Fondshandel: Biotech-Fonds - Mitverdienen am Impfstoff


31.07.20 10:30
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gute Umsätze in Aktienfonds, außergewöhnlich gute Umsätze in Goldminenfonds - so fasst Matthias Präger von der Baader Bank das aktuelle Geschehen im Fondshandel zusammen, so die Deutsche Börse AG.

"Insgesamt sind die Umsätze hoch, trotz Urlaubszeit, wenn auch nicht mehr so hoch wie im März und April", berichte der Händler. Wegen der hohen Aktienkurse und des Goldpreis-Allzeithochs hätten aber Gewinnmitnahmen dominiert.

Jan Duisberg von der ICF Bank berichte von anhaltend hohem Interesse an Biotechnologie- und Technologiefonds. "Da spielt die fieberhafte Suche nach dem Corona-Impfstoff wohl eine große Rolle." Hohe Umsätze melde er für den SEB Concept BioTech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164), den Candriam Equities L Biotechnology und den Medical BioHealth. "Die Ausschläge sind, je nach Nachrichtenlage, oft hoch."

Etwas geschwächelt hätten zuletzt Technologiefonds, an der NASDAQ sei es leicht nach unten gegangen. Fonds wie der Franklin Technology hätten ihre Rally nicht fortsetzen können. Der Fonds komme seit Jahresanfang aber immer noch auf ein Plus von 23 Prozent.

Der Goldpreis sei seit Mitte Juli nochmals rasant gestiegen, habe das alte Allzeithoch von knapp 1.902 US-Dollar die Feinunze aus dem Jahr 2011 geknackt und nähere sich der 2.000 US-Dollar-Marke. Am Mittwochnachmittag koste die Feinunze 1.945 US-Dollar. Seit Jahresanfang sei der Preis damit um fast 30 Prozent gestiegen.

Viele Goldminenfonds hätten noch stärker zugelegt - Anlegern gehe das aber offenbar zu weit. Sie würden sich laut Präger vom BGF World Gold Fund in Euro und US-Dollar (ISIN LU0171305526 / WKN A0BMAL; ISIN LU0055631609 / WKN 974119), aber auch vom BGF World Mining Fund trennen, der Rohstoffproduzenten generell abbilde. Jan Duisberg von der ICF Bank melde ein hohes Handelsaufkommen im Stabiltas Pacific Gold + Metals (ISIN LU0290140358 / WKN A0ML6U). "Noch direkter von der Goldpreisentwicklung profitieren können Anleger aber mit Gold-ETCs", bemerke Duisberg.

Mit ETCs würden Anleger auf Rohstoffe setzen - zum Beispiel auf Gold - und zwar direkt, also nicht über den Umweg einer Rohstoffaktie. Der Preis der Gold-ETCs orientiere sich am Goldpreis. Umsatzstärkster Gold-ETC an der Börse Frankfurt sei Xetra-Gold.

Auch am Aktienmarkt würden Anleger die immer noch hohen Kurse nutzen und Kasse machen, wie Präger feststelle. Aus den Portfolios würden etwa der DWS Deutschland, der UBS Small Caps Germany, der FF European Growth und die global investierenden Fonds DWS Vermögensbildungsfonds, DWS Top Dividende und ValueInvest LUX Global fliegen. Zuflüsse melde der Händler hingegen für den Jupiter European Growth. Immer viel um gehe Duisberg zufolge im ÖkoWorld ÖkoVision Classic.

Asiatische Aktien stünden laut Präger meist auf den Abgabelisten. "Dabei scheint China doch recht gut aus der Krise herauszukommen." Betroffen seien der Baring Hong Kong China in US-Dollar und Euro (ISIN IE0000829238 / WKN 972840; ISIN IE0004866889 / WKN 933583) sowie der UBS China Opportunity, während der UBS Greater China weiter gekauft werde.

Daneben würden sich Kunden der Baader Bank im nachhaltigen Mischfonds ARERO Weltfonds (ISIN LU2114851830 / WKN DWS26Y) positionieren. Kunden der ICF hätten sich tendenziell vom Mischfonds Patriach Classic (ISIN LU0967738971 / WKN HAFX6Q) getrennt, während der Mischfonds Acatis Datini Valueflex in beide Richtungen gehandelt werde.

Umsatzstark würden sich - wie immer - Immobilienfonds zeigen. Duisberg registriere weiter sehr hohes Interesse am Fokus Wohnen Deutschland. "Das Konzept, auf Mieteinnahmen zu setzen, kommt offenbar sehr gut an." Ebenfalls gesucht sei der WestInvest InterSelect. Weiter gestiegen sei die Liquidität im lange kaum gehandelten Wertgrund WohnSelect. Auf der Abgabeseite stünden unterdessen der Deka-ImmobilienEuropa, der Grundbesitz Europa und der Hausinvest. "Das sind wohl Gewinnmitnahmen." (Ausgabe vom 30.07.2020) (31.07.2020/fc/a/f)






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LU0118405827 542164 116,06 € 82,58 €
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