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Emerging Markets zogen wieder an


13.11.08 14:43
Franklin Templeton

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einem Absturz von über 40% in den ersten Oktoberwochen zogen die Emerging Markets in der letzten Woche wieder an und beendeten den Monat mit einem Kursrückgang von 27,4% in USD (19,8% in EUR), so die Experten von Franklin Templeton.

Die Märkte hätten zunächst die Bemühungen einer weltweit koordinierten Geldpolitik ignoriert, welche führende Banken auf der ganzen Welt dazu veranlasst habe, ihre Zinsen zu Beginn des Monats zu senken. Die fortwährenden Bemühungen der Regierungen sowohl in den Industrie- als auch den Schwellenländern, gekoppelt mit der weltweiten Jagd nach Schnäppchen, hätten die Investoren jedoch zurück zu den Märkten gebracht.

Die osteuropäischen Märkte hätten während des Monats die schwächsten Leistungen gezeigt, da Anleger für die regionalen Märkte dasselbe Schicksal gefürchtet hätten wie im bankrotten Island. Die Unterstützung der EU für ihre Mitgliedsstaaten sowie die Ankündigung von Entlastungspaketen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Island, Ungarn und die Ukraine hätten jedoch die Bedenken der Anleger mindern können. So hätten die Märkte einen Teil der zuvor verbuchten Verluste wieder ausgleichen können. In der Türkei habe das hohe Steuerdefizit in Verbindung mit der geschwächten Türkischen Lira zur Underperformance dieses Marktes im Oktober geführt.

Während der südafrikanische Markt in lokaler Währung eine erheblich bessere Leistung erzielt habe, habe der schwache Südafrikanische Rand die Aktienerträge in USD hinuntergezogen. Schwächere Landeswährungen und gesunkene Rohstoffpreise hätten zusätzlichen Druck auf die Märkte in Lateinamerika ausgeübt. Die asiatischen Märkte hätten dagegen die meisten Länder der Emerging Markets dank ihrer stärkeren steuerlichen Ausgangslage, einer stabilen Währungspolitik und abschwächender Inflation übertroffen. (Ausgabe vom 31.10.2008) (13.11.2008/fc/a/m)