gekauft worden seien. Gleichzeitig sei der First State Greater China Growth Fund eher abgestoßen worden. (Ausgabe vom 12.04.2017) (13.04.2017/fc/a/f)





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