Fondshandel: Comeback der Goldminenfonds - Fondsanalyse


18.02.14 16:52
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Mit dem Kursplus von rund 600 Punkten im DAX innerhalb von vierzehn Tagen sind die Verluste von Ende Januar fast schon wieder wettgemacht, so die Deutsche Börse AG.

Im Fondshandel schlage sich das allerdings nicht nieder. "Als es nach unten ging, waren die Umsätze viel höher", bemerke Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler. "Zwar sind die 10.000 Punkte wieder in Reichweite, Anleger warten aber offenbar lieber ab." Eine Ausnahme gebe es: "Was auffällt, ist eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Goldminenfonds", erkläre Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. Diese seien lange Zeit kaum beachtet worden.

Grund für die erhöhte Aufmerksamkeit sei der gestiegene Goldpreis: Nach dem Horrorjahr 2013 mit einem Minus von knapp 30 Prozent gehe es seit Jahresanfang wieder aufwärts, zuletzt sei die wichtige Marke von 1.300 US-Dollar geknackt worden. Aktuell koste die Feinunze 1.315 US-Dollar nach 1.206 US-Dollar zum Jahresende. Auch Goldminenaktien, 2013 ebenfalls unter die Räder gekommen, hätten sich deutlich verteuert.

Das belebe die Nachfrage nach entsprechenden Fonds. "Bei uns sind einige Goldminenprodukte unter den zehn meistgehandelten Fonds der vergangenen Woche. Das hatten wir schon lange nicht mehr", melde Deisenroth-Boström.

Besonders gesucht seien der BGF World Gold Fund (ISIN LU0055631609 / WKN 974119; ISIN LU0171305526 / WKN A0BMAL), der Falcon Gold Equity und der Earth Gold Fund. Deren Kursentwicklung zeige die Erholung klar an: Letzterer könne auf Sicht von einem Monat zum Beispiel mit einem Plus von 18 Prozent aufwarten - auf Jahressicht liege er mit minus 33 Prozent aber noch tief im Verlustbereich.

Unterdessen würden sich in Aktienfonds Zu- und Abflüsse - bei kargen Umsätzen - die Waage halten, wie Deisenroth-Boström feststelle. Auf den Verkaufslisten stünden der Händlerin zufolge zum Beispiel der auf Standardaktien aus Kontinentaleuropa setzende Henderson Gartmore Continental Europe (ISIN LU0201071890 / WKN A0DLKB), der DWS Deutschland und der international investierende M&G Global Basics.

Zugegriffen werde hingegen im bereits seit einigen Wochen sehr beliebten BSF European Opportunities Extension von Blackrock, im deutschen Nebenwertefonds FPM Funds Stockpick Germany Small/Mid und im M&G Global Dividend. Wöllnitz melde darüber hinaus noch Interesse am PI Global Value.

Was Mischfonds angehe, würden einige gut ankommen, andere weniger: In den Portfolios würden Wöllnitz zufolge etwa der M&G Optimal Income, der Invesco Pan European High Income und der aktienlastige Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen landen.

Abgestoßen werde hingegen weiterhin der Carmignac Patrimoine. Der setze seine enttäuschende Entwicklung auch in diesem Jahr fort und komme seit Jahresanfang auf ein Minus von knapp 1 Prozent. In den vergangenen drei Jahren seien es jeweils plus 2,4 Prozent gewesen.

Zum Vergleich: Mit dem M&G Optimal Income hätten Anleger in den vergangenen drei Jahren eine Rendite von 8,7 Prozent im Jahr erzielt, seit Anfang Januar liege der Fonds mit plus 1 Prozent zumindest in der Gewinnzone. Die Carmignac-Manager hätten 2013 erst die Wende bei Bankaktien und später die angekündigte geldpolitische Straffung in den USA verpasst, Mittelabflüsse von über 2 Milliarden Euro seien die Folge gewesen.

Die Schwellenländerturbulenzen seien vorbei, zumindest vorerst, dennoch würden sich Anleger weiterhin von Fonds mit Emerging Markets-Anleihen, etwa vom Allianz Emerging Markets Bond Fund trennen. Der habe sich zwar zuletzt etwa erholen können, überzeuge mit Verlusten von 0,6 Prozent auf Monatssicht und 11 Prozent auf Jahressicht nicht. Anleihen aus Schwellenländern hätten lange Zeit als attraktive Alternative zu niedrig verzinslichen Industrieländer-Bonds gegolten. (18.02.2014/fc/a/f)





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