Europäische Aktien-ETFs umsatzstark


17.03.09 13:53
Deutsche Börse AG

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Große Umsätze in europäischen Aktien-ETFs beobachten die Spezialisten im Handel mit börsengehandelten Index-Fonds von der Deutschen Bank, so die Deutsche Börse AG.

Der DJ EURO STOXX 50 habe in den vergangenen Tagen in der Spitze um mehr als 14 Prozent zugelegt, DAX oder DJ STOXX 600 um etwa 10 Prozent. "Etwa dreimal so viel Umsatz haben wir in den europäischen ETFs gesehen im Vergleich zu anderen Regionen - mit einem leichten Kaufüberhang", habe Simon Klein von der Deutschen Bank berichtet. "Das betrifft Fonds wie den db x-trackers MSCI Europe oder den db x-trackers DJ EURO STOXX 50."

In Geldmarktfonds (ISIN LU0290358497 / WKN DBX0AN) beobachte Klein zwar auch gute Umsätze und Zuflüsse, doch er bewerte die Situation anders als vor einigen Wochen. "Dies ist nicht als Flucht in einen sicheren Hafen zu interpretieren." Staatsanleihen seien extrem gut gelaufen und nun würden Investoren in den Geldmarkt-ETF wechseln, der hier als Liquiditätstool eingesetzt würde.

Short-Produkte, mit denen Anleger auf fallende Kurse setzen könnten, würden laut Klein sehr aktiv auf beiden Seiten - also Käufe und Verkäufe - gehandelt. Anleger würden sich hier kurz- bis mittelfristig mit dem DJ ShortDAX (ISIN LU0292106241 / WKN DBX1DS) und dem Short DJ EURO STOXX positionieren.

Die seit einigen Tagen zu beobachtende Bewegung nach oben im japanischen Index Nikkei - dieser habe seit dem 11. März um etwa zwölf Prozent zugelegt - habe wohl einige Anleger ermutigt in den japanischen Bluechip-Index einzusteigen, mit dem db x-trackers MSCI Japan. "Hier wird einfach die aktuelle Situation genutzt, mit einem Trend oder einer Wende haben die Käufe nichts zu tun", meine Klein.

Laut einem Bericht in der Financial Times Deutschland habe der Nikkei vor allem von den anhaltenden Kurserholungen im Finanzsektor Rückenwind erhalten. Die Mehrzahl der Anleger gehe davon aus, dass die Regierung und die Zentralbank weitere Konjunkturstimulanzpakete schnüren werde. Fundamentalwirtschaftlich habe sich aber auch in Japan nichts getan, was die wirtschaftliche Situation entschärfen würde.

"Wenn man so will, kann man sagen, dass Investoren zurzeit lokalpatriotisch - in Bezug auf Europa - agieren. An der weltweiten wirtschaftlichen Lage hat sich nichts verändert", fasse Simon Klein zusammen. Anleger würden mit Short-Engagements vorbauen, Liquidität halten und ansonsten gelte die Devise "zurück in die Heimatländer".

Wie die Spezialisten von der Hypovereinsbank berichten würden, werde die Erholung in den Indices von Anlegern genutzt, sich - wie in den vergangenen Wochen auch - im Finanzsektor über den iShares DJ STOXX 600 Banks und den DJ STOXX 600 Insurance zu engagieren. Weitere Branchen, die Anlegern derzeit attraktiv scheinen würden: Grundstoffe (ISIN DE0006344724 / WKN 634472), Öl und Gas (ISIN DE0006344765 / WKN 634476) und Pharma und Gesundheit (ISIN DE0006289374 / WKN 628937). (17.03.2009/fc/a/f)






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