Fondshandel: Auf die Zukunft setzen


30.11.18 16:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Vor dem Hintergrund schwacher Aktienmärkte halten sich Fonds-Anleger Händlern zufolge tendenziell zurück, so die Deutsche Börse AG.

Im November hätten unterm Strich zwar die Abgaben dominiert. "Großer Verkaufsdruck ist aber ausgeblieben", berichte Ivo Orlemann von der ICF Bank. Im Großen und Ganzen hätten Investoren die Nerven behalten und sich in klassischen, breiter engagierten Mischfonds wie dem Floßbach von Storch Multiple Opportunities eher positioniert. Gleichzeitig sei der ebenfalls viel gehandelte Klassiker Carmignac Patrimoine in Summe aus den Depots genommen worden. "Der an Popularität verlierende Wert wurde nahezu ausschließlich abgestoßen."

Recht viel Bewegung mache Orlemann in Portfolios mit Technologieaktien aus. Nach dem deutlichen Rückgang etwa des technologielastigen NASDAQ 100 seit Anfang Oktober steige so mancher Anleger mittlerweile wieder ein. Besonders gefragt sei beispielsweise die Euro-Version des Fidelity Funds - Global Technology Fund mit besonderem Fokus auf etablierte Marktführer sowie Wachstumsunternehmen, die in aufstrebenden Marktnischen Fuß gefasst hätten. "In dem Sektor ist das bei uns der umsatzstärkte Wert auf der Kaufseite." Auch der DNB Fund - Technology (ISIN LU0302296495 / WKN A0MWAN) mit Investitionen in Technologie-, Medien- und Kommunikationsunternehmen komme gut an und sei zumeist gesucht.

Nach Auffassung von BlackRock werde die Technologiebranche trotz ihrer aktuellen Schwäche auch im kommenden Jahr für einen Großteil des Gewinnwachstums sorgen. Dabei könnten sich die USA und China nach Meinung von Felix Herrmann im Tech-Bereich künftig stärker getrennt voneinander entwickeln. Durch den Handelskonflikt orientiere sich das Land der Mitte bereits heute eher gen Südostasien und die USA Richtung Mexiko. Für Herrmann sei der Handelskonflikt zwischen den beiden Großmächten im Grunde ein Krieg, bei dem es um die Vorherrschaft bei der Technologie von morgen gehe. Eine Deeskalation durch Gespräche zwischen Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels halte der BlackRock-Stratege deshalb für unwahrscheinlich.

Von deutschen Werten etwa im DWS Aktienstrategie Deutschland nähmen Investoren nach Beobachtung von Anja Deisenroth-Boström überwiegend Abstand. Die Händlerin der Baader Bank führe die Zurückhaltung unter anderem auf die technische DAX-Lage zurück. Von dem Rutsch bis auf fast 11.000 Punkte vergangene Woche habe sich der hiesige Bluechip-Index zwar wieder etwas erholt. Noch hätten übergeordnet aber die Bären weiterhin das Sagen.

Mit dem Kauf des MFS Meridian Funds - European Smaller Companies und Comgest Growth Greater Europe Opportunities positionierten sich Anleger vereinzelt in europäischen Nebenwerten. Ebenso würden international investierende Portfolios wie der Arero der Weltfonds, Carmignac Investissement und UniFavorit (ISIN DE0008477076 / WKN 847707) in Summe gekauft. Überwiegend Abnehmer fänden auch branchenbezogene Portfolios wie der in US-Dollar notierte Deutsche Invest I Global Agribusiness, der weltweit in Aktien aus der Agrarindustrie investiere.

Immobilienfonds gehörten bei der ICF Bank wie so häufig zu den beliebteren Produkten. Einen eindeutigen Trend erkenne Orlemann allerdings nicht. Während sich Anleger vom rege gehandelten hausInvest zumeist verabschiedeten, kämen der grundbesitz europa-, Deka-Immobilien global- (ISIN DE0007483612 / WKN 748361) und Deka-Immobilien Europa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956) auf der Kaufseite zum Tragen. Mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Zu- und Abflüssen tanze der ebenfalls gefragte, auf europäische Gewerbeimmobilien setzende WestInvest InterSelect aus der Reihe.

Das Interesse an asiatisch geprägten Aktienfonds beschreibe Deisenroth-Boström als überschaubar. Die Händlerin mache fehlende Impulse nicht zuletzt aufgrund des ungelösten Konflikts um Strafzölle mitverantwortlich. Anleger positionierten sich beispielsweise im Comgest Growth Greater China, dessen Management vor allen in asiatische Aktien anlege, die an einem geregelten Markt notiert seien.

Reges Interesse zumeist auf der Kaufseite melde die Baader Bank für den Bereich Geldmarktfonds. Im Vordergrund stünde der Schweizer Franken. Verstärkt Käufe gebe es etwa für den Vontobel Fund Swiss Money, der neben maximal 10 Prozent Barbestände auf Schweizer Franken lautende fest- oder variabel verzinste Obligationen und andere Forderungen halte. (30.11.2018/fc/a/f)





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